Der richtige Luftdruck für den Outlander PHEV

Der richtige Luftdruck für den Outlander PHEV

Luftdruck, eine ganz banale Geschichte. Und vermutlich genau deswegen kümmert sich vermutlich kaum jemand um seinen Luftdruck. Doch der richtige Luftdruck im Reifen ist eine Grundlage für drei Bereiche: Sicherheit, Komfort, Effizienz. Sich also wenigstens alle 14-Tage um den richtigen Luftdruck zu kümmern ist gar keine dumme Idee! Für unseren Dauertest-SUV habe ich mir die Mühe gemacht, unterschiedliche Luftdrücke zu „erfahren“. Denn je größer und aufwendiger ein Auto, desto spannender sind die Ergebnisse die man mit unterschiedlichen Luftdrücken erreicht. Wobei der Luftdruck innerhalb einer Achse immer gleich sein muss.

Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid – der richtige Luftdruck zählt!

Wer sich fragt, was der Luftdruck für eine Rolle spielt, für den gibt es jetzt erst einmal eine kurze Exkursion. Damit ein Reifen gleichmäßig auf der Straßenoberfläche abrollt, muss der Reifen mit dem richtigen Luftdruck arbeiten. Nur so liegt die vom Reifenhersteller optimierte Lauffläche vollständig auf der Straße auf und kann die notwendige Haftung übertragen. Ein falscher Luftdruck schadet zudem der Abnutzung des Reifens. Das auch die Stoßdämpfer eine Rolle für den Reifen und seine Lebensdauer spielen, wollen wir an dieser Stelle ignorieren und uns nur auf den Luftdruck konzentrieren. Der Reifenhersteller DUNLOP hat diese Grafik erstellt:

reifendruck

Der richtige Luftdruck ist wichtig, für Komfort, Sicherheit und Effizienz.

Was ist der richtige Luftdruck?

IMG_1400Grundsätzlich gibt ein Hersteller für sein Auto eine Luftdruck-Empfehlung. Diese Angaben findet man entweder im Bordbuch, oder in der Tankklappe. Der Mitsubishi Outlander PHEV hat zusätzlich eine Plakette mit den Druckangaben in bar und psi an der B-Säule auf der Fahrerseite, in Richtung Schweller. Man kann diese Plakette im Prinzip nicht übersehen, wenn man die Fahrertür öffnet.

Je nach Gewichtsverteilung des Fahrzeuges und Reifengrößen, werden die entsprechenden Reifen-Luftdrücke festgelegt. Der Outlander PHEV soll mit 2.4 bar rundherum gefahren werden. Im Prinzip entspricht diese Empfehlung dem Schaubild oben, ganz link. Aber bevor der Luftdruck zu gering, oder zu hoch ist, gibt es feine Zwischenschritte die einen Einfluss auf Komfort, oder Verbrauch haben können.

Grundsatz: Ein nach unten abweichender Luftdruck fährt sich komfortabler bis schwammig, ein nach oben abweichender Luftdruck senkt den Benzinverbrauch, mindert jedoch den Fahrkomfort. 

2.4 Bar empfiehlt man bei Mitsubishi für den Outlander PHEV, so lange man nicht schneller als 160 km/h fährt. Über 160 km/h empfiehlt man 2.6 bar. Da man den Outlander PHEV selten als Autobahn-Eilexpress nutzt, sind die 2.4 bar die sinnvolle Empfehlung für den Alltag. Aber es gibt zugleich eine Richtung vor.

Wichtig: Reifenluftdruck wird immer am kalten Reifen gemessen!

Der Outlander PHEV ab Modelljahr 2016 hat eine spürbar überarbeitete Dämpfung erhalten. Er rollt sensibler ab. Das ist eine gute Grundlage um den Luftdruck ein wenig anzuheben, ohne deswegen gleich ein hölzernes Fahrgefühl zu erhalten.

Eine Absenkung des Luftdruckes unter die 2.4 bar halte ich für wenig sinnvoll. Bei Versuchen mit 2.2 bar konnte kein wirklicher Komfortgewinn ermittelt werden. Dafür eine Lenkung die an Präzision verliert. 2.5 bar brachten keinen Komfortverlust – aber auch keine spürbare Änderung.

Sobald sich der Reifenluftdruck in Richtung „zu hoch“ entwickelt, sinkt der Rollwiderstand des Reifens. Das ist ein schmaler Pfad auf den man sich bewegt, denn gerade bei nicht optimalen Witterungsbedingungen will man die volle Haftung zwischen Reifen und Fahrbahn haben. Bei 2.6 bar haben – also dem Luftdruck den Mitsubishi für die „hohen Geschwindigkeit“ empfiehlt, war das Abrollverhalten der montierten Reifen noch immer gut. Denn auch das spielt beim „finden“ des richtigen Luftdruckes eine wichtige Rolle. Nicht jeder Reifen reagiert auf Veränderungen des Luftdruckes gleich, nicht jeder Reifen dämpft und rollt gleich ab.

Luftdruck-Empfehlung für den Outlander PHEV

Wir fahren den Outlander Plug-In Hybrid im Alltag (Sommerbereifung) mit 2.6 bar, rundherum. Der leicht gestiegene Luftdruck optimiert den Rollwiderstand, zugleich ist das Abrollverhalten und der Fahrkomfort noch nicht beeinträchtigt.

Bitte prüfen Sie alle 2 Wochen den Luftdruck an ihrem Auto und kontrollieren Sie einmal im Monat ihre Reifen auf Beschädigungen.

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Ein Kommentar

  1. Gerald Hamann
    14. Juni 2016 zu 13:58 Antworten

    Habt ihr eigentlich einen Unterschied im Verbrauch zum Luftdruck festgestellt ? niedrig – mehr, hoch – weniger Verbrauch ? Sollte theoretisch so sein.