Toyota will in Deutschland wachsen – Ein Hoffnungsträger im Boom-Segment

Toyota will in Deutschland wachsen – Ein Hoffnungsträger im Boom-Segment

Mit neuen Modellen und einem umstrukturierten Händlernetz will Toyota in Deutschland Boden gut machen. Hoffnungen setzen die Japaner dabei vor allem in ihr erstes richtiges Mini-SUV. Der im Herbst startende C-HR will im boomenden Segment der kleinen Crossover vor allem mit seinem Hybridantrieb punkten – ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Klasse. Daneben wird es einen kleinen Turbobenziner geben, und auch ein optionaler Allradantrieb ist angekündigt. Toyota verspricht darüber hinaus auch mehr Fahrspaß als bei den aktuellen, in dieser Hinsicht oft etwas blassen Modellen. Wettbewerber für den kleinen Crossover sind vor allem Modelle der 20.000-Euro-Liga wie Renault Captur oder Nissan Juke.

Neben dem bereits als Studie gezeigten C-HR, kommen im laufenden Jahr neue Generationen bekannter Modelle wie der Pick-up Hilux oder die Großraumlimousine Proace auf den Markt. Zudem soll die neue Sondermodellserie „Edition S“ in der bestehenden Modellpalette für neuen Schwung sorgen. Aufgelegt wird sie für Aygo, Yaris, Auris, Verso und Avensis.

Der japanische Automobilhersteller, lange Jahre einer der stärksten Importeure in Deutschland, verliert seit Jahren an Boden. 2015 kam man auf rund 66.000 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 2,1 Prozent – weit hinter dem aktuellen Importeurs-Primus Skoda, aber auch hinter Marken wie Seat und Hyundai. Für das laufende Jahr plant Deutschlandchef Tom Fux mit 70.000 Neuzulassungen, 2017 sollen es 80.000, später bis zu 90.000 werden. Helfen soll dabei auch die Rückkehr zu einem einstufigen Händlernetz. Die Umstellung soll im Juni abgeschlossen sein, Toyota Deutschland hat dann einen stärkeren Einfluss auf seine Vertriebspartner, weil es keine sogenannten Sekundärnetzhändler mehr gibt, die sich nur gegenüber den Vertragshändlern verantworten müssen. Wettbewerber wie Nissan und Mazda haben diesen Schritt bereits vollzogen.