10 Antworten zum Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid

10 Antworten zum Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid

Immer wieder erreichen uns eMails mit Fragen zu unserem Dauertestfahrzeug. Viele der Fragen beziehen sich explizit auf den Bereich PHEV. Also die Plug-In Hybrid Technik des Mitsubishi Outlanders. Unser Dauertestfahrzeug war der erste SUV mit dieser Technik, das Interesse daher auch sehr groß. Wir haben für Euch mal die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst. 

1. ) Was bedeutet eigentlich Rekuperation?

Die Wikipedia erklärt: „In der Technik wird der Ausdruck Rekuperation für technische Verfahren zur Energierückgewinnung verwendet.“ [Wikipedia]

Für den Alltag mit dem Outlander PHEV bedeutet das: Anstatt Energie sinnlos in Wärme zu verwendeln, das ist nämlich genau das, was beim bremsen passiert. Nutzt man die Elektromotoren des Outlander PHEV als Generatoren. Ähnlich einem Fahrraddynamo. Anstatt die Bremsen zu belasten, gewinnen wir überschüssige Bewegungsenergie zurück.

Der Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid verfügt über 5 unterschiedlich starke Rekuperationsstufen.

2.) Bis zu 52 Kilometer elektrisch? Wovon hängt das ab?

Wer stark beschleunigt oder allgemein eher der „hektische“ Autofahrer ist, wird Probleme haben, die elektrische Leistung der Batterie über die gut 50 Kilometer zu nutzen. Hohe Geschwindigkeiten sind natürlich auch Leistungsfresser. Die Heizung zieht zudem bis zu 5 kW elektrische Leistung. Die elektrischen Verbraucher wie Licht, Wischer und Klimaanlage werden zuerst einmal über das 12V-Bordnetz gespeist. Dieses wiederum wird über einen Spannungswandler von der Fahrbatterie gespeist. So sinkt bei schlechten Wetter die e-Reichweite nicht nur über die widrigen Fahrbedingungen, sondern auch wenn Licht, Wischer und Heizung aktiv sind.

3.) Wie lädt man die Batterie des Outlanders wieder auf?

Der Vorteil des Mitsubishi Outlander PHEV ist: Die Batterie kann an jeder handelsüblichen Steckdose aufgeladen werden. Ob Zuhause, auf der Arbeit, im Hotel oder unterwegs. Fast überall gibt es Möglichkeiten. Wer nicht über die 230 Volt Steckdose laden möchte, kann an ChaDeMo-Säulen binnen 30 Minuten 80% der Akkuleistung wieder aufladen.

4.) Wie lange dauert das aufladen des Mitsubishi Outlander PHEV?

Ist die Fahrbatterie komplett leer, dauert die Akkuladung in etwa 5 Stunden bei 230 V/10A oder 4 Stunden bei 230 V/16A. Beim CHAdeMO Standard dauert der Ladevorgang rund 30-40 Minuten.

5.) Wann muss die Fahr-Batterie erneuert werden?

In 10 Jahren verliert die Batterie vermutlich rund 30% der Leistungsfähigkeit. Ein Teil des Alterungsprozess wird allerdings durch die Batterie selbst aufgefangen. Mitsubishi selbst gibt eine Garantie von 8 Jahren bzw. bis zu 160.000 km auf die Fahrbatterie.

Statt Nickel-Metallhybrid-Akkus verwendet Mitsubishi moderne Lithium-Ionen-Technologie. Diese sind positiv im Bezug auf Haltbarkeit, Lademöglichkeiten und Leistungsfähigkeit. Das die Kapazität bei Batterien leicht abnimmt, ist normal.

6.) Was kostet eine Ladestation (Wall-Box) für den Mitsubishi Outlander PHEV?

Obwohl eine normale 230 Volt-Schukosteckdose ausreicht, kann die Anschaffung einer Wallbox sinnvoll sein. Wer sich gleich für eine Typ2-Wallbox entscheidet und diese höher auslegt als notwendig. Also über die 3.7 kW Ladestrom des Outlander PHEV hinausgeht, verkürzt zwar nicht die Ladezeit des eigenen Autos. Kann diese aber entweder der Öffentlichkeit mit zugänglich machen (falls gewünscht können wir hier ein solches Szenario mal beschreiben) – oder er sorgt für die weitere Elektrifizierung vor. Wer weiß denn schon, ob man nicht bald auch ein E-Auto fahren will. Oder eventuell fahren ja Freunde bald ein E-Auto.

Wie empfehlen die mobile Wall-Box von car-go-electric. Eine solche 22 kW Box haben wir derzeit im Test und sind vollends vom Komfortgewinn und dem Nutzen (jederzeit unterwegs laden) überzeugt.

7.) Wie viel Benzin verbraucht er denn in der Realität?

Es ist die ständig und immer wieder gestellte Frage. Und im Prinzip kann man nur antworten, wie auch Radio Eriwan antworten würde: Es kommt darauf an.

