Standheizung nachrüsten – Nie mehr kalte Finger

Standheizung nachrüsten – Nie mehr kalte Finger

Laternenparker müssen in den kommenden Monaten noch häufig die Autoscheibe von Eis befreien und sich auf den ersten Kilometern hinter dem Steuer warm bibbern. Es sei denn, sie haben vorgesorgt.

Nahezu jedes Auto – ob Pkw oder Transporter – lässt sich nachträglich mit einer Standheizung ausrüsten. Generell kann der Kunde zwischen zwei Systemen wählen. Die günstige Alternative ab rund 100 Euro ist die Luftheizung. Sie wird im Innenraum montiert, wo sie elektrisch oder mittels Brennstoff Luft erwärmt und per Gebläse zirkulieren lässt. Sie braucht keinen großen zeitlichen Vorlauf, sondern liefert fast sofort angenehme Wärme. Allerdings ist der Platzbedarf für das Gehäuse relativ hoch, so dass sie sich vor allem für Kleinbusse und Wohnmobile eignet. Bei strombetriebenen Geräten ist auch eine nahe Steckdose nötig. Zudem erwärmt die Luftheizung nur die Innenraumluft, nicht den Motor. Dem bleibt der Kaltstart somit nicht erspart.

Die etwas aufwendigere und teure Wasserheizung bringt gleich auch den Motor auf Temperatur. Sie wird im Motorraum montiert und erwärmt mit einem kraftstoffbetriebenen Brenner das Wasser im Kühlkreislauf. Über das Heizungsgebläse gelangt die Wärme dann in den Innenraum. Das dauert deutlich länger als bei der Luftheizung, was bei vorausschauender Programmierung aber kein Problem ist. Der zusätzliche Kraftstoffverbrauch fällt nicht ins Gewicht, da er durch die höhere Effizienz des Warmstarts ausgeglichen wird. Dafür fallen rund 1.000 Euro Kosten ohne Montage an.

Gesteuert werden Standheizungen je nach Ausführung über eine Zeitschaltuhr im Fahrzeug oder per Funkfernbedienung. Neue Modelle lassen sich auch über das Handy aktivieren. Die maximale Betriebszeit ist begrenzt, da auch kraftstoffbetriebene Heizungen Strom aus der Autobatterie benötigen, etwa für das Gebläse. Als Faustformel gilt: Die Heizzeit sollte nicht länger sein als die Fahrtzeit. Übrigens sollte die Standheizung auch im Sommer von Zeit zu Zeit angeworfen werden. Wer sie alle zwei Monate kurz laufen lässt, verhindert ein Verharzen der Kraftstoff- und Wasserpumpen.
(Hanne Schweitzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen::