3 Modellautos die mich an meine Kindheit erinnern

Mit meinen nun vierzig Jahren darf ich durchaus in den Erinnerungen der Kindheit schwelgen. Und wie bei vielen Jungs war ich recht früh vom Virus Automobil befallen. Auto-Zeitungen, Auto-Fotos und Modelle von Autos, alles das begleitet mich locker seit 30 Jahren. Früher habe ich gerne Auto-Modelle von Bburago in 1:18 gesammelt, später die kleineren Modelle von Herpa in 1:87. Im Prinzip waren meine Schränke voll mit kleinen Modellautos. Als mich die Agentur von Model Car World anschrieb, ob ich nicht eine Partnerschaft mit dem Modellauto-Händler eingehen wollte, musste ich nicht lange nachdenken. Kurze im Shop gesurft und plötzlich in den alten Erinnerungen geschwelgt. 

Wenn Modellauto-Träume Realität werden

Wobei ich das auch extrem lustig fand, viele von den „Traumwagen“ von früher bin ich mittlerweile gefahren. Egal ob es sich dabei um Porsche handelt, um Lamborghini, um Ferrari oder um Mercedes-AMG. Oder um einen McLaren 650s. Traumwagen die ich heute in der Realität fahren darf. Da darf man durchaus von Kindheitsräumen sprechen, die Realität wurden.

Ich kann mich gut erinnern, der Ferrari F40 war eines meiner ersten Modellautos in 1:18, damals von BBurago. Und auch diesen Ferrari F50 hier, hatte ich als Modellauto. Natürlich in rot, wie auf den Fotos im Shop.

Beim surfen durch den Webshop von Model Car World bin ich aber auch auf Modelle von Autos gestoßen die ich als „Traumwagen“  bereits wieder vergessen hatte – oder die nie als Traumwagen galten, mich in der Kindheit aber dennoch ordentlich beeindruckt hatten.

Ich will Euch hier drei von diesen Fahrzeugen kurz vorstellen:

Nummer 1: Opel Lotus Omega

opel lotus omega model car world

Türen und Hauben geschlossen Maßstab: 1:18 – Resine – Fertigmodell Ottomobile – Nr. 204957

Der Opel Lotus Omega war ein Tier. Ich damals 15 Jahre alt und in der AutoBild wurde der „stärkste“ Opel aller Zeiten in bunten, großen und actionreichen Bildern gezeigt. Klar, das war nur ein Opel – ja so dachte ich damals – aber was für ein Opel. Jahre später, frisch mit einem Führerschein und einem Golf 1 GTI auf der Hanauer Landstraße in Frankfurt unterwegs, habe ich mal einen live gesehen. Erst zog er uns an der Ampel unter wilden Turboladerzischen ab, dann stand er dort wo heute die leeren Neckermann-Büros sind, rechts am Straßenrand. Motorhaube offen, qualmend. Ja, der Lotus Omega war ein kraftvolles „Viech“, nur mit der Haltbarkeit hatte man es nicht so. Egal. Ein tolles Auto und als Modellauto dürfte man auch kein Problem mit der Haltbarkeit bekommen. Und vermutlich auch nicht mit den Unterhaltskosten :)

Nummer 2 auf meiner Liste: VW Jetta II GTI 16 V

Türen und Hauben geschlossen Maßstab: 1:18 - Resine - Fertigmodell Ottomobile - Nr. 204953

Türen und Hauben geschlossen
Maßstab: 1:18 – Resine – Fertigmodell
Ottomobile – Nr. 204953

Wie jetzt? Biedere Hausmannskost? Der Rucksack-Golf als Traumwagen? Oh ja. Unter Sammlern und VW-Freunden ist der Jetta II immer beliebt gewesen. Und bei den Golf II-Fahrern war der Kühlergrill und die rechteckigen Scheinwerfer beliebt. Der Umbau der Jetta-Front an den VW Golf II dauerte keine Stunde! Und -zack- hatte man dem Golf die rundlichen Augen entfernt.  Und als 16V-Variante, den Jetta gab es wie den Golf auch als KR- und PL-Motorversion, also mit und ohne KAT, mal mit 129 mal mit 139 PS, war von der biederen Hausmannskost nichts mehr übrig. Scharfes Teil, würde ich mir als Youngtimer heute auch wieder in die Garage stellen.

Nummer 3: Der Talbot Matra Rancho

Türen und Hauben geschlossen Maßstab: 1:18 - Resine - Fertigmodell Ottomobile - Nr. 204954

Türen und Hauben geschlossen
Maßstab: 1:18 – Resine – Fertigmodell
Ottomobile – Nr. 204954

Ach was fand ich den „cool & männlich“. Heute würde man sagen, der Talbot Rancho wäre ein SUV. Und das stimmt auch, irgendwie. Als Kombi mit erhöhter Bodenfreiheit kam der Talbot Matra Rancho 1977 auf den Markt, den Allradantrieb hatte man sich bei Talbot allerdings gespart und auch bei der Rostvorsorge war man knauserig. Und so kommt es, dass der Talbot Matra Ranco, hier gezeigt als „X“ mit Alufelgen und Metallic-Lack, heute als seltenes Sammlerstück durchgeht. Bei mobile.de habe ich vorhin einen gefunden, der sollte, rechts gelenkt und in „zweifelhaften“ Zustand noch 4.000 € – oder anders, wieder 4.000 € kosten. Da kommt so ein Modellauto doch deutlich günstiger. Das hier gezeigte soll 79,95 € kosten – und erinnert mich ebenso an die Sommerabende an denen ich an der Garage des Nachbarn vorbei nach Hause lief. Da stand so ein Talbot. Mit „vergitterten“ Zusatzscheinwerfern, martialisch, als ob der Nachbar ständig in den Jungle zur Arbeit pendeln würde.

Früher … 

 

 

 

 

 

 

Disclosure: model car world ist Partner von mein-auto-blog. Dieser Beitrag wurde jedoch nicht bezahlt, sondern entstand nebenbei, als ich mal wieder nach den passenden Modellen suchte. 

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Ein Kommentar

  1. Frank
    30. Mai 2015 zu 16:10 Antworten

    Wenn ich solche ältere Modelle auf der Strasse sehe, denke ich an die gute alte Zeit zurück in der man noch selber die autos reparieren konnte und kein IT Spezialist sein muss.