Fahrbericht Isuzu D-MAX

Fahrbericht Isuzu D-MAX

In anderen Teilen dieser Welt gehören Pick-Ups durchaus zum täglichen Straßenbild. In den USA kann man sich ein Leben ohne sie praktisch nicht vorstellen. Das kommt vermutlich davon, dass auch heute noch ein moderner Pick-Up so ein wenig an die Planwagen der Wild West-Zeit und der Besiedlung des Nord-Amerikanischen Westens erinnern.  Wie bei den Planwagen sind vorne die Pferde untergebracht und hinten ist eine große Ladefläche für das eigene Hab & Gut. Soweit so praktisch. Bei uns fristen Pick-Ups jedoch ein Nischenleben – ähnlich wie der Hersteller ISUZU. Passend dass das einzige Fahrzeug der Marke ISUZU für den deutschen Markt, ausgerechnet ein Pick-Up ist.

Isuzu D Max Maske Front

Im Fahrbericht:

ISUZU D-MAX Doppelkabine

Der packt was weg

Selbst wenn er in einem unschuldigen weiß lackiert wird, der Isuzu D-Max in der Double-Cap-Version mit Hardtop für die Ladefläche, bleibt ein Hingucker. Vor allem wegen seiner Größe. Mit 5.29 Metern spielt er in der Liga des VW Amarok und will vor allem Handwerker und Menschen mit erweiterten Platzbedürfnissen ansprechen. Die zweite Generation des D-Max bekam eine weniger auffällige Front verpasst, die Scheinwerfer schmiegen sich nun mehr in die Front, anstatt auffällig hochkant zu stehen. Der Kühlergrill bekommt in der Premium-Version eine große Ladung Chrome verpasst und die Scheiben ab Reihe zwei werden dunkel getönt. Isuzu bietet vor allem für Käufer die ein echtes Nutzfahrzeug suchen, einige nützliche Optionen an. So ist der Isuzu D-Max unter anderem als „Cab & Chassis only“ verfügbar – sprich, der Kunde bekommt den Leiterrahmen und die Fahrerkabine, was er danach anstelle der Ladepritsche setzt, bleibt ihm überlassen.  So gibt es unter anderem die Möglichkeit, den Isuzu als „Kipper“ zu verwenden.

Bei mir zum „testen“ war die zivile Variante wie man sie auch als Hundebesitzer oder Hobby-Landwirt gut gebrauchen kann. Dank der „Premium-Ausstattung“ war mein moderner Planwagen mit Tempomat, Klimaanlage und vielen anderen Goodies ausgestattet.  Besonders praktisch: Das Hardtop von ISUZU kommt zusammen mit einer umfangreichen und gepolsterten Laderaum-Abdeckung. So verschwindet das nackte Blech der Ladefläche unter einem gepolsterten und gummierten Schutz.

Der ISUZU D-Max „Double Cab“ Premium 4WD

Isuzu D-Max Fahrbericht Artikel Test

Arbeitseinsatz

Einfache Einkaufsfahrten lassen den D-Max unterfordert über die Landstraße hoppeln. Das Fahrwerk mit Starrachse an der Hinterachse wirkt gut abgestimmt, sucht aber die Herausforderungen von schwerem Gelände oder wenigstens einer schweren Last auf der Ladefläche.

Modernisierter Innenraum

Die Premium-Ausstattung bringt dezenten Luxus in die Arbeiterkabine des D-Max. So werden die Sitze mit Leder bezogen und der Fahrersitz ist sogar elektrisch einstellbar. Das Cockpit versprüht nüchterne schwarze Plastiklaune, bleibt aber dank sichtlicher Bemühungen um echte Design-Ideen von der puren Tristesse anderer Arbeitsgeräte verschont. Die silber lackierten Kunststoffrahmen wirken ebenfalls bemüht – bilden aber einen gern genommenen Kontrast.

Isuzu D-Max Cockpitfoto Innenraum

Weniger Design, mehr Nutzwert. 

Der D-Max soll ja gar nicht zum flanieren taugen, er ist ein Arbeiterkind und als solches wurde er fein herausgeputzt, aber er kann seine Wurzeln eben nicht verbergen. Da ist es viel wichtiger, dass die Doppelkabinen Version mit reichlich Platz für 5 Personen punkten kann. Wem der mit Ausstellfenstern bedachte Laderaum nicht ausreicht, der kann die Sitzbank hochklappen und bekommt so, direkt hinter Fahrer und Beifahrer noch einmal reichlich Laderaum geschenkt.

Laderaum

Die Ladefläche des D-Max mit Doppelkabine ist 1.55 Meter lang und 1.53 Meter breit.  Dank des Hardtop mit abschließbarer Klappe eignet er sich nicht nur ideal als Partner für Selbstständige die viel transportieren müssen, dies aber gerne geschützt gegen Langfinger tun möchten, sondern auch für Menschen mit Hunden oder Hobbys die ein wenig mehr Platz brauchen.

Isuzu D-Max Laderaum

Rauer Arbeiter

Unter der großen Haube des D-Max arbeitet ein 2.5 Liter großer Twin-Turbo-Vierzylinder-Dieselmotor. Dessen Arbeitscredo lautet: Rau, aber kraftvoll. Unter fulminanten Nutzfahrzeugnageln geht er an seine Aufgabe heran und lässt neben 163 PS auch noch 400 Nm zur Arbeit antanzen.

Er schiebt bei Bedarf mächtig aus dem Drehzahlkeller, einzig die verbaute Fünfstufen-Automatik versaut ihm ein wenig die Show. Vermutlich aufgrund eines enorm großen Wandlers, bleiben die Reaktionen der Automatik auf den Krafteinsatz des Schweröl-Brenners ein wenig verspätet.

Die Kraft gelangt vom Automatikgetriebe entweder an die Hinterachse, oder per Wählschalter aktiviert, an alle vier Räder.  2H, 4H und 4L lauten die Wahlmöglichkeiten. Im Alltag lässt man den D-Max auf 2H und spart sich den Krafteinsatz der Vorderräder. Auf lockerem Gelände sind vier angetriebene Räder die richtige Wahl und geht es in schweres Gelände oder wartet viel Last auf eine Offroad-Tour dreht man den Wählschalter auf 4L. Zusätzliche Differentialsperren sind ab Werk  jedoch weder für Geld noch gute Worte zu erhalten.

Isuzu D-Max Twinturbo Diesel Fahrbericht Test

Kraft

400 Nm

Anhängelast

3.0 to.

Plakette

Grün

Isuzu D-Max Cockpit Lenkrad Fahrbericht

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