Fahrbericht HONDA CR-V 2.2 I-DTEC

Fahrbericht HONDA CR-V 2.2 I-DTEC

Wieder ein SUV:  Es scheint als gäbe es auf diesem Neuwagenmarkt nur noch ein Typus Automobil, das sich wirklich gut verkaufen lässt: Die Klasse der SUVs. Dieses Mal handelt der Fahrbericht von einem Begründer der SUV-Klasse in seiner vierten Generation.

Wer hat es erfunden?

Es war 1997 als Honda den ersten CR-V nach Deutschland brachte. Einen „soften“ Off-Roader in einer praktischen Fahrzeuggröße. Nicht zu lang, nicht zu hoch, nicht zu breit. Ein Kombi mit mehr Bodenfreiheit. Der CR-V wurde in Deutschland schnell zum meistverkauften SUV mit Benzinmotor. Heute in der Generation Nummer 4 bietet Honda noch immer Benzinmotoren für den CR-V an, wesentlich besser in die Zeit der steigenden Spritpreise, passen jedoch die kraftvollen und sparsamen I-DTEC Dieselmotoren zum SUV-Trend.

Im Fahrbericht:

HONDA CR-V 2.2 i-DTEC 4WD AT

Der Offroader mit den feinen Talenten für die Straße. 

Das Heck des neuen CR-V erinnert in der Formensprache ein wenig an die nordische Eleganz einer anderen Automarke. Die Front wiederum glänzt mit einem schnittigen Design und die Seitenlinie spart sich sinnlose kosmetische Albernheiten. Ein klares „two-box“ Design macht aus dem CR-V einen Kombi mit mehr Bodenfreiheit.  Design bleibt eine Geschmacksfrage, der CR-V beantwortet diese ohne Experimente. Das ist zum einen schade, denn es raubt die Möglichkeit einer starken Identität, zum anderen erspart es die mögliche Peinlichkeit eines absurden gestalterischen Faux-Pas.

Und das Gelände spare ich mir!

Auch wenn der neue CR-V mit Allrad zum Test kam, die Ausflüge in unbefestigtes Gelände habe ich mir erspart. Der CR-V könnte, wenn er müsste, auch über fiese Schotterpfade wedeln, aber Honda hat mit der Wahl der Reifen bereits gezeigt, wo sich der CR-V üblicherweise aufhält.  Die verwendeten Michelin Latitude Sport sind Asphalt-Experten und keine Offroad-Reifen.

Der CR-V sucht das Abenteuer auf der Straße … 

CR-V Details:

i-DTEC:  Bevor der neue CR-V die völlig neue Earth-Dreams Motorenfamilie bekommt und dann auch mit dem famosen 1.6 Dieselmotor erhältlich sein wird, ist die beste Motorenwahl ganz klar, der 2.2 i-DTEC Diesel mit 150 PS und kräftigen 350 Nm Drehmoment.  Wer viel fährt und den CR-V auch als Zugfahrzeug nutzen möchte, der wird sich über die Kraft des direkt einspritzenden Turbodiesel freuen. Dabei bleibt der Durst des Motors zu jederzeit in Grenzen. 

4WD: Einen SUV würde ich mir immer mit Allradantrieb kaufen, zu peinlich wäre es mir, wenn ich im Winter mit durchdrehenden Rädern am Hang stehen bleiben würde. Auf der anderen Seite braucht man auch im SUV nur selten den Antrieb aller vier Räder. HONDA setzt im CR-V auf einen „Real Time All Wheel Drive“ der im Prinzip zu jederzeit die Kraft auf alle vier Räder verteilen kann, im Normalfall aber mit Frontantrieb fährt. Erst wenn die Vorderräder schneller drehen als die Hinterräder (durchdrehen) schließt eine Kupplung den Kraftschluss nach hinten und die Hinterräder erhalten Antriebskraft.

Sicherheit:  Honda setzt hier die volle Armada an möglichen Systemen ein. Neben dem adaptiven Tempomaten nutzt auch das „CMBS“ auf die Informationen des Frontradars hinter dem „Honda-H“ im Kühlergrill. Dieses System erkennt Gefahrensituationen und warnt den Fahrer durch optische und akustische Signale. Ist der Unfall nicht mehr zu vermeiden, sorgt dieses System u.a. dafür, dass die Gurte straff angezogen werden und leitet eine Vollbremsung ein. 

 

Am auffälligsten ist die C-Säule des neuen CR-V. Dieser kraftvolle ChromBogen der scheinbar die gesamte C-Säule eindrücken will und dazu diese Rückleuchten, die die Spannung des Chrom-Bogens aufnehmen und wie gedehnt aussehen. Der Rücken und die Ansicht von schräg hinten, das hat etwas „Volvo-haftes“. Der CR-V wirkt extrem gut gespannt – fast schon sportlich in seiner Formensprache. Die dicken Kuststoffkanten rund um die Schweller, Radhäuser und Stoßstangen sprechen dann wieder diesen „Nuschel-Dialekt“ mit dem SUVs von ihren Offroad-Heldentaten erzählen möchten. Geschenkt. Der CR-V ist für den Asphalt geboren.

CR-V Seitenlinie C-Säule

Sein Fahrverhalten sucht den Kontakt zum Asphalt und seine Talente wollen Familien begeistern. Nicht auf dem Weg zum anderen Ende der Welt, sondern im Alltag ist dieser softe SUV zu Hause. Dazu gehört auch, die niedrige Ladekante und der fast schon unverschämt große Kofferraum. Hier wollen Kinderwagen im Doppelpack geparkt werden und Getränke-Kisten für die ganze Reihenhaus-Siedlung eingekauft werden.

Honda CR-V Rücken

Honda Cr-V Kofferraum Schlund

SUV – Mit ohne Offroad-Wunsch?

Bleiben wir ehrlich:  Wer fährt denn mit dem SUV wirklich über Stock & Stein? Kein Schwein. Genau. Am Ende parken wir damit in Tiefgaragen an Flughäfen und Einkaufs-Centern. Fahren mit den Kindern ins Schwimmbad und die Frau freut sich über die hohe Sitzposition. Der Allradantrieb beruhigt die Gemüter wenn es draußen anfängt zu schneiden und wir den Kofferraum mit Schlitten und Winter-Boots befüllen wollen. Der SUV verspricht Sorgenfreiheit auf allen Wegen, auch wenn wir uns im Alltag nur allzu oft auf den festgefahrenen Pfaden der Zivilisation wiederfinden. Der SUV ist einfach praktisch – wenn da nicht die Nachteile wären: Parkplatznot und Kraftstoffverbrauch.

Wie schlägt sich der Honda CR-V in diesen Disziplinen?

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Vorstellung des CR-V 

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