News: Mazda2 – Klein aber erwachsen

News: Mazda2 – Klein aber erwachsen

Dank vieler neuer Modelle schwimmt Mazda derzeit auf einer Welle des Erfolgs. Seit einem knappen halben Jahr verstärkt zum Beispiel der Mazda2 die Flotte der Japaner, ein ansprechend aussehender Kleinwagen, der gegen Polo, Corsa und Co. antritt und sich dabei durchaus gute Chancen ausrechnet. Die von uns zum Test georderte mittlere Benzinermotorisierung (66 kW/90 PS) könnte in Deutschland die beliebteste Wahl werden.

Auch in der Kleinwagen-Klasse spielt die Optik mittlerweile eine wichtige Rolle, wie Wettbewerber á la Skoda Fabia oder Kia Rio beweisen. Aber beim Design kann der Mazda2 schon mal locker mithalten, mehr noch er wirkt mit seiner sportlichen Karosserie ausgesprochen ansprechend. Die Räder stehen nah an den Ecken der Karosserie, oder anders gesagt: Die häufig zitierten und als wenig dynamisch geltenden Karosserieüberhänge fallen kurz aus. Zudem rückte im Vergleich zum Vorgänger die Vorderachse um 8 Zentimeter nach vorne, die A-Säule wurde um ebenfalls 8 Zentimeter zurückversetzt. Das sieht zusammen mit dem leicht abfallenden Dach, der schönen Lichtsignatur und den sich über die gesamte Fahrzeugseite ziehenden Charakterlinien alles richtig gut aus.

Der 90-PS-Motor ist kein Gigant, aber ein sehr solides, leichtfüßig hochdrehendes Triebwerk, das ohne Turbounterstützung auskommt

Der 90-PS-Motor ist kein Gigant, aber ein sehr solides, leichtfüßig hochdrehendes Triebwerk, das ohne Turbounterstützung auskommt

Da der Mazda2 immer mit vier Türen ausgeliefert wird, gibt es beim Einsteigen keine Probleme, auf die Köpfe hinten einsteigender Passagiere hat die abfallende Dachlinie kaum Auswirkung. Und wenn vorne nicht gerade Menschen von über 1,90 Metern Länge den Sitz verstellt haben, können im Fond zwei Erwachsene durchaus eine längere Strecke kommod überstehen.

Am etwas verspielt wirkenden Innenraum merkt man ebenfalls, wie sehr Mazda mittlerweile an Detail feilt: Lüftungsdüsen, die auf den ersten Blick wie von Mercedes gestaltet aussehen, und in der von uns gefahrenen zweihöchsten (von vier) Ausstattungsstufen (Exklusive) wirkt auch der Kunststoff weich und gut verarbeitet. Leider ist der Beifahrersitz mal wieder nicht höhenverstellbar, was dem darauf thronenden Mitfahrer nicht gefallen wird. Ebenfalls nicht überzeugend gelöst ist der Zugang zum Kofferraum. Wer Gepäck in das mit 285 Litern klassenüblich große Gepäckabteil laden will, muss es zunächst über eine große Stufe wuchten. Das ist der Preis des schön gestalteten Hecks.

Pluspunkte sammelt Mazda wieder beim Antrieb. Der 90-PS-Motor ist kein Gigant, aber ein sehr solides, leichtfüßig hochdrehendes Triebwerk, das ohne Turbounterstützung auskommt. Unser Testverbrauch von 5,6 Litern – 1,1 Liter mehr als die Norm – war sogar eine positive Überraschung. Denn wir haben den kleinen Japaner durchaus flott bewegt und sind gewohnt, diese Art Fortbewegung gerade bei Motoren der 1,5-Liter-Klasse mit deutlicherem Mehrverbrauch bezahlen zu müssen. Nur bei der knackigen Schaltung hätten wir uns einen Gang mehr, nämlich sechs Stück, gewünscht. Dafür haben die Ingenieure dem Mazda ein wirklich fein abgestimmtes Fahrwerk mit auf den Weg gegeben, das ihm seine Agilität lässt und gleichzeitig die Passagiere nicht über Gebühr unter schlechten Straßen leiden lässt.

Am etwas verspielt wirkenden Innenraum merkt man ebenfalls, wie sehr Mazda mittlerweile an Detail feilt

Am etwas verspielt wirkenden Innenraum merkt man ebenfalls, wie sehr Mazda mittlerweile an Detail feilt

Auch an solchen Dingen merkt man, dass der Mazda2 ein hochwertiges Fahrzeug ist. Und damit ist er (leider) auch nicht billig. In der von uns gefahrenen Version kommt er auf 16.290 Euro. Diese sogenannte Exklusive-Line umfasst unter anderem Klimaanlage, Start-Stopp-System, 7-Zoll-Farbbildschirm, elektrische Fensterheber vorn und hinten, ein vertikal und axial einstellbares Lenkrad, höhenverstellbarere Fahrersitz, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und einen Spurhalteassistent. Mit den eingebauten Sonderausstattungen wie Navigation (600 Euro), LED-Hauptscheinwerfer (650 Euro), Metallic-Lack (490 Euro) und anderen Extras summierte sich der Preis des Testwagens aber schon auf stolze 18.680 Euro. Der Mazda2 ist eben in jeder Beziehung ein richtig erwachsenes Auto.

Autor: Peter Eck/SP-X

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Ein Kommentar

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    9. August 2015 zu 14:02 Antworten

    […] der IAA in Frankfurt (17. bis 27. September) testet Mazda mit einer SUV-Studie die Kundenresonanz: Das Koeru genannte Konzeptauto hat die typische Front mit […]