50 Jahre Innovationen: Doppelkupplungsgetriebe und kein Ende?

50 Jahre Innovationen: Doppelkupplungsgetriebe und kein Ende?

50 Jahre LuK, 50 Jahre Innovationen. Die Schaeffler-Marke LuK feiert dieses Jahr 50 Jahre Unternehmensgeschichte und blickt dabei auf 50 Jahre voller Innovationen zurück. Zeit und Chance für mein-auto-blog, die Meilensteine der LuK-Erfindungen zu erleben!

In Kooperation mit LuK.

8, 9, oder gar 10 Gänge?

Wohin führt uns die Zukunft im Getriebebau?

Wer sich mit der Zukunft beschäftigen will, der sollte auch die Vergangenheit kennen. Im Rahmen der Jubiläumsfeier 50 Jahre LuK, 50 Jahre Innovationen konnte ich vor Ort mit den Experten zum Thema Getriebe sprechen. Und in Bühl kennt man sich mit Getrieben wirklich aus.

Die „trockene Doppelkupplung“ mit sieben Gängen setzt Volkswagen in einer Vielzahl von Konzernfahrzeugen ein. Kaum einem ist bekannt: Die Technik, um die trockene Doppelkupplung umzusetzen, kommt von LuK und wurde in Bühl entwickelt. Im Gegensatz zu den bis dahin genutzten „nassen“ Doppelkupplungen war das neue 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe, trotz einer Gangstufe mehr, noch einmal um 10 % effizienter. Und neben dem Fahrspaß, den das schnell schaltende Getriebe vermittelt, geht es im automobilen Alltag täglich um die Steigerung der Effizienz, die Minimierung des Kraftstoffverbrauchs und die Reduktion der CO²-Emissionen.

Während nasse Doppelkupplungen als Lamellen im Ölbad ausgeführt sind, ist die „trockene“ Doppelkupplung von LuK einer „klassischen“ Kupplungsscheibe ähnlicher. Via Reibbelägen wird der Kraftschluss hergestellt. Der größte Vorteil dieser Lösung? Die gesteigerte Effizienz.

Und in der Zukunft? Noch mehr Gänge?

Da gibt es derzeit zwei Trends! Entweder massiv mehr Gänge. Bei Volkswagen kündigte man bereits zehn Gänge und mehr für die Doppelkupplungsvarianten an. Zudem spielen auch die stufenlosen Getriebe mit ihren theoretisch unendlich vielen Gängen eine größere Rolle.

Auf der anderen Seite stehen die Hybrid-Fahrzeuge, die mit der Unterstützung von E-Motoren und deren ab Drehzahl 0 bereitstehendem Drehmoment eine größere Spreizung der Übersetzung bewältigen können, ohne deswegen auf eine Vielzahl von Gängen angewiesen sein zu müssen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid, den wir derzeit im Dauertest haben. Dieses Fahrzeug besitzt zwei E-Motoren an den Achsen, einen Generator und einen Benzinmotor, der mit einer fixen Übersetzung, also in der Theorie mit nur einem Gang, auf die Vorderachse geschaltet werden kann.

Plug-In Hybride und Hybridfahrzeuge nutzen heute in vielen Fällen stufenlose Getriebe, jedoch keine CVT, sondern Planetenradgetriebesätze. Eine komplexe Technik, die jedoch im Vergleich zu großen Automatikgetrieben mit einer großen Effizienz aufwarten können.

Mehr Gänge oder weniger! 

So widersprüchlich dies klingt, für die Zukunft wird es entweder um „mehr Gänge“ gehen oder um eine Reduzierung. Und das zur gleichen Zeit. Während die Verbrennungsantriebe, um eine bestmögliche Effizienz sicher zu stellen, mit einer großen Anzahl an Gängen hantieren müssen, werden Elektroantriebe und hybridisierte Antriebstechnologien mit einer geringeren Anzahl an Gängen auskommen und dennoch effizient bleiben.

Ein interessantes Interview zu diesem Themenfeld (und weiteren) hat der Kollege Ralf Schütze im Auftrag von „MOTORDIALOG“ mit Dr.-Ing. Hartmut Faust geführt:


Teil 4 der fünfteiligen Serie zum Firmen-Jubiläum der Schaeffler-Marke LuK.