• N24h – BMW, Audi oder Mercedes? Wer gewinnt die Eifel-Jagd?
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N24h – BMW, Audi oder Mercedes? Wer gewinnt die Eifel-Jagd?

Früher sagte man mal, 24h-Rennen sind keine Sprint-Rennen – das ist jedoch vorbei. Ein Rennen wie das 24h-Rennen 2015 am Nürburgring, wird heute vom Start bis zum Zieleinlauf, unter voller Attacke gefahren. Es gibt kein „abwarten“ und später attackieren. Wer siegen will, muss nicht nur ankommen – er muss auch von Anfang an bei der Musik sein. 

Schaut man sich das Starterfeld zur 24h-Auflage in 2015 an, so bleiben wenigstens 20 Fahrzeuge übrig, denen man die Siegchancen zusprechen kann. Knallhart wird der Wettbewerb auf der Rennstrecke ausgetragen und auch wenn man bei den VLN-Läufen vor dem großen Rennen oder beim N24h-Qualirennen noch mit der echten Leistung zurückhalten konnte, spätestens mit dem Beginn des Qualifyings fallen auch die letzten taktischen Spielchen und es beginnt die Jagd auf die Pole-Position. Dann auch die Tatsache, der Startplatz wäre nicht so wichtig, stimmt heute nicht mehr. Wie Audi-Pilot und Vorjahres-Sieger Christopher Haase in der Pressekonferenz betonte, spielt der Startplatz durchaus eine Rolle. Von hinten, aus dem Verkehr heraus zu starten kann bedeuten, schon früh den Anschluss zu verlieren und natürlich besteht die Gefahr in die „Reibereien“ verwickelt zu werden.

 

Wer gewinnt das 24-Stunden 2015?

Gut und gerne 20 Fahrzeuge sollten dazu in der Lage sein, übrig bleiben bei näherer Betrachtung aber nur die Audi, Mercedes und BMW.

Mit gleich acht Fahrzeugen startet Mercedes-AMG und alle Fahrzeuge glänzen mit ausgewogenen bis unfassbar guten Fahrerpaarungen. Von der Tourenwagen-Legende Bernd Schneider bis hin zu aktuellen DTM-Piloten von Mercedes-Benz. Bunt gemischtes Pilotenfeld, aber maximal Professionell. Ginge der Sieg rein über die Statistik, die Jungs von Mercedes müssten den Sieg sicher haben.

Den acht Mercedes-AMG SLS GT3 stehen sieben Audi R8 GT3 gegenüber. Vorjahressieger Christopher Haase teilt sich das Cockpit mit Christian Mamerow, René Rast und Markus Winkelhock. Die Startnummer 1 klebt auf einem neuen Audi R8 GT3, der jüngsten Generation des Ingolstädter V10-Rennwagens. Der zweite „neue“ R8 des Team Phönix trägt die Nummer 4 und wird von Marc Basseng, Marcel Fässler, Mike Rockefeller und Frank Stippler bewegt. Neben diesen beiden neuen R8 GT3 setzt auch das Team Audi Sport WRT zwei neue R8 ein. Das Audi-Aufgebot komplettieren die beiden Vorjahres-R8 der Audi Race Experience mit der Startnummer 14 und 15 und der Twinbusch Audi R8 mit der Startnummer 16.

BMW als Underdog?

8 Mercedes, 7 Audi, 5 BMW. Rein von der Mathematik her ist die Sache klar. Aber Motorsport hat nur am Ende etwas mit Statistiken zu tun. Daher darf man die beiden BMW Z4 GT3-Teams nicht unterschätzen. Schubert und MarcVDS treten mit Top-Fahrern an. Eine ordentliche Duftmarke der Leistungsfähigkeit setzt man in Qualifying 1 am Donnerstag-Abend.

Maxime Martin setzt mit einer 9:56,014 die Bestzeit im Regen. Der Speed ist da und die BMW Z4 GT3 sind ausgereifte Langstrecken-Rennwagen. Dank ausgeklügelter Traktionskontrolle sind die BMW zudem auch im Regen gut fahrbar. Da braucht es dann „nur noch“ die kleine Portion Rennglück. Unmöglich ist es auf jeden Fall nicht.

