News: Skoda Superb Combi 2.0 TSI 4×4 – Kofferraum mit Aha-Effekt

News: Skoda Superb Combi 2.0 TSI 4×4 – Kofferraum mit Aha-Effekt

Ende September kommt Bewegung in die Kombiwelt der deutschen Mittelklasse. Der neue Skoda Superb Combi tritt mit einem riesigen Kofferraumvolumen an, das die Volumina der meisten Wettbewerber ziemlich übersichtlich aussehen lässt. Außerdem kann das tschechische Flaggschiff nun endlich auf das Angebot des konzerneigenen modularen Querbaukasten zurückgreifen und aktuelle Infotainment- und Assistenzsysteme sowie Motoren anbieten. Wie zum Beispiel das Top-Benziner-Triebwerk, den 2,0-TSI mit 206 kW/280 PS. Hier beginnt die schöne Ladewelt ab 38.990 Euro.

Was für ein Kofferraum! Wer die weit nach oben schwingende Heckklappe des Superb Combi öffnet, blickt in einen riesigen Schlund. Man ist versucht, „Hallooo, ist da Jemand?“ zu rufen. Schon in Normalstellung fasst das Gepäckteil 650 Liter. Legt man die Fond-Rückenlehnen um, stehen 1.950 Liter zum Laden bereit. Damit liegt er auf dem Niveau des Mercedes E-Klasse-T-Modells, seine direkten Wettbewerber die Kombiversionen von VW Passat, Ford Mondeo oder Opel Insignia überbietet der Tscheche zum Teil deutlich. Assoziationen mit einer kleinen Tanzfläche kommen auf, allerdings sollte man gegen Aufpreis von 220 Euro den variablen Ladeboden ordern, so dass beim Umklappen auch eine ebene Ladefläche entsteht. Für die kleinen Showeffekte beim Öffnen bietet sich der um eine Komfortöffnung erweiterte elektrische Heckklappenzugang (Aufpreis 590 Euro plus 390 Euro für das schüssellose Zugangssystem) an. Einmal mit dem Fuß im Bereich des hinteren Stoßfängers in der Luft getippt, schon geht die Klappe hoch.

350 Nm stehen zwischen 1.700 und 5.600 Umdrehungen bereit, die Beschleunigungswünsche des Fahrers adäquat umzusetzen.

350 Nm stehen zwischen 1.700 und 5.600 Umdrehungen bereit, die Beschleunigungswünsche des Fahrers adäquat umzusetzen.

Großes Kino erleben auch die Fondnutzer. Sie können sich entspannt in die Polster lümmeln, Beine überschlagen und sich ein wenig wie Königs auf der Rückbank fühlen. Statt Champagner zu schlürfen und huldvoll zu winken, kann man über den im Infotainmentsystem integrierten Wlan-Hotspot surfen und/oder mit einem in einer speziellen Halterung befestigten Tablet-Computer beschäftigen. Je nach Ausstattungsvariante werden dafür zwischen 2.550 und 1.640 Euro fällig. Und wer hinten keine Lust aufs WWW hat, der kann auch mit Knöpfchen spielen: Falls der Beifahrersitz zu weit nach hinten ragt, lässt er sich vom Fond aus per Tastendruck nach vorne fahren.

Wenn es schon hinten etwas mehr sein darf, könnte man ja bei der Wahl des Motors etwas großzügiger sein. Das Motorenangebot besteht beim Kombi genauso wie bei der Limousine ausschließlich aus direkteinspritzenden Vierzylinder-Turbomotoren und stammt aus dem aktuellen Konzernportfolio. Es umfasst fünf Benziner (von 92 kW/125 PS bis 206 kW/280 PS) und drei Diesel (88 kW/122 PS bis 140 kW/190 PS). Zwar werden sich die meisten Vielfahrer-Kunden wohl wieder ganz vernünftig für einen 110 kW/150 PS starken Diesel oder Benziner entscheiden, aber der Superb Combi lädt nicht nur zum Laden ein, sondern auch ein wenig zu Unvernunft. Der Top-Benziner mit permanenten Allradantrieb verwandelt den Kombi in ein rasantes Geschoss, das sowohl auf der Autobahn als auch auf kurvigen Straßen eine gute Figur macht. In 5,8 Sekunden gelingt der Standardspurt, die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 250 erreicht. Über den Normwert von 6,2 Litern muss man sich vermutlich keine Gedanken machen: Diesen schafft man nur unter Laborbedingungen. Realistisch dürften unter ansatzweiser Ausnutzung des Leistungspotentials des Motors Werte mit knapp neun Litern sein. 350 Nm stehen zwischen 1.700 und 5.600 Umdrehungen bereit, die Beschleunigungswünsche des Fahrers adäquat umzusetzen. Von entspannt Cruisen bis Kick-down für den schnellen Überholvorgang wird alles souverän erledigt, das Sechsgang-DSG agiert dabei ruhig und gelassen.

Schon in Normalstellung fasst das Gepäckteil 650 Liter. Legt man die Fond-Rückenlehnen um, stehen 1.950 Liter zum Laden bereit.

Schon in Normalstellung fasst das Gepäckteil 650 Liter. Legt man die Fond-Rückenlehnen um, stehen 1.950 Liter zum Laden bereit.

Ruhig und gelassen können Fahrer auch bei Parkmanövern sein. Der automatische Parklenkassistent (610 Euro) übernimmt auf Wunsch, das 4,86 lange Fahrzeug in Lücken ein- und auszuparken. Andere Assistenten wie Stau-, Spurhalte- oder Abstandshelfer sowie Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung stehen ebenfalls in der Preisliste. Diese ist übrigens sehr umfangreich. Zwar tritt der 2.0-TSI in der zweiten Ausstattungsstufe Ambition an –unter anderem mit Klimaanlage, Lederlenkrad, hinterer Mittelarmlehne und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, doch richtig komfortabel wird es im dritten beziehungsweise höchsten Komfortniveau. Für die Top-Ausstattungsstufe L&K werden für den 280-PS-Motor mindestens 44.750 Euro fällig, die Assistenten, eine dreifach-Klimaautomatik oder das schlüssellose Zugangssystem kommen noch extra dazu. Immerhin ein wenig Sparen kann man schon noch: Der Kofferraum nimmt ja locker die Einkäufe für mindestens zwei Wochen auf, man braucht also nicht so oft zum Supermarkt fahren.

Autor: Elfriede Munsch/SP-X

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