AMG – Hinter die Türen der Power-Manufaktur geschaut

Üblicherweise kostet die Eintrittskarten für einen Rundgang in den heiligen Hallen von AMG wenigstens 49.900 €. Und das auch erst, seit dem es bei der Performance-Manufaktur von Mercedes-Benz einen „Einsteiger“ in eben dieser Preisklasse gibt. Die A-Klasse als A 45 AMG ist seit der Präsentation in diesem Jahr, die Einstiegsdroge für den Leistungshungrigen Mercedes-Fan.

Willkommen bei AMG

Tuner wollen sie hier in Affalterbach, ein 20 Minuten östlich von Stuttgart, nicht genannt werden. Tuner verfeinern, Tuner schrauben an fertigen Produkten. Doch AMG ist seit 8 Jahren und damit 45 Jahre nach der Gründung durch Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher ein Teil der Mercedes-Benz Familie. Oder weniger poetisch, AMG gehört seit 2005 zum Daimler-Konzern.

Und so sehen sich den Power-Profis aus dem ländlichen Affalterbach selbst als „die Performance-Experten“ im Unternehmen. Und um den Unterschied zu einem Tuner zu verdeutlichen: Die Experten von AMG werden frühzeitig in die Entwicklung von neuen Modellen und Aggregaten eingebunden. Das Ergebnis dieser integrierten Entwicklung ist auch am neuen A45 AMG bestens abzulesen. 360 PS aus einen zwei Liter großen Vierzylinder-Turbomotor? Wo andere „Tuner“ nur Kennfelder manipulieren und dabei kurzzeitig mehr Leistung aus einem Triebwerk herausholen,  ist der Ansatz der AMG-Techniker ein anderer.  Man kann es als eine ganzheitliche Lösung verstehen. Ganzheitliches Leistungstraining für Automobile. Und eben weil man nicht erst am Ende eingreift, versteht sich AMG nicht als Tuner, sondern als Manufaktur.  Eine schwäbische Performance-Manufaktur, als Teil des Stuttgarter-Weltkonzerns.

Und die günstigste Eintrittskarte in die heiligen Hallen bekommt man, wenn man sich für einen der jungen Wilden von AMG entscheidet. Neben dem A45 AMG ist auch der CLA 45 AMG derzeit ein echter Verkaufsschlager.  Denn wer sich dafür entscheidet, seinen AMG in Affalterbach in Empfang zu nehmen, der darf auch hinter die Kulissen der Manufaktur schauen. Besonders beeindruckend, die Motorenfertigung.

One Man – one Engine

Ein Slogan mit Historie, doch längst arbeiten auch Frauen bei der Motorenfertigung in Affalterbach. Der Grundsatz der Verantwortung, einer einzelnen Person, für die Qualität des Endproduktes bleibt dennoch erhalten.  Jeder AMG trägt auf seinem, mit Öl durchfluteten Herzen, eine Plakette mit dem Namen des Mannes, oder eben der Frau, die für dieses Triebwerk einsteht. Dabei überlässt AMG nichts dem Zufall. Und das Gefühl, genau zu wissen, wer meinen Motor gebaut hat. So etwas bekommt man bei keinem anderen Hersteller der Welt. Es ist ein Versprechen das für Qualität steht.

Im zweiten Stock der Motorenfertigung in Affalterbach werden die Zwölfzylinder-Motoren gefertigt. Es ist relativ ruhig. Man spürt die Leidenschaft, aber auch die Konzentration mit der die Spezialisten an ihre Arbeit gehen. Auch wenn Menschen die Verantwortung für das Produkt tragen, AMG überlässt die Qualität nicht dem Zufall. Ein ausgeklügeltes Fertigungs-System mit EDV gestützter Kontrolle sorgt dafür, dass kein Motor mit halb angezogenen Schrauben aus der Halle geschoben wird.

Im Erdgeschoss ist das Treiben durchaus emsiger. Hier werden die V8 Triebwerke gefertigt. Neben den Saugmotoren die zuletzt in der C-Klasse (C63 AMG) zum Einsatz kamen und nun nur noch im SLK 55 AMG erhältlich sind, sind es vor allem die Bi-Turbo-Triebwerke der 63er Modelle. Vom E63, über den G63, dem GL63, dem ML63 bis hin zum S63. Das Achtzylinder-Triebwerk mit den zwei Turbos ist derzeit die AMG-Allzweckwaffe. Dank spielerisch mehr als 500 PS und Drehmomentwerten die Schiffsdiesel einschüchtern, ist dieser Motor in vielen Modellen im Einsatz. Und egal wo man ihn fährt – beim ersten Mal hinterlässt er den Fahrer gerne mit einem offenen Mund. Das Ergebnis von ungläubigen staunen.

AMG – Leistung aus Leidenschaft und Geschichte

Dabei begann alles viel früher – 1971 beim 24h-Rennen in Spa stand eine S-Klasse der Baureihe W108 in der Startaufstellung. In rot. Mit einer paar Sponsoren-Aufklebern, aber viel wichtiger, mit einem 6.3 Liter V8 Motor der damals von den AMG-Gründern aufgebaut wurde.

Die S-Klasse war damals bereits der Inbegriff des luxuriösen Automobils – nach den 24h in Spa, war man auch noch sensationeller Zweiter. Und das bei einem Langstrecken-Klassiker.  Heute sieht man dieses Jahr und vor allem, dieses Rennen, als Geburtsstunde von AMG.

Neben dem motorsportlichen Engagement ist man in Affalterbach für die Wünsche zuständig, die das Werk beim Kauf eines neuen Mercedes nicht umsetzen kann. Mintgrünes Leder im Innenraum? Kein Problem. AMG versteht sich nicht als Richter des „guten Geschmackes“ seiner Kunden, sondern erfüllt Kundenwünsche auf dem Niveau der gewohnten Mercedes-Qualität.

Und das nun seit über 40 Jahren!

 

 Fotos aus Affalterbach:

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Alle Fotos: Dirk Weyhenmeyer / im Auftrag von Mercedes-Benz

Der Besuch bei AMG war Teil einer Mercedes-Benz Socialmedia Aktion und ich war nicht alleine vor Ort. Weitere Berichte hierüber auf der HuffPo (von Johannes Lenz) und von Don in seinem Blog. Mario von Autoaid war auch vor Ort. (tbc..)

Und wie fährt sich denn nun, so ein AMG?

Das kannst du hier nachlesen:

Mercedes-Benz 07 CLS 63 AMG Shooting Brake

 

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