Mitsubishi Outlander PHEV im Dauertest – Notizen November 2016

Mitsubishi Outlander PHEV im Dauertest – Notizen November 2016

Zuverlässigkeit steht beim Mitsubishi Outlander PHEV vorn ganz groß auf der Motorhaube. Leise bringt er die Fahrinsassen stets von A nach B und an der Tankstelle sorgt er auch immer für Gesprächsstoff. „Tankt der auch Strom?“ oder “ Ja und was braucht der an Benzin?“ kommen da als Frage. Durch den Dauertest kann man diese und andere Fragen dann auch ohne weiteres beantworten. Wo es zwickt und zwackt? Wir wissen es. Wie es im Winter so auf Schnee und Eis aussieht und bei den kalten Temperaturen? So eine Batterie leidet ja auch mal. Kein Problem. Unser Wissen um den PHEV ist fast grenzenlos. Besonders, wenn es um den Verbrauch geht und diese Frage ist doch noch immer die wichtigste.

Der Outlander Plug-In Hybrid funktioniert wunderbar als Familienkutsche. Groß genug ist er ja. Kinderwagen und Gepäck finden ihren Platz und nach der üblichen Ladung in der heimischen Garage geht es mittlerweile auch gerne mal auf Reisen. Nach Nürnberg zum Beispiel. Dank seines Benziners ist die Fahrstrecke nämlich völlig egal. Mehr als die alltäglichen 40 Kilometer? Kein Ding, sobald der Benzintank leer ist, kann der Hybrid an jeder Tankstelle befüllt werden. Doch mit Kind und Kegel an Bord sollte die Länge der Fahrstrecke doch eher überschaubar sein, so dass alle Insassen entspannt ans Ziel kommen. Vor allem die Nerven der Eltern ;) – 200 Kilometer sind da absolut ausreichend.

Wer den Akku leer gesaugt hat, der braucht keine Angst zu haben. Unmerklich schaltet der Plug-in Hybrid zwischen Akku- und Benzinantrieb um. Auf der Autobahn sind dank Tempomat und Abstandsradar auch brav die 120 km/h auf dem Tacho der Normalfall. Hier zeigte er sich immer wieder – und immer noch zu meiner Überraschung – von seiner sparsamen Seite. 6,5 Liter Verbrauch im Schnitt. Nicht schlecht, denn der Outlander Plug-In Hybrid wiegt alleine bereits knapp 1.9 Tonnen. Wenn man dann noch die Urlaubs-Beladung dazu rechnet. Dass hier 2.2 Tonnen durch die Lande fahren, man merkt es nicht an der Tanknadel. Dank des ausgeklügelten Antriebsstranges kann der Benziner ab Tempo 65 im maximal effizientestes Modus arbeiten und wann immer die Leistung des Benziners nicht benötigt wird, geht es auf leisen Sohlen weiter. Beim Verzögern wird die Schwung-Energie in die Batterien gespeist, um im Anschluss den Benzinmotor zu entlasten. So sind bei fast 250 Kilometern Fahrstrecke und einer Akku-Ladung von „NEFZ-Norm“ getreuen 52 Kilometer immerhin fast 50 % rein elektrische Fahrzeit möglich. Rein elektrische Fahrzeit beinhaltet auch die „Engine-OFF“ Zeit des Plug-in Hybriden. Denn er segelt vorzüglich und nutzt, wenn man vorausschauend fährt, seine kinetische Energie maximal aus.

Auf dem Rückweg musste der PHEV-SUV dann ein bisschen mehr schlucken. Da das Hotel keine Ladebuchse bot, mussten wir hier komplett auf Benzin umsteigen. Bei stetigem Tempo 140 oder 160 schoss der Verbrauch natürlich entsprechend in die Höhe. Trotz zusätzlicher Staus zeigte der Bordcomputer am Ende nur 8,6 Liter. Extrem effizient, oder? Wenn auch die genauen Verbrauchswerte sicherlich noch ein wenig nach oben korrigiert werden dürften.

Somit zeigt sich, dass der Outlander PHEV auch für den Urlaub ein perfekter Begleiter ist. Wenn man besonnen fährt und sich ein wenig Zeit gönnt, kann man den Verbrauch in Kombination mit einer Stromladung locker unter 8 Liter halten. Und das trotz des großen Raumangebotes und dessen Gewicht. Also, der nächste Urlaub kann auf jeden Fall kommen.

 

Wie läuft es bei Ihnen? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen.

 

Ein Kommentar

  1. gerald
    9. November 2016 zu 17:01 Antworten

    Ich bestätige die Erfahrungen von Björn mit einigen Ergänzungen:
    Auch die Langstreckenerfahrungen sind gut. Wir sind deutschlandweit und in den Nachbarländern unterwegs. Bei längerer Autobahn oder LS-Fahrt wird oft die Charge- oder Save-Funktion genutzt, um danach anschließend in Städten z.B. Berlin oder Hamburg rein elektrisch zu fahren. Der Verbrauch liegt dann zwischen 7,5 und 8,5 l, am Kabel geladene Elektroanteile herausgerechnet. Für Stromladungen werden Schnellladesäulen genutzt, wie es sie an einigen noch wenigen AB-Raststellen gibt. Jetzt in der kalten Jahreszeit ist die elektrische Standheizung, programmmierbar oder fernbedienbar vorteilhaft. Die elektrische Reichweite reduziert sich zwar, es kompensiert sich aber teilweise, da während der Fahrt weniger geheizt werden muß. Beachtlich ist auch die Rekuperation bei Talfahrten.