Im Dauertest, genutzt primär als Familien-SUV, kommen wir unter die 1.0 Liter Marke. Je mehr der Outlander PHEV zum Dienstwagen wird, je öfter er lange Etappen über die Autobahn überbrücken muss, desto höher steigt der Verbrauch an. Wer den Outlander PHEV nicht nutzt, wie er gedacht ist: Maximale Ladezyklen zu erreichen. Der wird sich auf 8-9 Liter im Alltag einstellen. Für einen Benzin-SUV noch immer gut. Aber …

8.) Kann ich das Fahrzeug per Handy steuern und überwachen?

Ich bin geneigt zu sagen: Nein. Denn die Remote-App für das Smartphone benötigt eine direkte WLAN-Verbindung mit dem Fahrzeug. Mitsubishi hat dem Outlander PHEV leider keine Internetfunktionalität mitgegeben. Da die App und auch die Verbindung per WLAN eher eine rudimentäre Lösung ist, sollte man mit „Nein“ – oder „leider Nein“ antworten.

9.) Ist das 2016er Facelift-Modell besser als der Vorgänger?

Ja. Sowohl das Design hat gewonnen. Wir mögen die neue Front sehr. Als auch die Verarbeitung, die Geräuschdämmung und auch die Fahrwerksabstimmung sind überarbeitet worden. Zudem wurde die Haptik im Cockpit aufgewertet. Also? Ja!

10.) Bleibt das Fahrzeug stehen, wenn die Batterie leer ist?

Nein, der Verbrennungsmotor schaltet sich automatisch zu und dann wird der Motor mit Benzin angetrieben. So fährt sich das Auto dann wie ein ganz normales Fahrzeug. Der Umstieg auf den PHEV ist kinderleicht.

 

 

 

 

 

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6 Kommentare

  1. H.J.Meier
    14. September 2016 zu 18:14 Antworten

    Hallo,
    kann man mit dem Outlander Hybrid bei defekter Fahrbatterie,die
    einen Ausfall des elektrischen Antriebes bewirkt,noch mit dem benzinbetriebenen Motor weiterfahren?

    • Bjoern
      Bjoern
      14. September 2016 zu 19:47 Antworten

      Hallo Hr. Meier,

      spannende Frage. Theoretisch ja, da die Spannungsversorgung über den Generator am Benzinmotor sichergestellt wird. Vermutlich kommt es auf die Art des Defekts an. Da Mitsubishi 8 Jahre auf die Fahrbatterie gibt, ist man sich da wohl sehr sicher auf der sicheren Seite zu sein.

  2. 48-Volt-Hybrid von Delphi – Günstig elektrifiziert › Mein Auto Blog
    14. April 2016 zu 12:06 Antworten

    […] Delphi setzt auf 48-Volt-Hybride: In London präsentierte das Unternehmen ein elektrifiziertes Dieselfahrzeug. Nach eigener Aussage […]

  3. Gerald
    31. März 2016 zu 10:25 Antworten

    1) zur Rekuperation: ich schrieb es bereits, Passhöhe mit 2300m, Akku Minimum – Abfahrt auf 1000m -Akku > 50%, im Winter!

    3) zum Laden: Vergessen vom Anworter? Das Auto kann „sich selbst aufladen“ über den Ladeknopf.

    6) Für den Hausgebrauch finde ich eine spezielle Ladestation(wall box) nicht lohnend. Die Ladezeit ist ja mit 1,5 h weniger nicht wirklich kürzer, da das meißt über Nacht erfolgt. Für öffentliche ladesäulen sind solche Stationen schon sinnvoll.
    PS: Meine Erfahrung mit dem Outlander ist, das ich mit der „Schwachstromladung“, 230 V, 10 A das beste Reichweitenegebnis bekomme. wahrscheinlich ereicht die Batterie an öffenlichen Säulen mit 16 A auch nicht ganz 100% Ich fahre regelmäßig zwei veschiedene Ladestellen mit 16 A an. Bei Schnelladung 70- 80 % Das ist
    verstänlich.

    10) Was passiert, wenn das Benzin alle ist. Normalerweise hat der Akku ja selten unter 20%, Das sollte noch für einige km rein elektisch reichen bis zur nächsten Tankstelle oder Steckdose. Erfolgt dann eine Sicherheitsabschaltung bzgl. Tiefentladung bis das Fahrzeug stehen bleibt.

  4. Benjamin
    28. März 2016 zu 11:09 Antworten

    Hallo, stimmt es, dass bei tiefen Temperaturen ein Elektrobetrieb (-fahren) nicht möglich ist? Danke

    • Bjoern
      Bjoern
      28. März 2016 zu 11:27 Antworten

      Das ist so nicht richtig. Wenn man die Heizung deaktiviert, dann fährt man auch bei Minusgraden elektrisch. Da es aber keinen Sinn macht, das Auto über die 12 kWh-Batterie gespeist, mit rund 5kWh zu heizen, springt der Motor an, wenn man die Heizung anschaltet. Das macht durchaus Sinn. Ist ja auch ein PHEV und kein E-Auto.