Audi R8 Spyder – Offenherzig in New York

Audi R8 Spyder – Offenherzig in New York

Schnipp, schnapp, Dach ab! Ganz so harsch, wie das klingt, erging es dem Audi R8 Spyder natürlich nicht. Aber das Cabrio tut es seinem Vorgänger gleich und präsentiert sich auf der New York Motorshow in der offenen Variante. Unter der langen Motorhaube werkelt ein V10 Motor mit 540 PS und macht dem offenen Zweisitzer richtig Beine.

Audi R8 Spyder

Offen lebt es sich doch viel angenehmer, oder? Man sitzt an der frischen Luft, hat direkten Kontakt zur Außenwelt und wird von der Sonne angestrahlt. Sonst noch etwas? Aber ja: Man bekommt den Sound des Zehnzylinder-Aggregats im Heck viel ungefilterter mit, als in der geschlossenen Variante. Aus den zehn Brennräumen holt der Spyder stramme 540 PS und soll den Ingolstädter in 3,6 Sekunden auf 100 km/h katapultieren. Schluss soll bei 318 Stundenkilometern sein, was für eine Sturmfrisur wohl reichen dürfte. Das 5.2 Liter-Aggregat ist aber zunächst die einzige Art, offen mit einem Audi R8 zu fahren. Der große V10 mit 610 PS ist aktuell noch nicht verfügbar. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, schließlich lädt ein Cabrio – oder wie hier ein Spyder – eher zum Flanieren ein als zum schnell fahren. So kann man sogar während der Fahrt und bis 50 km/h jeden Sonnenstrahl nutzen und das Stoffverdeck hinter den Passagieren verschwinden lassen. Im geschlossenen Zustand fügt es sich harmonisch in das Gesamtbild ein und läuft in zwei Finnen zum Heck hin aus.

Man erwartet es von einem Cabrio: Das Gewicht gegenüber dem Coupé. Wie es im Fall des R8 aussieht, bleibt abzuwarten. Hier wenden die Ingolstädter nämlich einen Trick an und geben das Gewicht des Spyder „trocken“ an. So fehlen zu dieser Angabe, um einen Vergleich zum R8 V10 Coupé zu haben, ein Fahrer von „durchschnittlichen“ 68 Kilogramm, sieben Kilo Gepäck und 90% Kraftstoff im Tank. Ohne diesen Ballast bringt das Cabrio 1612 kg auf die Waage. Verglichen mit den 1.670 Kilogramm der geschlossenen Variante aber ein respektabler Wert, der durch stringenten Leichtbau und Multimaterialbauweise erreicht wird. Verantwortlich dafür sind Carbon und vor allem Aluminium, sodass man gegenüber dem Vorgänger zehn Prozent an Gewicht einsparte.

Das bringt natürlich auch einen Vorteil beim Tanken, was aber die wenigsten R8-Käufer wirklich interessieren dürfte. Aber der Vollständigkeit halber: Mit 11,7 Litern auf 100 Kilometer spart der aktuelle Audi R8 Spyder erneut zehn Prozent gegenüber seinem Vorgänger ein. Förderlich ist dabei auch der Freilauf der Siebengang-S-Tronic, die zudem elektronisch gesteuert wird. Sie leitet die Kraft an alle Viere, also an den typischen Quattro-Antrieb. Dieser wurde aber angepasst, sodass die Kraftverteilung bis zu 100 Prozent an die Vorder-oder Hinterachse leiten kann. Einfluss darauf nehmen zudem die Fahrmodi des „Audi drive select“, die generell die Wahl zwischen Sport und Komfort lassen sollen. Kreuzt man das Performance-Lenkrad auf der Aufpreisliste an, kommen nochmals drei weitere Modi hinzu: Dry, Wet und Snow.

Innen wartet der Spyder mit dem bekannten „Audi virtual cockpit“ des Coupés auf den Fahrer. Die Besonderheit dabei ist, dass man die Hände nicht mehr vom Lenkrad nehmen muss, um alle Funktionen zu steuern. Außerdem lässt sich das Smartphone über ein spezielles Interface integrieren und ausgewählte Inhalte direkt auf dem 12,3 Zoll Bildschirm des „virtual cockpits“ anzeigen. Auf Wunsch gibt es die „Audi phone box“, die das Smartphone an die Bordantenne anschließt und per Induktion lädt. Abgerundet wird das Paket durch das „Audi connect“, das via LTE eine Vielzahl von Konnektivitätsdiensten bietet. So kann man seine Lieblingsmusik über das Online-Media-Streaming auf der Bang & Olufsen Soundanlage abspielen, die dank Lautsprechern in den Kopfstützen für ein optimales Klangerlebnis sorgen soll. Egal ob mit offenem oder geschlossenem Verdeck.

Ein Kommentar

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