AutoBild gegen CARGLASS

Vor ein paar Tagen hatte ich bereits über diese journalistische Glanzleistung der AutoBild geschrieben. Dort hatte man einen FAS-Artikel, dem man ein „gewisses Geschmäckle“ unterstellen kann, einfach für das eigene Publikum umgeschrieben und gekürzt und dabei dann auch vergessen,  zu erwähnen woher die Vorwürfe kamen. Die ganze Geschichte kann man hinter diesem Link nachlesen.

Autobild vs. Carglass

Der Artikel der AutoBild wurde mit einem Foto aufgepeppt, mit dessen Hilfe man visualisieren wollte, weswegen diese Glas-Reparaturen sowieso nur selten durchgeführt werden können. Hier das dafür verwendete Foto:

Oben das AutoBild "Beweis-Foto" und darunter ein Beispiel-Foto von Carglass. Wer hat nun Recht?

Oben das AutoBild „Beweis-Foto“ und darunter ein Beispiel-Foto von Carglass. Wer hat nun Recht?

Dem AutoBild Foto hat Carglass ein Symbolfoto gegenüber gestellt. Beides nicht so richtig hilfreich – oder?

Ich hab mich also auf die Suche nach einem Mini Cooper Cabrio gemacht. Denn für mich sieht das AutoBild Foto aus, als wäre das die Frontscheibe eines Mini Cooper. Beim freundlichen BMW-Händler um die Ecke habe ich auch ein Mini Cooper Cabrio gefunden und einen Termin vereinbart.

Es war klar, wirklich Licht in die Sache bekommt man nur, wenn man am echten Objekt darstellt, in welchen Bereichen ein Steinschaden repariert werden darf und wo nicht.

Hierzu habe ich vom Mini Cooper ein Foto Frontal in Kopfhöhe gemacht und mich dann an die Arbeit gemacht, den Bereich abzukleben, den man nicht reparieren darf. Am Ende sah das ganze dann so aus:

Bild 1 ist die Auto-Bild – nennen wir es höflich – Vermutung. Darunter die Mini Cooper Cabrio Scheibe. Und bereits bevor ich das erste Mal die 10cm vom Rand weg abgeklebt habe, war mir klar – der Mini Cooper eignet sich für eine negative Auslegung der gesamten Thematik natürlich prima – der Mini Cooper hat einfach wenig Frontscheibe.

Bild 2 – Die Mini Cooper Cabrio Scheibe. Bereits echt wenig Glas für eine Windschutzscheibe.

Bild 3 – Die 10cm vom Rand wurden abgeklebt, ebenso die 30cm im direkten Fahrersichtfeld. Da beim Mini der Scheibenwischer über die gesamte Höhe wischt – ist auch die gesamte Höhe als „nicht reparabel“ zu definieren.

Bild 4 – Farblich eingefärbt wird deutlich: Ja, eine Mini Cooper Scheibe hat vor allem im Fahrersichtfeld und rechts davon (Fahrtrichtung links) wenig Spielraum für Reparaturen. Aber man erkennt auch sehr schnell: Die AutoBild Zeichnung ist schlichtweg: Mist. Unbrauchbar. Bullshit.

 

Und nein – Carglass hat nichts für diesen Artikel bezahlt und auch keine Werbung gebucht. Mit geht es nur um die angebliche „journalistische“ Leistung der AutoBild und ihrem Springer-Verlag. Für den schlecht recherchierten und vereinfachten Aufguss eines FAS-Artikels sollte man kein Leistungsschutzrecht einfordern.

 

Die Mini Cooper Scheibe als „Referenz“ zu nehmen war ja bereits eine art Foul – bei der „Darstellung“ der Bereiche die repariert werden können aber so grotesk schlecht zu arbeiten, das verdient wirklich Aufmerksamkeit!

 

Das Mini Cooper Cabrio wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt, vom BMW-Autohaus Fuchs in Lohr am Main!

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