News: Jaguar F-Type Project 7 – In siegreicher Tradition

News: Jaguar F-Type Project 7 – In siegreicher Tradition

Sieben Mal hat Jaguar das prestigereiche Rennen in Le Mans gewonnen. Ganz im Geiste dieser Erfolge fahren die Briten nun den F-Type Project 7 vor: Eine radikale Fahrmaschine mit 575 PS. 155.000 Euro kostet der offene Zweisitzer – allerdings sind alle 250 Modelle bereits vor Markteinführung ausverkauft.

Optisch nimmt der Project 7 Anleihen am legendären Le-Mans-Rennwagen D-Type, der in den 50er Jahren allein drei Mal siegte. Die Windschutzscheibe wurde gegenüber dem Standard-F-Type um fast zwölf Zentimeter gekürzt, die Seitenscheiben beschnitten und hinter dem Fahrersitz geht die Kopfstütze über in eine haifischflossenartige Hutze, die bis an den ausladenden Heckspoiler reicht. Statt eines elektrischen Verdecks gibt es ein kleines Stoffmützchen, das aber nur bis gut 190 km/h zugelassen ist. Und die knackt der Project 7 locker: Tempo 300 gibt Jaguar als elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit an; von 0 auf 100 km/h sprintet der Roadster in 3,9 Sekunden.

Auch Details unterstreichen den hehren Anspruch

Auch Details unterstreichen den hehren Anspruch

Dazu kommt ein neues Fahrwerk. Die Federn vorne wurden um achtzig Prozent gestrafft, die Lenksäule erheblich steifer ausgelegt und der negative Sturz der Vorderräder auf 1,5 Grad verdreifacht. Gleichzeitig haben die Techniker die Spreizung der adaptiven Dämpfer angepasst; sie gleichen auf Tastendruck die Verhärtungsmaßnahmen wieder aus und sorgen trotz aller Sportlichkeit für erstaunlich viel Komfort.

Trotzdem: Dynamik liegt dem Sportler mehr als langsames Gleiten. Mit jeder Biegung wagen wir uns näher an den Grenzbereich heran, und der scheint jedes Mal ein Stückchen weiter zurück zu weichen. Während sich der um 45 Kilogramm gegenüber dem F-Type R Cabrio erleichterte Sportler leichtfüßig und mit Verve in die Kurve wirft, krallen sich die Räder im Asphalt fest und lassen den Briten keinen Millimeter von der Ideallinie abweichen. Der auf 421 kW/575 PS gesteigerte Fünfliter-V8-Kompressor hat auch klanglich noch einmal zugelegt, je nach Fahrsituation schnurrt er kernig oder faucht knatternd.

Ein elektrisches Verdeck sucht man vergebens

Ein elektrisches Verdeck sucht man vergebens

Das Fahrvergnügen hat allerdings seinen Preis: Wie schon bei den normalen F-Types fasst der Tank nur 70 Liter. Die reichen bei einem versprochenen Normverbrauch von 10,9 Liter zwar für gut 640 Kilometer. In der Praxis wird man dem Tankwart aber deutlich früher einen Besuch abstatten.

Autor: Michael Gebhardt/SP-X

Ein Kommentar

  1. News: Jaguar XF – Reif von der Insel › Mein Auto Blog
    21. August 2015 zu 10:25 Antworten

    […] durch Technik? Was die bei Audi können, können wir schonlange, sagte man sich bei Jaguar. Die Briten erteilen den Ingolstädter Autobauern sogar eine Lehrstunde zum Thema Leichtbau. Die […]