Herzrasen: Porsche Cayman GT4

„Ich bin verliebt“ Diesen Satz habe ich zu einem Auto schon lange nicht mehr gesagt. Zuletzt zum BMW 1M Coupé. Und das zeigt, ich verliere mein Herz eigentlich nur an ausgesprochen fokussierte Fahrzeuge. Der neue Porsche Cayman GT4 ist genau so ein Auto. Ehrlich, direkt, und den Fahrer komplett ins geschehen einbindend und nicht nach der letzten Zehntel Sekunde auf einer Rennstrecke lechzend.

Da wäre der Motor: ein Prachtskerl, frei saugend, 3,8l groß, 385PS stark, doch er wurde von Entwicklungsleiter Andreas Preuninger nicht nur einfach aus dem aktuellen 991 Carrera S herausgerissen, sondern gezielt für seine neuen Aufgaben verfeinert und an ein Sechsgang-Schaltgetriebe samt Sperrdifferenzial gekoppelt.

Handgerissen zur Glückseligkeit. Ja, das PDK Getriebe ist mit das Beste, was man für sich doppelgekuppelt schalten lassen kann, aber genau ein Porsche ist es auch, den ich als letzten mit einem Automaten ausstatten würde. Und während die Welt sich noch über die Entmündigung im 991 GT3 aufregt, kommt der kleine Bruder ums Eck und sagt „Hallo, hier bin ich, willst Du mal meinen Knüppel durch die Schaltgassen drücken?“

Oh ja, ich will! Ich will spüren, wie der Boxer sich auf 7.800 U/min hochschraubt und ich ihm dann knackig die nächste Schaltstufe gebe, wie es mich in 4,4 Sekunden auf 100km/h katapultiert und ich erst kurz vor 300km/h merke, dass der massive Vortrieb endet. Zu schnell für einen kleinen Porsche? Bestimmt nicht und falls doch gibt es wunderbare negativ Beschleuniger aus Stahl und optional auch aus Keramik. Aber die braucht man bei Trackdays nicht wirklich.

Eine andere Sonderausstattung schon: das Clubsportpaket für einen Überrollbügel im Nacken und Klappschalen unterm Hintern. Diesen Haken muss man einfach in der Bestellliste setzen. Für 85.776 Euro bekommt man dann 1.340kg pure Fahrdynamik mit einer betörenden Optik, die nur einen Zweck hat: ihrer zugewiesenen aerodynamischen Funktion folgen. Wer braucht da noch einen 991 GT3, der zwischenzeitlich so über alle Grenzen hinaus entwickelt wurde, dass er nicht nur die fahrerischen Fähigkeiten überfordert um die Fähigkeiten auskosten zu können, sondern auch den Geldbeutel? Oh ja, ich bin verliebt, denn genau so muss ein Sportwagen sein für das Herzrasen.

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6 Kommentare

  1. Genfer Auto-Salon 2015: Neuer Porsche Cayman GT4 feiert Weltpremiere | autoaid.de blog
    13. März 2015 zu 13:48 Antworten

    […] kann schon verstehen, wenn Axel vom Herzrasen befallen wird. Die Zutaten, aus denen der Cayman GT4 komponiert wurde, lassen auch kaum etwas anderes zu. Da […]

  2. Genf 2015: Porsche 911 GT 3 RS und Cayman GT4 › Mein Auto Blog
    5. März 2015 zu 13:15 Antworten

    […] dem neuen Cayman GT4 schöpft Porsche das fahrdynamische Potenzial der Mittelmotor-Sportwagen eindrucksvoll aus: Die […]

  3. News: Genf 2015: Neues Mitglied in der Porsche-GT-Familie › Mein Auto Blog
    4. März 2015 zu 09:16 Antworten

    […] in der GT-Familie präsentiert Porsche auf dem Genfer Automobilsalon (- 15.3.2015) erstmals einen Cayman GT4. Mit einer Rundenzeit von 7 Minuten und 40 Sekunden auf der Nürburgring-Nordschleife platziert […]

  4. Livestream von der Porsche Pressekonferenz aus Genf › Mein Auto Blog
    3. März 2015 zu 11:16 Antworten

    […] Die vermutlich schärfste Porsche-Clubsport-Waffe, die so in Serie hergestellt wurde. Der Cayman GT4 wird auch dem ewigen Porsche-Idol 911 das Leben schwer machen, davon sind wir […]

  5. Porsche Cayenne GTS und Turbo S: Könige der Löwen › Mein Auto Blog
    5. Februar 2015 zu 14:06 Antworten

    […] erstmals die beiden neuen Chefs im Löwen-Clan auf, die stärksten Versionen der jüngst erneuerten Porsche-Baureihe. Der 324 kW/440 PS starke Cayenne GTS und der noch kräftigere Cayenne Turbo S mit 419 […]

  6. Robert
    4. Februar 2015 zu 12:03 Antworten

    Sehr schöner Artikel!

    Vor allem sehr cool, dass du das EVO-Video verlinken darfst!