Motorsport hautnah: Ein neuer Shootingstar am Karthimmel

Motorsport hautnah: Ein neuer Shootingstar am Karthimmel

Die letzten beiden Wochen waren für den jungen Kart-Fahrer Niklas Krütten sehr aufregend. Die Teilnahme des 12-Jährigen an einem Lauf der CIK FIA Europameisterschaft im schwedischen Kristianstad war ein Test für das kommende Jahr und markierte einen weiteren Meilenstein in der aufstrebenden Karriere des jungen Kartfahrers. Zuletzt zeigte er beim DKM Meeting in Ampfing, dass er als einer der jüngsten Fahrer im Feld trotzdem mit den ganz Erfahrenen mithalten kann – ein Top-10 Ergebnis unterstrich dies.

Der junge Wilde bei der Europameisterschaft in Schweden

89 Top-Fahrer aus 31 Nationen waren für den Event in Schweden gemeldet und mittendrin der junge Wilde aus Trier. Doch dass er einer der jüngsten am Start war, schreckte Niklas nicht ab. In der KF-Junior-Wertung beeindruckte er gleich in der ersten Session mit Platz 14 von 30 in seiner Trainingsgruppe. Am Qualifikationstag wurde Niklas der dritten Gruppe zugeteilt und hatte somit den Nachteil als einer der letzten, erst abends, bei abkühlender Strecke seine Zeit fahren zu müssen. Doch trotzdem schaffte er es auf einen Gesamtplatz von 54 und seine Speed war gut eine Sekunde schneller als noch tags zuvor.

Nach dem morgendlichen Warm-Up und Platz 11 war Niklas am Samstag guter Dinge für die anstehenden vier Vorläufe. Diese sollten allerdings zum Lotteriespiel werden. Das Wetter wechselte viertelstündlich und es war alles andere als eine leichte Aufgabe, das richtige Set-up zu finden. Die Gesamtausbeute aus den Vorläufen war trotz der widrigen Umstände ansehnlich, mit den Plätzen 18, 20 und 13 von jeweils 30 Teilnehmern.

Trotz eines ersten Platzes im Warm-up kam es dann doch nicht zu dem Einzug ins Finale, denn gerade mal drei Plätze haben dem Trierer zu seinem Glück gefehlt. Trotz des verpassten Finaleinzugs wird Niklas diesem EM-Lauf in bester Erinnerung behalten, denn als Rookie und jüngster Starter in dem durchschnittlich 1-2 Jahre älteren Gesamtfeld konnte er auf Anhieb einige international erfahrene „Routiniers“ hinter sich lassen. „Erstes Mal EM, neue Strecke, neue Reifen, super harte Konkurrenz und das Finale knapp verpasst, da kann man eigentlich zufrieden sein.“

 

Ein verdienter 10. Platz nach Aufholjagd

Bereits drei Tage nach seiner starken Premiere bei der CIK FIA Europameisterschaft im schwedischen Kristianstad, ging es für den 12-jährigen Kartfahrer Niklas Krütten bereits an die nächste Aufgabe. Im bayerischen Ampfing fand der dritte Lauf zur Deutschen Kart Meisterschaft statt und der Rookie aus Trier überzeugte bei schwierigen Bedingungen mit einer eindrucksvollen Vorstellung.

Im Qualifying am Samstagmorgen stellte Niklas seine starke Form auch gleich mit Platz 14 unter 39 international erfahrenen Startern aus neun Nationen unter Beweis. Trotz eines vielversprechenden Auftakts, musste Niklas Krütten aufgrund der unverschuldeten Probleme in den Vorläufen am Samstag, erst einmal in den Hoffnungslauf am Sonntag, um sich für die Finalteilnahme zu qualifizieren. Trotz vorhergesagtem, sommerlichem Wetter zogen am Sonntag dann auch noch dicke Regenwolken über das bayerische Land, die für ständig wechselnde Streckenbedingungen sorgten.

Von Platz Drei ging es bei Dauerregen für Niklas in den Hoffnungslauf, den er mindestens als Sechster beenden musste, um sich für die Finalläufe zu qualifizieren. Und das sollte nicht schwer werden! Der junge Racer blieb auch auf nasser Piste cool und spielte seine fahrerischen Qualitäten aus. Nach gut durchdachten Überholmanövern lag er bereits in Runde Fünf an erster Stelle und kam am Ende souverän, mit einem Vorsprung von über fünf Sekunden, vor dem Rest des Feldes ins Ziel.

Damit war die Finalteilnahme gesichert und es ging von Platz 28 in das insgesamt 36 teilnehmerstarke Starterfeld des Pre-Finals. Bei weiterhin nassen Streckenbedingungen stellte Niklas seine fahrerischen Qualitäten im Regen erneut zur Schau. Schon unmittelbar nach dem Start hatte er Plätze gut gemacht und bewegte sich konsequent durch das Feld nach vorne. Zwei unverschuldete Kollisionen nach Blocken durch signifikant langsamere Mitstreiter, warfen Niklas am Ende wieder zurück und er kam nur als 26. über die Ziellinie.

Von Platz 26 ging es dann auch in den abschließenden Finallauf über 19 Runden. Bei abtrocknenden Streckenbedingungen ging das Team von Niklas volles Risiko und fuhr eine andere Set-up-Abstimmung als viele andere Fahrer im Feld. Niklas gewöhnte sich schnell an das neue Set-up und nutzte das Potenzial seines Karts trotz Start auf der ungünstigen Außenlinie voll aus. Runde um Runde schnappte sich der 12-jährige Rookie die vor ihm liegenden, international routinierten Kontrahenten mit einem coolen Kopf. Am Ende machte er 16 Plätze gut und beendete das Finale auf einem hervorragenden 10. Platz.

„Mit dem Pech am Vortag bin ich natürlich mehr als happy mit dem zehnten Platz. Vom reinen Speed her wären sowohl im Trockenen als auch im Nassen ein noch deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen“, so Niklas nach dem Wochenende. „Sowohl was die Rundenzeiten als auch das taktische Verhalten im Rennen angeht, habe ich dank der fantastischen Betreuung durch mein Team, Forza Racing, weiter Fortschritte gemacht und ich freue mich schon sehr auf die nächste Runde.“

Dunlop