Plug-in Hybrid: Antriebsstrang mit Zukunft

Plug-in Hybrid: Antriebsstrang mit Zukunft

Nach zwei Jahren im Dauertest ist für uns klar: Der Alltag im Plug-in Hybrid Outlander gewinnt durch seine effiziente und fokussiere Ausrichtung auf den elektrischen Antrieb. Frei von Reichweiten-Ängsten hat der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander den Alltag auf maximale elektrische Effizienz getrimmt. Ganz egal, ob es die Tour zum Einkaufen ist, die Fahrt mit dem Hund zum Tierarzt oder die mit der Kleinen in den Kindergarten. Mit der Reichweite von bis zu 52 km rein elektrisch ist der Alltag abgedeckt. Für weitere Strecken braucht es kein anderes Auto, denn auch auf der Langstrecke überzeugt der Plug-in Hybrid Outlander. Ja, der Verbrauch steigt gerne mal auf 8-9 Liter, wenn man viele Strecken ohne Batterie-Ladung überbrücken muss – aber unter uns – ein 2 Tonnen SUV mit Benzinantrieb und nur 8-9 Litern auf 100 km? Genial.

Beteiligung der Renault-Nissan Allianz

Die Zukunft des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

In dieser Woche haben Mitsubishi und Renault-Nissan Vollzug der Mehrheitsbeteiligung angekündigt. Mitsubishi wird zu einem Teil der Renault-Nissan Allianz und der erfolgreiche Sanierer von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, wird einen Vorsitz im Vorstand von Mitsubishi übernehmen. Natürlich sprechen die Vorstände bei diesen Übernahmen immer von den massiven Synergie-Effekten. Von gemeinsamen Entwicklungen für die Zukunft und und und. Ganz nebenbei wird Renault-Nissan, gemeinsam mit Mitsubishi, in eine Liga der ganz großen aufsteigen. Auf Augenhöhe mit Volkswagen und Toyota. Bemerkenswert an der Presse-Konferenz in dieser Woche war jedoch die explizite Ankündigung, dass der Antriebsstrang des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlanders zum Plug-in Hybrid-Maßstab im Renault-Nissan Konzern erhoben wird. Denn nur mit der effizienten Hybridisierung wird man die Transformation zur Elektromobilität und die Einhaltung zukünftiger CO2-Grenzwerte erreichen. Und zugleich den Kundenwunsch nach einem SUV erfüllen können.

Detaillierter Blick auf den Antriebsstrang des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

Dass die Renault-Nissan Allianz mit der Mehrheitsbeteiligung an Mitsubishi nun auch den Antriebsstrang des Plug-in Hybrid SUV übernimmt, sagt viel über die Fortschrittlichkeit der Mitsubishi-Technik aus. Uns ist aus dem lange währenden Test bereits klar, wie genial die Technik ist. Wollen die Technik jetzt jedoch noch einmal im Detail vorstellen:

Mit Cleverness weiter fahren!

Es ist eine geniale Lösung unter dem Blech des Diamanten-SUV geworden. Alle Vorteile der SUV-Technik, ein permanenter Allradantrieb, eine lokal emissionsfreie Fahrt und dennoch, keinerlei Reichweitenängste.

Der Antriebsstrang des Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Detail:

Antriebsstrang Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid

Drei Motoren sorgen sich um den Antrieb des Plug-In Hybrid. Zwei davon sind Elektromotoren mit einer Leistung von jeweils 82 PS. Der vordere Elektromotor bringt dabei 137 Nm Kraft mit und der hintere Elektromotor 195 Nm. Wie bei Elektromotoren üblich, steht diese Kraft quasi ab der ersten Umdrehung zur Verfügung.

Zu den beiden Elektromotoren gesellt sich ein Benzinmotor, der im Atkinson-Zyklus arbeitet und damit primär auf die Funktion als „Strom-Generator“ abgestimmt wurde. Hier ist das Augenmerk auf die Effizienz des Zweiliter-Benziners (MIVEC) gelegt worden. Der Benzinmotor leistet 121 PS und wuchtet maximal 190 Nm Kraft auf die Kurbelwelle.

Der Benzinmotor wurde an eine Art Getriebeglocke montiert, in der sich eine Kupplung befindet. Allerdings besitzt der Outlander Plug-In Hybrid kein Getriebe im üblichen Sinne. Dennoch kann der Benzinmotor ab einer Geschwindigkeit von etwa 64 km/h direkt an die Vorderachse gekoppelt werden und treibt diese dann an.

Unter der Motorhaube und direkt am Benzinmotor befindet sich noch ein dritter Generator. Dieser dient ausschließlich der Energiegewinnung. Während die Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse sowohl Kraft auf die Achsen schicken als auch beim Rollen und Bremsen Energie aus der Bewegung zurück gewinnen, ist der Generator in der Nähe des Benzinmotors nur als Strom-Generator tätig.

