e-smartConnect: So will VW E-Autos laden lassen!

e-smartConnect: So will VW E-Autos laden lassen!

In der Zukunft werden wir vermehrt elektrisch unterwegs sein. Darüber herrscht Einigkeit und auch bei Volkswagen will man nun endlich E-Fahrzeuge mit einer Reichweite von „gut 500 km“ Autos anbieten. Das ist schön. Zeigte der Test mit dem Volkswagen E-Golf doch: Fahrend macht dieser „Ionen-Schub-Generator“ mächtig Spaß, beim Tanken hört der jedoch schlagartig auf. Das liegt an der Infrastruktur zum einen, an den Ladezeiten zum anderen.

Kollege Roboter und die 150 kW-Ladung

Die Rechnung ist recht einfach: Größere Batterien für mehr Reichweite, höhere Ladeströme, um diese größeren Batterien schneller laden zu können. 150 kW Ladeleistung ist der nächste Konsens, bei Tesla lädt man an den Schnellladern bereits mit 120 bis 135  kW. So kann das US-Elektrofahrzeug seinen 85 kWh Akku binnen 40 Minuten zu 80 % laden. Die Reichweiten-Ängste und die Fahrt-Unterbrechungen werden minimiert. Das Laden mit Gleichstrom in dieser Stärke setzt jedoch massige Kabelstränge voraus.

Je dicker das Kabel, desto schwerer. Zudem soll es Menschen geben, die Angst vor der Technik haben. Bei Volkswagen will man die Ladung des E-Mobils daher dem Kollegen Roboter überlassen. In Amsterdam am Flughafen hat Volkswagen ein Szenario präsentiert, wie wir in der Zukunft unsere Fahrzeuge laden könnten. Das „selbstfahrende“ Auto könnte hierbei eine zusätzliche Rolle spielen.

Kuka Roboter mit CCS-Ladestecker für Schnellladung

Der Roboter „tankt“ den E-Golf auf

In Zusammenarbeit mit dem dt. Industrieroboter-Hersteller Kuka hat man einen Protoypen für die automatisierte Ladung von E-Mobilen fertiggestellt. Der Roboter verfügt über eine Kamera an der Front und zahlreiche Sensoren für die Näherung an das Fahrzeug. Völlig ohne zutun von Dritten könnte der Roboter das „Anstecken“ des E-Fahrzeuges an die Stromversorgung übernehmen. Und natürlich ebenso das Fahrzeug wieder „lösen“ von der Ladesäule. Zusammen mit „autonom“ fahrenden Fahrzeugen wäre so eine Automation des Ladevorganges möglich.

Man stelle sich ein Parkdeck vor, auf dem Ladesäulen zur Verfügung stehen. Der E-Mobilfahrer gibt sein Fahrzeug am Eingang ab, er parkt es vor dem Tor, dann übernimmt das „automatisierte Parkhaus“. Autonom könnte das Fahrzeug nun zu einer freien Ladebucht manövrieren. Parken. Der Roboter kommt, entnimmt das schwere und dicke Ladekabel und steckt es an das Fahrzeug an. Sobald der Ladevorgang beendet ist, entfernt der Roboter das Kabel und das Fahrzeug könnte die „Ladebucht“ wieder freigeben und auf einen „Abstellplatz“ ohne Ladesäule wechseln, bevor der Besitzer das E-Mobil wieder abholen will.

Flughäfen, Einkaufszentren, Vergnügungsparks, Fabriken – wo auch immer viele Fahrzeuge parken, ist dieses Szenario denkbar.

So könnte man eine sinnvolle Auslastung der Lade-Infrastruktur gewährleisten. Und weil autonom fahrende Autos vom Kollegen „Computer“ gelenkt werden, dürften Parkrempler auch der Vergangenheit angehören.

Eine schöne Idee. Aber auch nur eine von vielen auf dem Weg in die Zukunft. Denn neben der Notwendigkeit von „dicken“ Ladekabeln arbeitet die Industrie zugleich auch an Ladetechniken ohne „Kabel“, zum Beispiel per Induktion. Volkswagen hat ein solches System direkt neben dem Lade-Roboter präsentiert. Auch ein Beweis für die Notwendigkeit, nicht „einspurig“ zu denken und zu entwickeln.

 

Zuerst einmal sollten sich jedoch die Automobil-Hersteller, international, auf einen Standard für Schnellade-Stecker einigen.

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Ein Kommentar

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