Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid: Mehr als 30.000 Kilometer

Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid: Mehr als 30.000 Kilometer

 

Bei den steigenden Benzinpreisen, den sinkenden Ölvorräten und dem Traum, alle CO2-Emissionen gen Null verschwinden zu lassen, muss man genau überlegen, was für einen fahrbaren Untersatz man sich zulegt. Da kann es eigentlich nur ein logischer Schritt zum Plug-In Hybriden sein. Doch wie verhält sich so ein umweltfreundlicheres Auto eigentlich im Alltag? Vermisst man da irgendwas, was ein moderner Diesel- oder Benzinmotor besser drauf hat? Und wie wirtschaftlich ist so ein halbes E-Auto eigentlich, auch hinsichtlich einer benötigten Steckdose und besonders als SUV?

Über 30.000 Kilometer im Plug-in Hybrid Outlander Dauertestwagen von Mitsubishi

Hier muss man wohl ein bisschen umdenken, doch das fällt in erster Hinsicht gar nicht so schwer. Sobald es um das ganz normale ‚Fahren’ geht, ist es sogar ganz einfach. Der Outlander Plug-In Hybrid macht den Umstieg in Richtung Zukunft ganz leicht. Einsteigen, Bremse drücken, Schalthebel auf D und los geht’s. Mit der jüngsten Outlander Generation hat Mitsubishi einen Meilenstein in der Plug-In Hybridtechnik geschaffen. Ein großer Schritt im Zeitwandel der Mobilität und Nachhaltigkeit. So wurde das Fahrzeug gleich so ausgelegt, dass es in das Gesamtkonzept des japanischen Herstellers passt. Diesel, Benziner oder Plug-In Hybrid? Das alles passt modular unter die gefällige SUV-Form eines Mitsubishi. Damit war Mitsubishi der erste Hersteller, der einen Plug-In Hybrid als SUV anbot. Hier musste der Kunde keinerlei Abstriche machen und bekam ein vollwertiges Fahrzeug in diesem Segment.

Der Outlander Plug-In Hybrid verfügt über einen Allradantrieb, kann Anhänger ziehen und ist in der Lage, vollkommen elektrisch bis auf ein Tempo von 120 km/h zu beschleunigen. Wer lieber ganz wie auf Wolken unterwegs ist, kann den geräuschlosen EV-Modus einschalten und fährt damit bis zu 52 Kilometer auf Samtpfoten. Den Antrieb übernehmen hierbei die beiden Elektromotoren. Einer an der Vorderachse und einer an der Hinterachse. Das Besondere am Outlander PHEV ist allerdings nicht seine überzeugende Elektroleistung, sondern die geniale Kombination des gesamten Technikpaketes weiß zu überzeugen.

Der Antriebsstrang des Outlanders verfügt über je einen 82 PS starken Elektromotor pro Achse. Zudem ein Strom-Generator und ein Benzinmotor unter der Motorhaube. Der Hybrid-Antrieb des Outlander kann sowohl seriell als auch parallel arbeiten. Den Benzinmotor nutzt man unter 65 km/h Stunde rein als Energieerzeuger. Er lädt die Akkus, die die E-Motoren antreiben. Ab 65 km/h arbeitet der Benzinmotor direkt als Antrieb für die Vorderachse mit. Dank des Einstufen-Getriebes schaltet sich der zwei Liter große Benzinmotor mit seinen 121 PS hinzu und treibt die Vorderachse des Outlanders mit an. Bis zu Tempo 170 schafft es der flotte Japaner und zeigt dabei ein geniales Zusammenspiel der verschiedenen Motoren.