Der Vorteil des Antriebsstranges ist die konsequente Konzentration auf maximale Effizienz, ohne deswegen die Nachteile eines Elektrofahrzeuges in Kauf zu nehmen. Mit den 12 kWh aus dem tief unter dem Fahrzeugboden integrierten Batteriepaket (senkt den Schwerpunkt, gut für das Fahrverhalten), schafft der Outlander nach EU-Norm eine Reichweite von bis zu 52 Kilometern, rein elektrisch. Für die meisten Pendler reicht diese Strecke völlig aus, um rein Batterie-Elektrisch zum Arbeitsplatz zu kommen.

Mitsubishi hat den Outlander Plug-In Hybrid ganz klar für das moderne urbane (Kunstwort für „die Stadt“) Leben konstruiert. Die maximale Effizienz erhält man bei ebenso konsequenter Nutzung der 12 kWh großen Batterie. Das ist im Alltag eine Umgewöhnung, weil man auf der Suche nach Strom nicht immer erfolgreich ist, lässt sich aber auf die Reihe bringen.

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Rein elektrischer Betrieb

Der Outlander Plug-In Hybrid verfügt im Multimedia-System über eine umfangreiche Erweiterung in den Menüs, mit denen man unter anderem die Fahrmodi darstellen kann. In diesem Fall sagt die Anzeige: „Wir fahren elektrisch!“ Die beiden E-Motoren werden aus der Batterie mit Strom versorgt (bis 60 kW Lastanforderung) und treiben den Outlander an.

Ab etwa 64 km/h kann sich die Anzeige verändern und ein neues Schema anzeigen:

Paralleler Hybrid-Betrieb

Ab 64 km/h kann sich der Benzinmotor über die Nasskupplung an der Vorderachse direkt zum Vortrieb einkuppeln. In den Unterlagen zum Outlander Plug-In Hybrid wird immer von 120 km/h gesprochen, bei denen sich der Benziner zuschaltet – das ist richtig, fällt der Batteriestand, fordert man mehr Kraft oder will man die Batterien laden, kann sich der Benziner jedoch bereits ab rund 64 km/h zuschalten und treibt dann direkt die Vorderachse an. Wer jetzt mit ein wenig Gefühl am Gaspedal arbeitet, lässt den Benzinmotor direkt zugeschaltet und schiebt den Outlander mit den 190 Nm des Benziners, wenn gewünscht, bis auf die abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Wer es mit dem Kraftabruf übertreibt, oder ganz einfach die maximale Leistung einfordert, der sieht eine andere Grafik im Display:

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Serieller Hybrid-Betrieb

Bis 120 km/h sieht man oft diesen Kraftfluss im Display. Der Benzinmotor produziert, angekuppelt an den Generator, die Energie für das Batteriepaket, von dort wird diese an die beiden Elektromotoren verteilt. Der Outlander Plugin-Hybrid ist ein echter SUV mit einem „echten“ Allradantrieb. Die Mitsubishi-Steuerungslogik für intelligente Allradantriebe (S-AWC) wurde auch in den Plug-In Hybriden übernommen. Bis Tempo 64 produziert der Zwei-Liter Atkinson-Benziner so, über den Generator, den Strom für den Vortrieb des Plug-In Hybrid.

Lade-Logik und Allrad-Cleverness

Von den ganzen Vorgängen spürt der Fahrer im Alltag so gut wie gar nichts. Der ganze Antriebsstrang, die Logik und Rechenleistung, die hinter dem ständigen Wechsel aus serieller- und paralleler Hybridtechnik, zwischen Rekuperation und dynamischer Verteilung der Antriebsleistungen steckt, ist derart ausgebufft, dass man nur voller Bewunderung hinter dem Lenkrad sitzt.

Der Reichweiten-Vorteil des Outlander Plug-In Hybrid

Das Ergebnis des aufwendigen Antriebsstranges, der cleveren Verknüpfung von Benzinmotor und Elektromotoren? Zusammen mit den 12 kWh großen Batterien und dem 45 Liter großen Benzintank? Der Plugin-Hybrid Fahrer muss keine Angst haben, liegen zu bleiben. Am Wochenende auf große Tour? Kein Ding. In den Urlaub? Kein Ding. Wer den Stromspeicher und die Möglichkeit zum elektrischen Laden konsequent nutzt, der schafft mit einer Tankfüllung fast 3.000 Kilometer! Glauben Sie nicht? 

Plug-in Hybrid Technik mit Zukunft!

Das Bekenntnis der Renault-Nissan Allianz zu Mitsubishi und ganz explizit zur Plug-in Hybrid-Technik der Japaner verleiht ein gutes Gefühl. Es bestätigt uns in unserer Meinung über die angewandte Technik bei Mitsubishi. Ein Alltag, rein elektrisch, ohne Reichweiten-Angst. Made by Mitsubishi. Made for the future!

 

 

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