Auf Augenhöhe mit der Konkurrenz: Die Kia Achtstufen-Automatik

Auf Augenhöhe mit der Konkurrenz: Die Kia Achtstufen-Automatik

Die Koreaner holen auf und müssen sich nicht mehr verstecken – weder beim Design, noch bei der Technik. Red-Dot-Awards in Hülle und Fülle, turboaufgeladene Downsizing-Motor und jetzt eine Achtstufen-Automatik für Fronttriebler. Zwar hat Kia bereits eine Achtgangautomatik im Portfolio, doch diese gab es bislang nur für heckgetriebene Fahrzeuge. Nun können auch die „Frontkratzer“ auf dieses Pendant zurückgreifen, sodass die Kia Achtstufenautomatik auf Augenhöhe mit der Konkurrenz steht, schließlich ist das neue Getriebe eine Eigenentwicklung.

Jetzt kann man sich fragen, wo die Schwierigkeit liegt, die Kia Achtgangautomatik für den Frontantrieb zu adaptieren. Von hinten nach vorn und fertig. Weit gefehlt. Zum einen kann das Getriebe nicht, wie beim Hecktriebler, längs verbaut werden, sondern muss quer installiert werden. Nicht zuletzt deswegen, muss es zudem besonders kompakt ausfallen. Zum anderen ist der Platz unter der Motorhaube begrenzt, weshalb die Abmessungen zurückhaltend ausfallen müssen. Zumal der Raum mit dem Fahrwerk, dem Motor und weiteren Nebenaggregaten gefüllt ist.

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Der Platz unter der Haube ist knapp, dementsprechend kompakt musste die Automatik ausfallen

Aber der hohe technische Aufwand soll sich gelohnt haben: Die Kia Achtstufen-Automatik soll hoch effizient sein, geschmeidige Schaltvorgänge ermöglichen und sogar leichter sein, als ein Sechsgang-Automatikgetriebe. 3,5 kg will Kia gegenüber diesem eingespart haben. Weitere Highlights: Eine gleichmäßigere Beschleunigung aus dem Stand bei einem gleichzeitig geringeren Verbrauch sowie eine Reduzierung der Geräusche und Vibrationen. Zudem soll die Kia Achtstufen-Automatik mehr Durchzugskraft bei hohen Geschwindigkeiten bieten.

Verbrauchsreduzierung durch Platzmangel

Besonders interessant bei der Konzeption: die Ölpumpe wurde stark verkleinert. Für gewöhnlich sorgt diese – im größeren Format – für einen erhöhten Verbrauch. Kia will sogar die kleineste Ölpumpe aller Seriengetriebe in dieser Klasse entwickelt haben und so den Durst reduzieren. Zudem haben die Ingenieure die Struktur des Ventilgehäuses vereinfacht. Das heißt, das nun nur noch zwölf anstatt von zwanzig Ventilen im Getriebe arbeiten und die Kupplung steuern. Damit es aber zu keiner Beeinträchtigung bei der Funktion der Kupplung kommt, wird diese nun mit einem Magnetschalter bewegt, womit sich ein weiterer Vorteil ergibt: schnellere Reaktionszeiten.

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Vorerst nur für den Kia Cadenza vorgesehen, den es in Deutschland nicht zu kaufen gibt: Die Achtstufen-Automatik

Seine Premiere feiert die neue Kia Achtstufen-Automatik im Cadenza, einer in Deutschland nicht erhältliche Limousine. Allerdings ist es auch für andere Modelle geplant. Vielleicht darf man sich ja im neuen Kia cee´d darüber freuen. Ein Termin für die Ablösung des aktuellen Modells ist zwar noch nicht ausgesprochen, doch die nächste Generation des Hyundai i30 wurde jüngst angekündigt – das Schwestermodell des cee´d.