5 wichtige Antworten zum Mitsubishi Outlander PHEV

5 wichtige Antworten zum Mitsubishi Outlander PHEV

Mit dem Dauertest zum Mitsubishi Outlander PHEV haben wir auch auf mein-auto-blog.de Neuland betreten. Zum ersten Mal fahren wir ein neues Fahrzeug nicht für wenige Stunden oder Tage, sondern nutzen es wie der klassische Autokäufer auch. Im Alltag. Das ergibt neue Einsichten und eine Menge Erfahrungen. Und von Ihnen als Leser erhalten wir wöchentlich neue Fragen per eMail zugeschickt. In dieser Woche wollen wir noch einmal auf fünf Fragen eingehen, die wiederholt gestellt werden.

Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten zum Mitsubishi Outlander PHEV

  1. Wie weit kommt er elektrisch und wie viel Benzin braucht er wirklich?
  2. Rekuperieren oder ausrollen lassen?
  3. Was spare ich mit dem Kauf des Outlander PHEVs?
  4. Bleibe ich mit einer leeren Batterie liegen?
  5. Ich habe kein Haus, wo soll ich die Batterie laden?

1: Wie weit kommt man elektrisch? Wie viel Benzin benötigt der Mitsubishi Outlander PHEV im Alltag?

Es ist die immer wiederkehrende Frage und es vergeht keine Woche, in der wir nicht gefragt werden: „Hand aufs Herz: Was brauchen Sie denn nun wirklich an Benzin?“

Und unsere immer wieder gegebene Antwort lautet: Es kommt auf Sie und Ihre Disziplin an. Als Familien-SUV bestreitet der Outlander als PHEV bei uns einen Alltag, in dem wir aktuell die NEFZ-Normangaben unterschreiten (1.8l/100km). Aber man kann eben auch mit dem Faktor 5 darüber liegen. Daher noch einmal sehr deutlich: Einen PHEV sollte man sich nur dann kaufen, wenn das eigene Anforderungsprofil an ein Auto, an die gefahrenen Strecken und die Möglichkeiten zum Aufladen des Fahrzeuges zu den Fähigkeiten des PHEV passen. Eine eigene Ladesäule, oder die Möglichkeit, wenigstens einmal am Tag vollständig laden zu können, sehe ich als „Muss“, als Basis der Kaufentscheidung.

2: Rekuperieren, oder ausrollen lassen? Wie steigert man die Effizienz?

Per Schaltpaddels lässt sich die Rekuperations-Leistung der beiden E-Motoren variieren. Von 5, was einer ordentlichen Verzögerung entspricht, bis hin zur 0 – was dem „Segeln“ entspricht, ist alles von Hand umschaltbar. Im D-Modus entscheidet die Ladelogik des Outlanders selbst und rekuperiert unterschiedlich stark.

Bei einer Verbrauchsmessung im Spessart hat sich gezeigt, wo man nicht bremsen würde, sollte man auch nicht rekuperieren. Vermutlich ist dies der einfache Grundsatz. Wo man das Fahrzeug rollen lassen würde, da sollte man die Rekuperation vermeiden. Und erst wenn es notwendig wird, das Fahrzeug zu verlangsamen, kann man per Paddels die Rekuperations-Leistung variieren. Dabei lässt sich mit ein wenig Übung die Nutzung des Bremspedals fast vollständig vermeiden.

3: Was spart man mit dem Kauf des Mitsubishi Outlander PHEV?

Eine Frage, die auf die Normverbrauchswerte abzielt. Zuerst einmal muss man sich setzen und ganz ehrlich zu sich selbst sein. Einen PHEV kauft man sich nicht primär zum Sparen. Ja, man spart Sprit und auch KFZ-Steuer. Aber, wer den Strom nicht selbst (PV-Anlage) produziert, der kauft eben Strom anstelle von Benzin ein. Und zudem ist der PHEV Outlander in der Anschaffung rund 6.000 € teurer als ein vergleichbarer Outlander mit 2.2 Liter Dieselmotor und Automatikgetriebe. (Hier berechnet man derzeit noch den „Elektromobilitäts-Bonus mit bis zu 4.000 € mit ein). Und für 4.000 € Aufpreis lassen sich dann – derzeit – 4.000 Liter Diesel anschaffen …

Die richtige Antwort lautet: Man spart CO2 ein und man geht auf die richtige Reise. Es ist der Antrieb der Zukunft. Schon heute.

