News: Peugeot 308 Dauertest im Zeitraffer – Gut gealtert

News: Peugeot 308 Dauertest im Zeitraffer – Gut gealtert

Japanische Autos mögen manchen zu langweilig und funktional sein – doch in Sachen Langlebigkeit und Haltbarkeit besetzen sie schon seit vielen Jahren die Toprankings bei einschlägigen Tests und Qualitätsuntersuchungen. Auch deutschen Modellen wird zuweilen eine recht ordentliche Langzeit-Qualität bescheinigt. Französische Marken wie Peugeot konnten hingegen in dieser Disziplin lange Zeit nicht punkten, Problem-Modelle wie das Kompaktklassefahrzeug 307 sind ihren Besitzern noch in wenig guter Erinnerung. Seit rund zwei Jahren können die Kunden bereits die zweite Generation von dessen Nachfolger 308 kaufen, und hier sind die Franzosen das Qualitätsproblem erstmals ganz gezielt angegangen.

Peugeots Kompakter hinterließ bereits bei seiner Vorstellung einen recht ordentlichen Eindruck. Doch das Team um Qualitätsdirektor Philippe Pelletier wollte ja mehr. Mit Hilfe einer dezidierten Analyse, zu der auch intensive und regelmäßige Kundenbefragungen – 1,7 Millionen pro Jahr – gehören, wollten die Väter der Baureihe herausfinden, wie man dem Auto eine möglichst lang anhaltende Wertigkeit mit auf den Weg geben kann. Die Ansprüche der Entwickler sind hoch: Peugeot möchte beispielsweise, dass der Wagen sich selbst nach drei Jahren noch anfühlt wie neu. Wie realistisch das wirklich ist, kann natürlich nach zwei Jahren Bauzeit noch niemand sagen. Und die individuelle Pflege dürfte hier auch eine entscheidende Rolle spielen. Pelletier will zumindest wissen, dass der 308 in Sachen Wertigkeit zwischen Golf VI und dem aktuellen Golf VII angesiedelt ist. Was bei einem Neuwagen durchaus hinkommen mag.

Letztlich unterliegt die Bemessung eines Qualitätseindrucks auch immer einer subjektiven Komponente. Für das hier stattfindende Experiment stehen uns neben einer Hand voll Neufahrzeuge als Referenz auch verschiedene 308 mit unterschiedlichen Kilometerleistungen zur Verfügung. So zählt ein Exemplar rund 50.000 Kilometer, während ein anderer Vertreter mit 120.000 Kilometer schon ordentlich was auf der Uhr hat.

Nun sollte ein modernes Auto seine Insassen bei 50.000 km keine nennenswerten Gebrauchseffekte spüren lassen. So ist es auch beim 308 HDI 92, der sich noch immer ohne jegliches Klappern oder Knarzen auch über rauen Asphalt fahren lässt. Der Turbobenziner mit drei Zylindern und 120.000 Kilometern macht eine ähnlich gute Figur, allerdings sitzt hier der Schalthebel schon nicht mehr ganz so straff. Die typisch verdächtigen Merkmale eines Kilometerfressers – also etwa ein abgegriffenes Lenkrad und mitgenommene Pedale – zeigen sich bei beiden aber noch nicht. Allerdings das wäre ja schließlich auch noch ein wenig früh. Ein 308 mit 120.000 Kilometern ist also ein durchaus ansehnlicher Gebrauchtwagen. Was allerdings noch nicht die Frage beantwortet, wie lange sein Käufer anschließend noch Freude am Franzosen hat.

Immerhin überzeugt der aktuelle Peugeot 308 als Neuwagen deutlich mehr als sein Vorgänger, dessen Materialanmutung von der hierzulande so geschätzten Volkswagen-Qualität signifikant weiter entfernt war. Wie es aber wirklich um die Dauerhaltbarkeit des 308 bestellt ist, wird irgendwann eines der vielen Dauertest-Rankings zeigen müssen.

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Ein Kommentar

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