Als die Strecke zum Ende des 4-stündigen Trainings abtrocknete veränderte sich allerdings das Bild. Es verschob sich wieder in Richtung der Audi-Piloten. Mit einer 8:29,806 beendete das Vorjahres-Siegerteam die Nacht-Session mit der vorläufig besten Zeit. Knapp dahinter – nicht einmal um die Länge eines Frontflippers geschlagen, wieder die MarcVDS BMW. Hier reichte die 8:29,895 zur Zweitbesten Zeit.

Eine Außenseiter unter den Außenseitern? Der BMW Z4 vom Team Walkenhorst. Als eines von drei Top-Teams (in der SP-9 und der SP-X) setzt man hier auf die Rennreifen aus Hanau.

Die echten Underdogs

Unmöglich ist es jedoch auch für die „echten Underdogs“ des 24-Stunden Rennens nicht. Da sind die beiden Bentley, einer davon mit Christian Menzel im Cockpit. Da bleiben die Porsche von Manthey, die „rasende Frikadelle“ und natürlich auch der Porsche vom Falken-Team. Oder ein echter Außenseiter: Die Nissan GT-R von den Schulze-Brüdern oder vom Werks-Nismo Team.

Und dann sind da noch die beiden „SCG003“ von der Scuderia Glickenhaus. Wobei nach den Problemen mit der Sensorik im letzten VLN-Lauf, nun im Training ein Turboladerschaden und im ersten Quali ein heftiger Einschlag der #40 hinzukamen. Leicht ist dieses „Rennen fahren“ auf jeden Fall nicht. Auch nicht wenn man mit derart viel Leidenschaft an das Thema herangeht, wie James Glickenhaus und sein Team. Die beiden Supersportler rollen auch auf Dunlop-Sportreifen. Wobei die Startnummer 40 nach dem heftigen Unfall von Ken Dobson bereits aus dem Bereich der Underdogs ausgeschieden ist. Denn der Dunlop-Gelbe SCG003c wurde beim Unfall derart heftig beschädigt, dass ein Start nicht mehr möglich ist.

Bevor die Startaufstellung feststeht muss jedoch auch noch das Los-Glück entscheiden. Die 30 schnellsten bekommen am Freitag um 17:10 Uhr eine völlig freie Strecke, wer dann jedoch zuerst auf die Rennstrecke gehen darf, wird ausgelost.

 

Mein Tipp für den Rennsieg des 24-Stunden Rennens 2015

Bei einem so starken Feld aus locker 20 Fahrzeugen die um den Sieg mitfahren können, müssen drei Tipps erlaubt sind – hier also meine Top-3 Kandidaten für den Rennsieg:

Startnummer 8 – Der Haribo Mercedes-AMG S.LS GT3

Was spricht für dieses Team? Auf jeden Fall ein Name: Mr. Nordschleife himself, Uwe Alzen. Dann das Team an sich. Erfahren in der Eifel und mit dem Mercedes-AMG SLS GT3 fährt man nun einen „rustikalen“ Langstrecken-Brenner.

Startnummer 1 – Audi Sport Team Phoenix

Die Vorjahres-Sieger. Ein ideal zusammen arbeitende Fahrer-Besetzung, ein weiter entwickelter R8 GT 3 und die pure Manpower von Audi. Und natürlich die „Statistik“ ;)

Startnummer 26 – BMW Sports Trophy MarcVDS 

Das Team aus Belgien hat vermutlich die schnellsten Tourenwagen-Piloten im Cockpit, alleine Maxime Martin auf Regennasser Fahrbahn beim teilen der Fluten zuzuschauen, eine Wohltat. Allerdings startet Maxime Martin auf der #25. Und deswegen müssen sich die beiden MarcVDS meinen „Tipp 3“ teilen ;)

 

 

Fotos: SB-Medien / Robert Kah

 

 

 

 

Ein Kommentar

  1. Der grüne Himmel › Mein Auto Blog
    15. Mai 2015 zu 11:30

    […] Kalender wird offiziell beim 24-Stundenrennen des ADAC auf dem Nürburgring präsentiert. Zur gleichen Zeit wird die Ausstellung „Der Grüne Himmel: […]