Kann man ein e-bike am Plug-in Hybrid Outlander laden?

Kann man ein e-bike am Plug-in Hybrid Outlander laden?

„Man sollte mal wieder Fahrrad fahren“

Wie oft habe ich diesen Satz schon an einem Sonntag in der Früh ausgesprochen und am Ende saß ich dann doch wieder im Büro am Schreibtisch und habe gearbeitet. Ja, Fahrrad fahren. Wenn wir nicht auf einem Berg wohnen würden. Am Ende einer Radtour muss man dann nämlich noch einmal diesen blöden Berg hoch. Da hat man schon Frust, bevor man abfährt. Also – keine Fahrradtour. Obwohl, da gab es doch mittlerweile auch „Plug-in Hybrid“ Fahrräder. e-Bikes. Stromspeicher und elektrischer Pedalantrieb, der einen dann beim Treten unterstützen kann. Richtig. Eventuell wäre genau das die richtige Lösung, um „mal wieder Fahrrad zu fahren“. Völlig ungeplant kam dazu in dieser Woche eine Leserfrage herein:

„Kann man mit dem Outlander PHEV ein Elektro-Fahrrad laden?“

Die Antwort lautet, frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip: Ja. 

Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander verfügt für die DC-Gleichstromladung über den ChaDeMo-Anschluss und dort kann man nicht nur „Strom einfüllen“, sondern auch wieder entnehmen. Ein Ladevorgang des e-Bikes ist – grundsätzlich – also erst einmal möglich. Wenn, ja wenn das e-Bike denn einen ChaDeMo-Anschluss hätte, was es jedoch nicht hat.

e-Bikes werden per AC-Anschluss und dem allseits bekannten Schuko-Stecker geladen. 

Man benötigt also erst einmal eine Wandler-Box. Und auch wenn wir bereits seit zwei Jahren darauf warten, so richtig frei auf dem Markt erhältlich ist diese Box noch immer nicht. Am Ende des Tunnels scheint sich jedoch Licht erkennen zu lassen. Das Unternehmen Combination hat die DinX-Powerbox vorgestellt und plante den Verkauf ab Juli 2016.

Laut den technischen Daten der Box wird man damit 2.7 kW Dauerleistung an 230 Volt abliefern. 2x 230 Volt Schuko-Stecker sollen die Kompatibilität zur Haushalts-Welt ermöglichen. Wenn man davon ausgeht, dass ein Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander rund 9 kWh an elektrischer Leistung zur Verfügung stellen kann, könnte man einen normalen Haushalt damit für rund 4 Tage mit Strom versorgen. Und ein e-Bike?

Gängige e-Bikes haben rund 14-16 Ah Akkus, einen 250 Watt Motor und laufen mit 36 Volt. Per Ladegeräte-Adapter – der gehört zu den e-Bikes – könnte man also locker mehrere Dutzend Ladungen des e-Bikes am Outlander PHEV vornehmen. Und genau das führt zu dem Beispiel, wofür sich diese Bi-Direktionale-Funktionalität nutzen lässt. Stellen Sie sich den typischen Camping-Urlaub vor: Der Outlander Plug-in Hybrid kann als „Strom-Aggregat“ funktionieren und neben den e-Bikes für den Tagesausflug lädt er am Abend den Camping-Kühlschrank. Im Prinzip setzt man den Ideen keine Grenzen.

Für mich persönlich steht fest: Ich werde mal wieder Fahrrad fahren, aber nur mit einem Plug-in Hybrid Fahrrad, oder wie andere sagen: Mit einem e-Bike!

5 Kommentare

  1. hans meier
    5. November 2016 zu 14:07 Antworten

    Hallo BJOERN+,

    aus aktuellem Anlass zu einem Bericht von
    Gernot Kramper,Stern-Redakteur im Autoressort (Unfall Akku-Explosion Tesla Model S ) möchte ich die „Gretchenfrage“ zu der Sicherheit der Antriebsbatterie des Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid [PHEV] bei einem Aufprallunfall stellen.
    Sind zu diesem Thema Werkstest veröffentlicht?

    • Bjoern
      Bjoern
      5. November 2016 zu 15:05 Antworten

      Euro NCAP 5 Sterne im Crashtest, reicht das?
      Nun – die Batterie im PHEV ist natürlich deutlich kleiner als im TESLA und damit auch im Fahrzeugboden leichter zu schützen, als bei TESLA. Mir sind weder Unfälle mit Außeneinwirkung, noch Fälle bei denen die Batterie an sich zu einem Schaden geführt hat, durch Explosionen o.ä., bekannt. Kannst du den Artikel mal verlinken? Danke.

  2. Andreas
    20. August 2016 zu 17:47 Antworten

    Das e-Bike am Auto laden – nun ja, schmunzel das wäre was. „lach“. Beim Thema e-Bike stehen mir jedoch seit einiger Zeit immer die Nackenhaare zu Berge. Für junge und fitte Menschen sind diese e-Bikes super keine Frage.

    Leider nutzen diese e-Bikes auch immer mehr ältere Menschen, die eigentlich nicht mehr fit genug für dieses Tempo sind. Erst vor ein paar Wochen kam mir ein älterer Mann auf dem e-Bike entgegen. Dieser wurde freundlich von einem Fußgänger gegrüßt. Alles soweit super, doch dieser ältere Mann auf seinem e-Bike verzog das Lenkrad um zu schauen wer da gerade gegrüßt hat. Er konnte sich noch so gerade Fangen, aber unterm Strich war es einfach glück das er auf seiner Fahrbahn geblieben ist und von hinten kein Auto gekommen ist.

    Beste Grüße
    Andreas

  3. gerald
    17. August 2016 zu 11:22 Antworten

    Praktisch ist das ja mit jedem Auto möglich. Die 12 V – Zigarrenanzündr – Dosen sind mit 120 W belastbar. Der Elektrofachhandel(z.B.Conrad) bietet ja Spannungswandler, Transwerter oder auch Wechselrichter genannt für ab ca. 25€ an. Meine Frau und ich wir haben Diamant – Räder mit Bionx-Motoren 250 W. Die Ladenetzteile brauchen ca. 90 W.
    P.S. Es gibt auch einen „normalen“ Passat mit 230 V – Steckdose.

  4. Harry Stüdemann
    14. August 2016 zu 16:06 Antworten

    Und es wird zukünftig noch einfacher, da der 2017er PHEV eine „normale“ Steckdose im Kofferraum haben wird – anstelle der 12V Steckdose – die bis zu 1500 Watt belastet werden kann.