Der Allradantrieb des Outlander wird als “Twin Motor 4WD” bezeichnet. Wenn auch zwischen der Vorderachse und der Hinterachse keine mechanische Verbindung vorhanden ist, sorgen die zwei Elektromotoren für einen intelligenten Allradantrieb und Fahrspaß pur. Mitsubishi hat dazu auch gleich die Steuerungslogik des Mitsubishi Lancer Evolution in den Outlander gepackt und sorgt so mit einer aktiven Kraft-Verteilung (Active Yaw) für eine besondere Fahrdynamik. Dabei spürt man die 1,9 Tonnen Leergewicht so gut wie gar nicht, denn die fast 400 Nm der Elektromotoren bringen ab der ersten Umdrehung ordentlich Dynamik in den SUV. Hierbei steuert man per Knopfdruck selbst, welche Kombination aus Benziner, Stromer und E-Motoren man möchte. Per Druck auf den Button “CHRG” steuert man zum Beispiel die Ladefunktion des Systems. Wirklich sinnvoll ist das Aufladen per „Benzinmotor“ natürlich nicht. Sinnvoller ist die Ladung per Stecker. Und auch wirtschaftlicher. Denn um die Akkus per Benzinmotor zu laden, sind rund drei Liter Benzin notwendig. Doch bei vollen Akkus stehen gute 40 Kilometer rein elektrische Reichweite zur Verfügung.

Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander, der meistverkaufte PHEV-SUV in Europa und der Welt!

Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander, der meistverkaufte PHEV-SUV in Europa und der Welt!

Bei seinen Fahrten bleibt der Plug-In Hybrid aber sonst ein klassischer Hybrid. Er nutzt wie alle anderen die Energie, die er bei den Bremsvorgängen zurückgewinnt, um notfalls per Elektroenergie lautlos dahin zu gleiten. Auch bei höheren Geschwindigkeiten funktioniert das tadellos. Hierbei kann man den Stromfluss und die Kraftverteilung via Grafik über ein Display beobachten. Erst über diese grafische Aufarbeitung wird einem das komplexe Zusammenspiel aus Benziner, E-Motoren, Generator und Akku bewusst. Mit den Schaltwippen hinter dem Lenkrad steuert man die Rekuperationsleistung des Outlanders.

Wie kräftig diese Funktion beim Bremsen unterstützt, lässt sich bei vielen Hybridfahrzeugen manuell einstellen. Der Outlander unterteilt die Wirkung der Rekuperationsleistung in 6-Stufen. Von 0 (keine Rekuperation) bis hoch zu 5. In Stufe 5 wird zum Beispiel kaum noch das Bremspedal benutzt. Wer in Stufe 5 vom Gas geht, spürt sehr deutlich, wie das Fahrzeug über die nun wie Dynamos arbeitenden E-Motoren gebremst wird. Dabei wird viel Bewegungsenergie zurück in die Batterien geführt. So leistet diese Rekuperationsstufe besonders bei Bergabfahrten oder im Hängerbetrieb wertvolle Arbeit.

Der Outlander schafft so kurze Strecken rein elektrisch ohne Probleme und auch auf den langen Strecken ist man dank Benzinmotor ebenso zügig unterwegs. Und das sogar sehr komfortabel, denn Platzprobleme kennt der Outlander nicht. Allerdings verliert er wegen der grundsätzlichen Konstruktion der vierten Generation als „Plug-In Hybrid SUV“ die mögliche dritte Sitzreihe als Option. Doch das ist zu verkraften, weist der Kofferraum immer noch 463 bis 1.472 Liter Volumen auf. Ein großer Vorteil für so ein Familien-SUV.

Preislich liegt der Mitsubishi Plug-In Hybrid auf einem fairen Level. Zwei Elektromotoren, ein Benzinmotor, 52 Kilometer elektrische Reichweite und 120 km/h elektrische Höchstgeschwindigkeit für insgesamt 5 Passagiere kosten beim Outlander PHEV ab 39.900 €. Im Vergleich selbst zu einem konventionellen SUV also noch immer ein gutes Angebot. Und dann war da ja noch die Förderung der Bundesregierung. Bei Mitsubishi stockt man diese Förderung auf 6.000 € Gesamt-Unterstützung auf! Damit ist der Preispunkt noch einmal gesunken.

Werkstattbesuche kennt er nur aus dem Handbuch oder um Winterreifen montieren zu lassen. Doch natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. In der Praxis gab es immer mal wieder Testwagen, die bereits kurz nach der Einfahrzeit mit unerwarteten Problemen aufwarten. Doch der Mitsubishi Outlander PHEV kann zu 100% überzeugen.

