Jaguar Land Rover startet Elektrifizierung – Sauber durch Strom

Jaguar Land Rover startet Elektrifizierung – Sauber durch Strom

Das Elektro-SUV I-Pace ist nur der Anfang. Bis 2020 soll in der Hälfte der Baureihen von Jaguar Land Rover ein batteriebetriebener Motor zumindest einen Teil der Antriebsarbeit übernehmen. Das soll den Briten auch beim Erreichen ihrer CO2-Ziele helfen.

Premiere feiert der jüngst auf der Auto Show in Los Angeles als Studie vorgestellte Jaguar I-Pace bereits 2017. Auf den Markt kommen soll der emissionsfrei fahrende Allrader allerdings erst Ende 2018, dann zu Preisen zwischen 70.000 und 80.000 Euro. Das in den USA präsentierte Concept Car ist optisch und technisch bereits nicht mehr weit entfernt vom Serienauto; der Hersteller spricht von 95 Prozent Seriennähe. Verzichten werden man nur auf Details wie etwa die 23-Zoll-Räder oder die leicht futuristischen Sitze, erläutert Jaguar Land Rover-Deutschlandchef Peter Modelhart.

An der Technik dürfte sich demnach nicht mehr viel ändern. Für Vortrieb sorgen zwei Elektromotoren mit 400 PS Leistung und 700 Nm Drehmoment – von der ersten Umdrehung an. Die mit 90 kWh recht große Traktionsbatterie soll Reichweiten bis 500 Kilometer ermöglichen. Durchaus schon alltagstauglich, wobei Jaguar die Rolle des Elektro-SUV eher als Zweit- bis Viertwagen solventer Kunden sieht. Für Modelhart ist der I-Pace trotzdem mehr als ein Imageprojekt für die Sammlergarage: „Es wird ein Auto für jeden Tag.“

Wie Jaguar das erste Elektromobil des Konzerns vertreiben will, ist noch unklar. Andere Hersteller etwa haben ihre E-Flaggschiffe zu Beginn nur bei ausgewählten Händlern angeboten. Keine Sonder-Vertriebswege wird man hingegen bei den ebenfalls angekündigten Plug-in-Hybridmodellen der beiden Marken gehen. Welche Fahrzeuge genau elektrifiziert werden, ist jedoch noch nicht bekannt. Ebenso wenig ist klar, ob neben Jaguar auch die Schwestermarke Land Rover ein E-Auto erhält. Für die Einführung bei der Limousinen- und Sportwagenmarke habe man sich aus zwei Gründen entschieden, so Modelhart. Zum einen aufgrund des generell niedrigeren Fahrzeuggewichts bei Jaguar, zum anderen wegen des passenderen Images bei der als innovativ und sportlich positionierten Marke.

Wahrscheinlich jedoch dürfte es sich auch um Volumenbaureihen wie Jaguar XE und Range Rover Evoque handeln. Die Spritspartechnik soll dem Hersteller helfen, künftige CO2-Grenzwerte zu erreichen. Bis 2020 will und muss Jaguar Land Rover die Emissionen seiner verkauften Fahrzeuge um rund 25 Prozent auf dann 132 Gramm pro Kilometer senken.
(Holger Holzer/SP-X)