VW Tiguan – Der Rettungswagen

VW Tiguan – Der Rettungswagen

Der VW Tiguan ist neben Polo, Golf und Passat längst die vierte Säule in der Modellpalette der Marke. In Zeiten der Dieselkrise muss er nun mindestens für die Standfestigkeit der Absatzzahlen sorgen. Gelingen soll das mit selbstbewussterem Design, mehr Platz und neuer Technik. Die Markteinführung erfolgt Ende April zu Preisen von zunächst mindestens 30.025 Euro.

Die neue Generation kommt optisch deutlich opulenter daher, ist um sechs Zentimeter in der Länge gewachsen, der Radstand legt sogar um acht Zentimeter zu. Innen ist dadurch deutlich mehr Platz vorhanden als beim Vorgänger – vor allem im Fond, wo die Knie der Insassen nun drei Zentimeter mehr Platz haben. Auch der Kofferraum legt deutlich zu; dank der verschiebbaren Rückbank finden bei voller Bestuhlung bis zu 615 Liter Platz. Wer die Rücksitze umlegt, hat Platz für bis zu 1.655 Liter Gepäck. Trotzdem und trotz zusätzlicher Ausstattungsposten ist das Gewicht gegenüber dem Vorgängermodell um 16 Kilogramm gesunken. An Technik dazugekommen sind beim Basismodell unter anderem ein siebter Airbag (für die Fahrer-Knie), Kamera- und Radarsensoren. Diese sind für den nun serienmäßigen Spurhaltehelfer und den Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung zuständig. Gegen Aufpreis sind weitere Assistenten zu haben, darunter auch ein Staupilot, der selbstständig lenkt und das Tempo reguliert. Verpackt ist das Ganze in ein deutlich selbstbewusster geschnittenes Blechkleid mit prägnantem Kühlergrill, kräftigen Schultern und dynamischen Karosseriefalzen. Auch der Innenraum passt sich dem neuen, präsenteren Stil an. Hingucker dort ist das optionale Virtuelle Cockpit, das auch im Passat die analogen Instrumente durch einen großflächigen TFT-Monitor ersetzt.

Zum Verkaufsstart sind drei Motor-Getriebe-Varianten erhältlich. Derzeit günstigste Version ist der 2,0-Liter-Diesel mit 110 kW/150 PS, der 4,7 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern verbrauchen soll. Diesen Motor gibt es auch mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe ab 33.925 Euro. Zudem ist das Kompakt-SUV mit einem 132 kW/180 PS starkem 2,0-Liter-Benziner und ebenfalls mit Doppelkupplungsgetriebe und Allrad erhältlich. Die Palette wird schnell ausgebaut, so dass dann insgesamt drei weitere Benziner (92 kW/125 PS, 110 kW/150 PS, 162 kW/220 PS) sowie drei weitere Diesel (85 kW/110 PS, 140 kW/190 PS, 176 kW/240 PS) zur Wahl stehen. Die stärkeren Varianten erhalten optional oder obligatorisch Allradantrieb. Dazu dürfte es auch vom Tiguan künftig eine GTE-Variante mit Plug-in-Hybridantrieb geben.

Unterm Strich ist die Neuauflage des Tiguan eine sicht- und spürbare Weiterentwicklung des erfolgreichen Vorgängers. Und selbst das im direkten Vergleich leicht angestaubte Modell hat sich im vergangenen Jahr noch fast eine Viertelmillion Mal verkauft. In Wolfsburg dürfte das in selbst verantworteten schweren Hoffnung machen.

Ein Kommentar

  1. Gläserne VW-Manufaktur – E-Autos statt Luxuslimousinen gucken › Mein Auto Blog
    9. April 2016 zu 12:35 Antworten

    […] dem Produktionsende für den Phaeton hat VW die Gläserne Manufaktur in Dresden nun zum Elektromobilitäts-Schaufenster umgewidmet. An rund 50 […]