Über die gefahrenen 35.000+ km haben wir bislang einen Gesamtverbrauch von unter 2.6 Litern auf 100 km erfahren. Zudem verbraucht der PHEV auf 100 km rund 21.6 kW/h Strom und zeigt damit, dass er nicht nur ein zuverlässiger Begleiter ist, sondern auch ein sparsamer. Wir sind überzeugt und Sie?

 

 

 

 

 

 

 

6 Kommentare

  1. Wanghofer Franz
    24. November 2016 zu 18:20 Antworten

    Hallo Herr Hagedorn,
    seit Juli 2016 fahre ich nun den Mitsubishi PHEV Plus und muss mich meinem Vorschreiber anschließen: ich bin von dem Auto sehr überzeugt. Mein Durchschnittsverbrauch liegt bei ca 3l – sagenhaft.
    Einige Zahlen die Ihnen bekannt sein werden:
    – Autobahnfahrt, 3 Personen, bei konstant 120 km/h 7.8l
    – beruflich nach Südtirol 3 Personen 700km – Inntalautobahn auf 100 km/h beschränkt, Brenner Bundestraße 6.4l
    – Ausflüge in die Berge Hin- und Rückfahrt zwischen 120 und 350km 5,6 – 6,5l
    Mit eingeschalteter Klimaanlage (20 Grad), Lufttemperatur ca plus 4 Grad fahre ich rein elektrisch momentan ca 35km – Überlandfahrt (kein Stadtbummel), bei der Anfahrt startet der Motor und läuft ca 5km weit mit
    Ein Manko: die Steuerung mit der Smartphone-App funktioniert überhaupt nicht. Meine Werkstatt hat ca 1.5 Std lang probiert die App zu installieren – ohne Erfolg. Eigentlich wollte ich damit das elektrische Warmwasser- Standheizungssystem bedienen.

    Viele Grüße
    Franz Wanghofer

    • Bjoern
      Bjoern
      27. November 2016 zu 08:06 Antworten

      Wo scheitert es denn bei der App? Android, oder iOS? Und welcher Softwarestand auf dem Handy?

  2. Huwer U.
    22. November 2016 zu 23:10 Antworten

    ….bitte die kleinen Fehler im Text zu entschuldigen….! Ändert aber nichts an der inhaltlichen Aussage!

    • Bjoern
      Bjoern
      23. November 2016 zu 08:07 Antworten

      Pfft, Rechtschreibfehler – geschenkt..

  3. Huwer U.
    22. November 2016 zu 18:13 Antworten

    Ich habe jetzt 10000 km mit dem Outlander PHEV hinter mir und bin vollsten zufrieden. Sicherlich wird in ein paar Jahren oder evtl auch früher eine größere Reichweite erreicht werden können, aber meine bisherigen Erfahrungen reichen für mein Fahr-Nutzungsprofil völlig aus. Täglich zur Arbeit ( 18 km ) problemlos ohne einen Centiliter Sprit- rein elektrisch. Ein Genuss schon, in der Ruhe des Antriebs den Wagen zu starten und auf die Arbeit zu kommen. Eine größere Urlaubsfahrt habe ich auch schon erlebt ( 1200 km) . Klar das hier der Benzinmotor dazu kommt, aber ich habe immer wieder erfahren, wie trotz sichtlich leerer Batterie immer wieder der Ostländer auch elektrisch zwischendurch angetrieben wurde. Ich musste das Auto erst „fahren“ lernen. Das „Segeln“ und steuern der Rekuperation beim Bergabfahren usw.
    Fazit: Es macht riesigen Spaß mit dem Fahrzeug und ich freue mich auf die nächsten 10000 Kilometer. Bin gespannt, wenn ich auf erstem Schnee unterwegs bin, wie er sich dann verhält bei angemessener Fahrweise.
    Antwort auf deine Frage Bjorn+: Ich bin überzeugt und freue mich auf die nächsten Kilometer!

    • Bjoern
      Bjoern
      22. November 2016 zu 18:30 Antworten

      Sehr cool!

      Ach, im Winter wirst Du den permanenten Allradantrieb lieben. Das bietet kein anderes Auto.