4: Bleibt man mit leeren Batterien liegen?

Nein. Genau das ist der Punkt, der den PHEV vom reinen E-Fahrzeug trennt. Unter dem Blech des Mitsubishi Outlander PHEV stecken drei Motoren, eine Batterie und ein Strom-Generator. Zwei der drei Motoren sind rein elektrisch und treiben je eine Achse an. Der dritte Motor ist ein Benzinmotor. So lange Benzin im Tank ist, bleibt man mit einem PHEV nicht liegen. Auch dann nicht, wenn die Batterie (Fahrbatterie 12.1 kWh) leer ist. Wobei eben genau das nicht passiert. Sobald der Stromspeicher zur Neige geht, lädt der Benzinmotor über einen Stromgenerator Energie nach. Klingt alles kompliziert. Ist im Alltag jedoch kinderleicht zu erleben!

5: Wo soll man laden? Stichwort: Mangelnde Infrastruktur in Deutschland.

Ja. Deutschland, das Land der Dichter und Denker. Und der Lenker. Und Erfinder des Automobils. Nur beim Umstieg auf die erneuerbaren Energien tun wir uns einfach unfassbar schwer. Stand heute ist meine ebenso klare wie einfache Empfehlung: Laden Sie zuhause. Können Sie nicht? Weil Sie in einem Mehrparteien-Haus wohnen, ohne Parkplatz, weil der Hausmeister ein unfähiger Blockwart ist – ganz egal, weswegen Sie zuhause nicht laden können – wenn Sie aber den Wandel in Richtung Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien wollen und fordern: Dann wählen Sie entsprechend. Machen Sie in der eigenen Kommunal-Verwaltung Druck. Schreiben Sie Ihre Meinung in eine Petition. Tun Sie etwas für den Wandel.

Denn, ganz ehrlich – steigen Sie in den Mitsubishi Outlander PHEV um – macht das nur Sinn, wenn Sie eine Steckdose im Alltag zur Verfügung haben. Sobald Sie diesen, den wichtigsten Ladepunkt haben – werden Sie „diesen PHEV“ fahren wollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Cornelia Plänitz
    22. April 2016 zu 14:02 Antworten

    Danke , Ihr habt mir, mit Euren Antworten , sehr geholfen. Der Mitsubishi Ourtlander Plug- In Hybrid , sehr tolles Auto ;-)

  2. RAINER DÖLLZ
    17. April 2016 zu 19:59 Antworten

    Praxisbeispiel: Ich fahre seit Dezember 2014 einen Outlander PHEV. Mein Büro ist in Wuppertal und ich wohne in Hürth bei Köln. Einfache Fahrstrecke: 75km. Allerdings habe ich ein Homeoffice und muss nur 2-3 mal in der Woche nach Wuppertal. Leider kann ich in Wuppertal nicht in der Firma Strom tanken, Großunternehmen und niemand zuständig :-(. Ich habe eine Tankkarte der Stadtwerke Wuppertal und tanke ab und zu bei den Stadtwerken. Die haben zum Glück eine Chademo Ladesäule. Aber ich muss da hin und zurück und so richtig lohnend ist das dann nicht. Also tanke ich in der Regel nur zu Hause an der normalen Steckdose. Ich bin 2015 12.370km gefahren, habe dafür 694,28 Liter E10 und 1076,93 KWh Strom (Ökostrom 0,27€/kwh) getankt. Benzin habe ich also im Schnitt 5,63 Liter verbraucht und im Schnitt 9,61€/100km (Benzin & Strom) gezahlt. Die weiteste Strecke mit einer Tankfüllung waren 815km (4,4 l/100), die kürzeste 429km (7,28 l/100km). Selbst bei langen Fahrten ohne Stromtanken hatte ich immer laut Anzeige ca. 33% Stromanteil dabei.

    • Bjoern
      Bjoern
      18. April 2016 zu 07:28 Antworten

      Hallo Rainer,

      vielen Dank für Dein Praxis-Beispiel.