WLAN-Alternativen für den Mitsubishi Outlander PHEV

WLAN-Alternativen für den Mitsubishi Outlander PHEV

Eigentlich wäre an dieser Stelle nun eine Übersicht über die empfehlenswerten Alternativen zur WLAN-Lösung von Mitsubishi gekommen. Eigentlich. Doch am Ende zeigt sich: Es gibt keine –  in meinen Augen – empfehlenswerte Lösung, um die App-Verbindung zu verbessern oder zu ersetzen. Doch der Reihe nach.

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Eingeschränkte WLAN-Konnektivität

Während der SUV und seine Antriebstechnik ganz weit vorne sind, spielt man bei der Multimedia und Konnektivitätsfrage noch eine ganz kleine Nebenrolle. Die Entscheidung von Mitsubishi, die Konnektivität des Outlanders und seiner Funktionen per App über ein WLAN-Interface zu lösen, gilt als eine der Haupt-Kritikpunkte am Fahrzeug. Nun könnte man sagen: Wenn es nur das ist, dann ist es ja kein Ding. Man kann ja auch ohne App und Fahrzeug-Fernsteuerung leben. Richtig. Aber. Wenn man die Möglichkeit bereits hat, mit dem Fahrzeug via Smartphone-App in Verbindung zu treten, dann will man diese Möglichkeit nutzen. Leider ist die WLAN-Möglichkeit jedoch suboptimal.

Wenn der Mitsubishi Outlander in der Garage parkt, dann reicht die WLAN-Verbindung, um vom Wohnzimmer- oder Küchenfenster mit dem Fahrzeug in Kontakt zu treten. Derweil sind andere Datenverbindungen leider gekappt. Natürlich funktioniert es. Aber eine andere Lösung wäre besser gewesen.

Alternative 1:

Wenn Mitsubishi keine „over-the-air“ Option anbietet, dann bastelt man sich eben eine Lösung. Eine Alternative wäre gewesen: Ein ausrangiertes Smartphone nehmen, dieses im Fahrzeug verbauen und per Remote-Steuerung darauf zugreifen.  Das alte Telefon also mit dem Outlander PHEV per WLAN koppeln und im Fahrzeug liegen lassen. Per PrePaid-Datentarif zu einem überschaubaren Kurs das alte Smartphone mit einer Datenverbindung gekoppelt. Für den ersten Versuch habe ich hierfür einen WhatsApp-Datentarif von ePlus ausprobiert. (Wer es ausprobieren will, sollte diesen CODE nutzen: 1D1D36EE7 – das ist eine Freundschaftswerbung und beide erhalten damit noch einmal 10€ PrePaid-Guthaben).  

Um das Android-Handy zu steuern, haben wir aus dem Play-Store die App „AirDroid“ getestet. Was sollen wir sagen? Es funktioniert einfach nicht. Denn – das hatten wir nicht berücksichtigt: Sobald sich das Smartphone mit dem WLAN des Outlanders verbindet, nutzt es die Datenverbindung der LTE-Verbindung nicht mehr. Man sperrt sich also selbst aus. Das ist kein Fehler des Mitsubishi Outlanders, es ist einfach ein System-Fehler in der Kombination. Also musste eine andere Lösung her: Das Steuern per SMS-Code.

android store

Alternative 2:

Die zweite getestete Alternative ist eine wenig attraktive App, die eine Steuerung per SMS-Code ermöglicht. Unter der url: autoapps.no erhält man eine Android-Software mit dem Namen „Outlander PHEV SMS REMOTE“. Im Prinzip macht die App etwas ähnliches wie unter der Alternative 1 gedacht. Nur zur Steuerung des im Fahrzeug befindlichen Smartphones nutzt man hier SMS-Codes. Damit lässt sich das Smartphone mit dem WLAN des Outlanders koppeln. Allerdings kann das Handy, im Gegensatz zu der Datenverbindung einer REMOTE-Steuerung über das Web, SMS noch empfangen, auch wenn es mit dem Outlander per WLAN verbunden ist.

Aus der Möglichkeit, den Outlander sozusagen in „Sichtweite“ per App zu steuern, wird so eine Lösung, die man per Smartphone von überall aus steuern kann. Theoretisch. Denn die App und die SMS-Nutzung hat ein gänzlich anderes Problem.

SMS senden

Meine letzte SMS habe ich vermutlich vor 6-7 Jahren gesendet. Seitdem ruht diese Möglichkeit der Kommunikation im Schatten von eMail und Messaging-Diensten. Für den Test mit der „Remote SMS App“ wäre demnach ein PrePaid-Handy ohne Datenvolumen ausreichend. Allerdings sollte man eine SMS-Flat besitzen, denn die App antwortet per SMS.

remote sms tool

#heat#10

Per kryptischer Command-Anweisung, die man an das im Fahrzeug verbliebene Smartphone verschickt, startet die App via Outlander-App die Heizung zum Vorheizen. Im Winter mag das nützlich sein, da man mit dem Vorheizen des Fahrzeugs die elektrische Reichweite verlängert. Allerdings haben wir den Komfortgewinn der Remote-Steuerung aufgrund der Bedienung per sms schnell übersehen. So richtig durchdacht ist die gesamte App noch nicht.

Die Steuerung per SMS-Codes mag den Zweck erfüllen, wirkt jedoch in 2016 ein wenig antiquarisch. Die Remote-App kostet 27,45 € im Playstore von Android und erfüllt im Prinzip den versprochenen Anspruch. Allerdings haben wir die Nutzung sehr schnell eingestellt, weil das Senden einer SMS, immer in Gedanken mit #heat#10,20,30 eben auch kein Komfortgewinn war. Von der komplizierten Erst-Einrichtung waren wir ebenso wenig begeistert. Wir hätten uns eine Nutzung per APP gewünscht, ein sinnvolle Grafik für ein User-Interface, eine Bedienung, die dem Nutzer hilft.

Empfehlung?

Wir hoffen auf eine baldige Lösung Mitsubishi und diese kann nur eine Remote-Verbindung über das www sein. Eine App, die sich per LTE-Modem des Fahrzeuges koppelt. Und damit auch eine LTE-Verbindung des Fahrzeuges an sich. Viele Hersteller bieten genau diese Lösung an, die Umsetzung für Mitsubishi sollte ebenso möglich sein.

Doch das hilft natürlich den aktuellen Fahrern von Outlandern PHEV-Modellen der Generation 1 und 2 nicht. Wir können Ihnen an dieser Stelle das Experiment mit dem SMS-Remote Tool allerdings auch nicht empfehlen. Der Erfolg ist wirklich überschaubar und das Erlebnis nach der Realisierung erinnert doch sehr an eine Bastel-Lösung. Zudem muss man Kühlen oder Vorheizen im Fahrzeug voreinstellen. Was aber, wenn das Wetter mal umschlägt? Wenn man gerne vorgeheizt hätte? Die gesamte Bedienung aber bereits auf den Sommerbetrieb eingestellt hat?

Nein. Für knapp 30€ Kaufpreis der App, hinzu kommt die Verwendung eines „alten“ Smartphones – hier hält das Forum des Entwicklers im übrigen viele Hinweise auf Fallstricke parat – und die Notwendigkeit einen PrePaid-Tarif buchen zu müssen, ist das Ergebnis nicht überzeugend. Das grundsätzliche Problem muss von Mitsubishi in Japan gelöst werden. Der Outlander PHEV verdient eine „state of the art“ App-Lösung.

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar

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