Ford – Automobilentwicklung mit Herzblut

Nicht am Hauptsitz in Köln, sondern in Aachen und eng umschlungen von der RWTH Aachen sitzt das einzige Ford-Forschungszentrum außerhalb der USA.  Mit mehr als 250 Technikern, Ingenieuren und Spezialisten aus allen Entwicklungsbereichen ist der Standort in Aachen einer der wichtigsten im gesamten FORD-Konzern.

Was in Aachen erforscht wird, findet leicht den Zugang zur Fahrzeug-Entwicklung im Konzern und am Ende in die Serienfahrzeug-Konstruktion. So hat man in Aachen nicht nur eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des neuen Ecoboost-Dreizylinders mit nur einem Liter Hubraum gespielt – sondern trägt die Verantwortung für viele andere Forschungsbereiche.

Ein guter Grund sich das Forschungszentrum in Aachen mal genauer anzuschauen.

Mit Herzblut bei der Entwicklung – Der EKG-Fahrersitz

Eigentlich sollten wir uns alle um Herzen mehr bemühen als es uns der Alltag zulässt und wäre es nicht praktisch wenn wir die Zeit im Auto nutzen könnten, um wenigstens einen Teilaspekt der eigenen Gesundheit zu berücksichtigen? So öder ähnlich müssen wohl die Forscher bei Ford in Aachen auch gedacht haben und zusammen mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen (RWTH) hat man einen Fahrersitz entwickelt der die Herzströme des Fahrers während der Fahrt erfasst.

Ford 012 Entwicklungszentrum

EKG im Auto

Ohne den Aufwand der eigentlich notwendigen Verkabelung und angezogen im Auto sitzend, bei jeder Fahrt – in der Lage sein, die Herzströme zu messen.

Man kann sich gut vorstellen, welchen Sicherheitsgewinn ein solcher Fahrersitz für Menschen darstellen könnte, die an einer Herzrhytmusstörung leiden. Dank der steten Kontrolle des Herzschlages würde man Unregelmässigkeiten schnell erkenne und könnte sogar die morgendliche Fahrt auf die Arbeit nutzen, um ein EKG zu erstellen und an den Arzt senden zu können.

Im Falles eines Notfalles wäre man auch in der Lage, einen expliziten Notruf abzusetzen und so der Sicherheit und der Gesundheit des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer einen großen Dienst zu leisten.

Ich selbst saß nicht im Demonstrationssitz, aber mein Kollege Jens Stratmann hat sich in den EKG-Sitz bemüht und uns seine Herzschläge offenbart.

Ford 014 Entwicklungszentrum

Derzeit sind die 6 Metall-Sensoren noch offen zu sehen – für einen Serieneinsatz wäre es jedoch auch möglich diese „Kontakte“ unter dem Stoffbezug des Sitzes zu verstecken.

Ich finde:

Eine tolle Entwicklung und ein gutes Beispiel für die Integration von Hochschulen und den Entwicklungszentren der Automobil-Hersteller.

 

Weiterlesen: Natürlich gab es mehr zu sehen, als „nur“ den EKG-Sitz. So hat Robert Basic den Altersanzug ausprobiert und konnte erleben, wie es sich anfühlt, binnen weniger Minuten um 30 Jahre gealtert zu sein. Warum es sinnvoll sein kann, wenn unsere Autos untereinander besonders geschwätzig werden, auch das konnte ich erfahren. Und dann habe ich noch die Gelegenheit bekommen, einen tollen Produkt-Namen zu finden – nämlich während man mir den Ford-Stauassistenten präsentiert hat.

 

 

 

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