Dauertest-Notizen: Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander 2016

Dauertest-Notizen: Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander 2016

Notizen aus dem Dauertest-Alltag mit dem Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

Wie sehr nervt der Stecker?

Null. Gar nicht. Es ist im Prinzip erstaunlich, wie schnell man sich daran gewöhnt. Wobei die Hauptnutzung des Fahrzeuges als „Familien-SUV“ auch dafür sorgt, dass man prinzipiell zu Hause in der eigenen Garage lädt. Wir haben hierfür eine 22 kW-fähige mobile Wallbox angeschafft. Die ist für den Plug-in Hybrid Outlander massiv überdimensioniert, verleiht aber Freiheiten, die man sonst nicht hätte. Die von „CAR-GO-ELECTRIC“ stammende Multicharger-Ladebox mit 22 kW und Typ-2 Dose hat sich als extrem praktisch herausgestellt. Bei uns hängt die mobile Wallbox in der Garage und der Stecker für den Outlander PHEV ist dort eingesteckt. Das Garagentor zumachen und zuvor das Auto an den Strom stecken? Mittlerweile ein Handgriff. Unser Outlander-Testwagen wird primär über die 3.7 kW-Option geladen, der ChaDeMo kommt kaum zum Einsatz. Das Fahrzeug an den Strom zu stöpseln ist so normal geworden, wie Türen zu verriegeln oder ähnliches.

Fazit: Nein, ein Auto per Stecker „tanken“ nervt nicht. Im Gegenteil, unsere 2-Jährige wunderte sich zuletzt, als ein anderes Testfahrzeug zum „Tanken“ an die Tankstelle musste. Die Zeiten ändern sich eben.

Was macht der aktuelle Verbrauch?

Aktuell liegen wir wieder deutlich unter der NEFZ-Angabe. Mit 1.44 Litern auf 100 km (ausgerechnet auf 2.600 km) können wir die Vorteile des Plug-in Hybriden im Alltag vollständig nutzen. Viele Fahrten laufen unterhalb der 40 km Grenze ab und sind rein elektrisch.

Was ist bislang kaputt gegangen?

Nichts. Es ist fast ein wenig frustrierend. Wir sind bald über 30.000 km mit unseren PHEVs gefahren und nichts ist kaputt gegangen. Gar nichts.

Was würden wir anders machen?

Wir würden dem Plug-in Hybrid Outlander einen „pure EV“ Mode verpassen. Es gibt Tage, da möchte man nicht auf das Gaspedal aufpassen und dennoch rein elektrisch fahren. Ein „Pure EV-Mode“ könnte da Abhilfe schaffen. Und wir würden dem Outlander 2x 230 Volt-Steckdosen im Innenraum gönnen. Da das Projekt mit der Bi-Direktionalen Powerbox bislang nicht richtig zum Laufen kommt, wären klassische Schuko-Steckerbuchsen ein Anfang. Denn mit der Power eines Akkus könnte sich ein Outlander Plug-in Hybrid auf dem Campingplatz als „mobiler“ Stromgenerator ganz gut machen. Apropos Camping: Wir sind den Test mit dem Anhänger noch schuldig. Der wird nachgeholt und kommt! Versprochen ist versprochen!

 

 

Der Alltag im Outlander Plug-In Hybrid

Ich freue mich darauf, auch in der Zukunft weitere Fragen beantworten zu dürfen. Wenn Sie ein Thema haben, dass noch nicht bearbeitet wurde, Sie aber interessiert, schreiben Sie mir!

5 Kommentare

  1. Alonzo
    8. Oktober 2016 zu 16:09 Antworten

    Fahre seit Okt. 2014 PHEV-Outlander, mit großer Zufriedenheit. Es nervt allerdings die Langsambedienbarkeit des Bord-PC und die Tatsache, daß LDW und Geräuschgenerator (nebenbei: sehr eklige Laute – gibt´s da keine Klingeltöne zum runterladen???!!!) bei jeder Fahrt extra ausgeschaltelt werden müssen. Habe Gelegenheit gehabt einen doppelt so teuren Volvo XC90 zu fahren: Alles viel entspannter! Und so angenehme Töne!
    Ich lade hauptsächlich in eigener Garage. 230V-Ausgang wäre schön. Und der Schalter für EV-pur… LG Alonzo

  2. Gerald
    29. September 2016 zu 20:27 Antworten

    Eine Wallbox für zu Hause halte ich für den Outi kaum notwendig. Ne
    normale Schukodose mit 10 A dauert zwar mit 5 1/2 zwar länger, aber dort
    wird ja gewöhnlich über Nacht geparkt und man sollte die längere
    Ladezeit haben. Sollte ich das Auto aus beruflichen Gründen schneller brauchen retten mich 3 1/2 h sicher auch nicht. Vielleicht unterwegs, wenn ich mich irgendwo mit CEE anstöpseln kann.
    Auf den „Pure EV-Mode“ bin ich auch gespannt. Normalerweise ist das jetzige rigide Akku-Managment auf optimale Lebensdauer ausgelegt.(In Japan sollen bereits echte 15 Jahre erreicht worden sein). D.h. solche Sachen wie mindestens 25% Kapazität als Tiefentladungsschutz und daß der Benziner beim heizen und scharfen Beschleunigen angeht sind „Lebenserhaltungsmaßnahmen“, da sich auch hohe Entladungsströme lebensalterverkürzend auswirken können. Aber vielleicht haben die sich in Fernost was einfallen lassen.

    • Bjoern
      Bjoern
      1. Oktober 2016 zu 07:57 Antworten

      Der „pure EV“ Mode wird nicht die Lebenszyklen der Batterie opfern, es geht rein um das adaptieren des Betriebszyklus auf „mehr“ rein elektrische Fahrten, aber nicht auf Kosten der Batterie-Haltbarkeit.

  3. Holger
    27. September 2016 zu 14:41 Antworten

    Na, wenn alles gut geht bekommt das Modelljahr 2017 des Outlander PHEV ja dann endlich sowohl die „pure-EV“-Taste (Quelle: http://www.mitsubishi-motors.ch/mitsubishi/news-events/news/mitsubishi-auf-der-paris-motorshow-2016/) als auch eine 220V-Steckdose im Kofferraum. Warten wir’s ab – ich hoffe Ende der Woche gibt’s die neueste Infos dazu dann auf der „Mondial de l’Automobile“ in Paris.

    • Bjoern
      Bjoern
      27. September 2016 zu 16:30 Antworten

      Das pfeifen die Spatzen aus den Messehallen, jawohl ;)