Mercedes-Benz A-Klasse mit mächtig Druck A45 AMG

Mercedes-Benz bläst zur Attacke auf Golf & Co. War die Präsentation der aktuellen A-Klasse im vergangenen Jahr noch mit „A wie Angriff„, auf die Kompaktwagenklasse umschrieben, bläst nun auch A wie AMG mit mächtig Druck zur Attacke:

„Mächtig unter Druck“  | Vorstellung: A 45 AMG

Mercedes-Benz hat lange genug dem Erfolg der sportlichen Golf-Ableger und der M-Versionen des Einser von BMW zugeschaut, jetzt wird Druck gemacht. Um genau zu sein: 1,8 bar Ladedruck.

Mercedes-Benz A 45 AMG

Bereits bei der Präsentation der A-Klasse war klar, da kommt noch etwas mit deutlich mehr Leistung nach. Anstelle der geschätzten 354 PS wurden es nun gleich einmal 360 PS. Allerdings hat die Grundarchitektur der A-Klasse die Verwendung von mehr als Vierzylindern nicht vorgesehen und so ging man in Affalterbach bei AMG an die Arbeit und stellt nun den stärksten, je in Serie produzierten Vierzylinder-Turbomotor vor.

Mit einer Literleistung von 181 PS je Liter Hubraum stellt der Vierzylinder Benzin-Direkteinspritzer echte Sportwagenmotoren vom Schlage eines Porsche GT 2 mit 172 PS / Liter in den Schatten und bringt eine völlig neue Leistungsklasse unter die Haube eines kompakten Mercedes-Benz.   Die gesamte Leistung von 360 PS steht bei 6.000 Umdrehungen zur Verfügung – nicht weniger beeindruckend das vorhandene Drehmoment von 450 Nm zwischen 2.250 und 5.000 Umdrehungen.  Der Motor wiegt 148 Kilogramm und hat damit einen klaren Gewichtsvorteil gegenüber einem Sechszylinder oder Fünfzylinder.

Ebenso klar war von Anfang an, diese Leistung wird man nicht dem Frontantrieb der normalen A-Klasse zumuten – hier muss ein modernes Allradsystem her. Mercedes hat sich für ein „Hang-On“ System entschieden, bei der eine Lamellen-Kupplung für die Kraftverteilung zuständig ist. Das System ähnelt technisch dem bekannten Haldex-Allradantrieb und arbeitet ebenso mit einem Druckspeicher, der dafür sorgt, dass binnen Sekunden eine voll variable Kraftverteilung von vorne nach hinten möglich ist. 

Ein „echter AMG“

Die Entwickler bei AMG wollen keinen Zweifel daran lassen, der neue Kompakte-Sportler von Mercedes-Benz ist auf jeden Fall ein echter AMG. Dafür sorgen neben dem variablen Allradantrieb und dem kraftvollen Motor auch die Veränderungen die man am Fahrwerk vorgenommen hat. Steifere Achslager und eine direktere Lenkung sorgen für ein präzises Fahrvergnügen.  Ebenso wichtig, das neue Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Bei Mercedes-Benz „Speedshift DCT“ genannt, es sorgt mit einer optimierten Schaltstrategie für zackige Schaltvorgänge im Millisekundenbereich.

Der Fahrer kann per Schaltpaddel am Lenkrad zu jeder Zeit selbst die Kontrolle des Getriebes übernehmen und die Schaltpunkte selbst setzen. Dynamik und Performance standen für die Entwickler des Getriebe-Automaten im Vordergrund.  (Weitere technische Details über den A45 AMG bei den Kollegen vom mercedes-benz-passion Blog.)

Neu im A 45 AMG ist auch ein drei stufiges ESP mit einem Kurvendynamik-Assistenten. Neben dem normalen Modus: ESP ON, kann der Fahrer ein ESP-Sportprogramm mit angehobener Regelschwelle aktivieren. In diesem Modus sorgt der automatische Allradantrieb für mehr Kraft an der Hinterachse. Ebenso möglich ein ESP-Off, allerdings nicht ohne „Netz und doppelten“ Boden, das ESP bleibt nur so lange aus, so lange der Fahrer das Bremspedal nicht betätigt.

Wie schnell ist er denn?

Für den am Stammtisch relevanten Wert von 0 auf 100 km/h gibt Mercedes 4.6 Sekunden an.

Mercedes-Benz gibt die Höchstgeschwindigkeit mit 250 km/h – abgeregelt. Wer die Potenz des A 45 AMG ausnutzt, wird den Normverbrauch von 6.9 Liter allerdings nur aus dem Prospekt kennen – einen Alltagsverbrauch von guten 10 Liter halte ich für „der Leistung“ angemessen.

Driving Performance für eine „neue Generation“ – Mercedes-Benz meint es ernst mit seiner Attacke, ich bin nun auf eine erste Ausfahrt mit dem Kraftklotz gespannt.

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