Kurz gefahren: Hyundai i30 Turbo

Kurz gefahren: Hyundai i30 Turbo

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Der Hyundai i30 Turbo im Fahrbericht

In Rüsselsheim konstruiert, in Rüsselsheim entwickelt und in Tschechien gefertigt, der Hyundai i30 ist auch nach dem Facelift ein Koreaner, der europäischer ist als mancher europäische Mitbewerber. Das Hyundai-Design lebt von der gekonnten Feder des Ex-VW-Designers Peter Schreyer und mit jeder Generation werden die Hyundai-Modelle gefälliger. Beim i30 tat sich mit der jüngsten Entwicklung vor allem etwas unter dem Blech.

Keine GTI-Alternative

Der Kühlergrill wurde feiner geschliffen, das Design ist nun noch ein wenig fließender. Die Kühlergrillform bezeichnet die Hyundai-Pressemappe als „hexagonal“, ich sehe einen fernen Anklang an die früheren Werke von Peter Schreyer. Nun, das sollte dem Hyundai i30 jedoch nicht schaden. Schöne Autos hat der Designer mehr als einmal zu Papier gebracht.

Viel wichtiger ist jedoch, was sich unter dem Blech getan hat. Als Top-Motor kam ein 186 PS starker Benzindirekteinspritzer-Turbo hinzu. Die Turbo-Version, wie auf den Fotos zu sehen, bekommt ein Sportfahrwerk, doppelte Auspuffrohre, feiste 18-Zoll Leichtmetallräder und einiges an roter Kosmetik. Hier ziehen sich die Schminkspuren durch das ganze Fahrzeug.

Von der Nordschleife nach Unterfranken

Während die Renn-Variante des i30 Turbo noch vor kurzem beim 24h-Rennen am Nürburgring mit einem Klassensieg für einen Einstand nach Maß sorgen konnte, sind wir das neue i30 Turbo-Modell in Unterfranken durch die Weinberge und entlang am Main gefahren. Dabei wirkte vor allem die Abstimmung des Fahrwerks extrem gelungen. Straff, aber nicht zu hart. Gut gedämpft, aber nicht zu ruppig. Dazu passt dann auch die steife Auslegung der Servolenkung.

Hyundai i30 turbo 01 fahrbericht

Solide, wacker, schnittig

Trotz der 186 PS will Hyundai den i30 Turbo nicht als GTI-Gegner verstanden wissen. Er ist eher der fitte Langstrecken-Sprinter, der GT und nicht der Kurzstrecken-Sprinter mit höchsten Ambitionen. Und dieses Selbstverständnis passt zum fünftürigen i30 Turbo.

Mit dem manuellen 6-Gang Getriebe kommt sogar so etwas wie Schaltfreude auf. Trocken, knackig und mit guten Anschlüssen fördert es eine eher niedertourige Gangart. Ob der i30 Turbo in der Serie vom Erfolg auf der Nordschleife profitieren kann? Eher nicht, wohl aber von den rund 40.000 km, die man mit dem Fahrzeug in der Entwicklung über die Nürburgring-Nordschleife gefahren ist.

In den Weinbergen rund um Würzburg gefällt auf jeden Fall die Handlichkeit des i30 und die 265 Nm des 1.6 Liter Turbo-Benziners ermöglichen eine souveräne Gangart.

Bei der Verarbeitung zeigen die Koreaner dann auch, was die Entwicklung in Deutschland bewirkt. Es knistert nichts, es rappelt nix. Der Hyundai i30 wirkt gut verarbeitet und vermittelt das Gefühl eines erwachsenen und soliden Kompaktwagens. Dazu passt auch das angepasste Geräuschniveau im Innenraum. Eben Premium für alle.

Fazit:

Auch wenn der Kunde vorerst auf LED-Scheinwerfer beim i30 im Allgemeinen und auf ein Doppelkupplungsgetriebe beim i30 Turbo im Speziellen verzichten muss, der 1.4 Tonnen schwere Kompaktwagen macht dennoch Spaß. Die Leistung des Turbotriebwerkes ist klassenüblich und der Durst überschaubar (Norm 7.3l/100km). Rote Ziernähte machen noch keinen GTI-Gegner, aber das wollte man bei Hyundai ja auch gar nicht.

Und so ist der neue i30 Turbo, was er sein darf: Ein guter Kompakter mit genug Leistung und Komfort, auch für lange Touren.

Leistung: Preis:
186 PS ab 23.850 €

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Ein Kommentar

  1. News: Hyundai i20 – Eine glatte Sechs | Mein Auto BlogMein Auto Blog
    31. Mai 2015 zu 17:13 Antworten

    […] hätte noch vor einigen Jahren kaum was erwarten lassen. Doch die Zeiten haben sich geändert: Der Hyundai i20 überrascht in vielerlei Hinsicht und hält sich insbesondere beim Verbrauch angenehm […]