Dauertest: Mitsubishi Outlander PHEV – Leser fragen …

Dauertest: Mitsubishi Outlander PHEV – Leser fragen …

Seit mehr als 7 Monaten testen wir bei mein-auto-blog nun den ersten Plug-In Hybrid SUV der Welt auf Herz und Nieren. 10.000 km haben wir mittlerweile zurück gelegt und der Plug-In Hybrid Outlander hat sich sowohl in der Redaktion als auch bei den vielen verschiedenen Fahrern ins Herz geschlichen. Lautlos dank Batterie-Antrieb und anhaltend dank der großen Reichweite. Nein ernsthaft. Wir sind vom Plug-In Hybrid Outlander bislang mehr als überzeugt. Es gibt kaum ein Fahrzeug mit dem man im Alltag so problemlos die Brücke zwischen Benzinantrieb und Elektro-Zukunft überfahren kann.  Wer am Tag oft nur 40 km am Stück fährt, oder Teil-Etappen in dieser Größenordnung, der schafft den „eigentlich“ weltfremden NEFZ-Normverbrauch mit Leichtigkeit. 

Sie haben Fragen – wir antworten offen!

Von Anfang an war uns klar, wer mit einem derart neuen Konzept an den Start geht, der wird sicherlich mit vielen Fragen konfrontiert. Und „Sie“ – unsere Leser – haben uns nicht enttäuscht. Wir haben bereits mehrfach die Leserbriefe von Ihnen zum Anlass genommen um die „offenen Fragen“ da draußen zu beantworten. Jüngst hat uns eine eMail von Roland Müller erreicht und er hat ein paar Fragen gestellt, die ganz gut die vielen verschiedenen eMails der letzten Monate zusammenfasst. Daher heute – lieber Hr. Müller „Klaviermüller“, ein Artikel der auf ihre ganz persönlichen Fragen eingeht!

Aus der eMail, von mir frei zusammengefasst: Die vielen Warnhinweise in den Unterlagen die wir uns vorab haben zukommen lassen, verunsichern uns. Das Handbuch ist voll mit Warnungen zum elektrischen Betrieb des PHEV. Eventuell können Sie uns ein paar klare Antworten geben.

Bedienungshinweise im Umgang mit der Ladung des Mitsubishi Outlander PHEV

Sie haben recht Hr. Müller. Das Handbuch wimmelt nur so vor Warnhinweise. Und ich vermute die Rechtsanwälte von Automobil-Herstellern fordern das so. Aber ich kann Ihnen sagen: Sie müssen sich weit weniger Gedanken machen, als man den Eindruck nach der Lektüre hat. Welchen Stecker Sie zuerst in die Steckdose stecken, ist egal. Die Lade-Elektronik des PHEV ist clever. Wir haben bei uns an der Haussteckdose das Ladekabel des PHEV immer eingesteckt und trennen nur den Outlander bevor wir losfahren. Mehr Gedanken müssen Sie sich nicht machen.

„Die Einsteckvorrichtung des Outlanders nicht berühren“. Das mag so im Handbuch stehen und vermutlich soll es einen davor bewahren, per Stricknadel in den Ladebuchsen herum zu hantieren. Aber ich kann Sie auch hier beruhigen. Im täglichen Umgang kommen Sie gar nicht auf die Idee, an den Buchsen herum zu manipulieren. Der Stecker des Ladekabels ist ergonomisch geformt und per Drucktaster leicht zu entriegeln. Abziehen und aufstecken ist ganz simpel. Die Schutzabdeckung über der Ladebuchse ist per Finger zu öffnen und zu schließen, einen Kurzschluss bekommen Sie per Hand und im täglichen Betrieb nicht hin.

Keine Angst vor der Bedienung!

Strom kann man nicht sehen und nicht riechen und deswegen warnt man ausführlich davor. Das müssen die Hersteller so machen. Aber es gibt keinerlei Gründe zur Unsicherheit. Meine Frau, zum Beispiel, die hat sich nicht einmal mit dem Handbuch des PHEV befasst. Dort die Buchse, da das Ladekabel. Alles selbst erklärend und kinderleicht zu bedienen.

Wie sieht es mit der Bedienung des dazugehörigen Ladegerätes aus, muß es jedesmal zwingend eingeschaltet werden oder lädt es gleich los, wenn es ans Stromnetz gesteckt wird und ist es wirklich erforderlich, die Ladung mit einem Knopf auf dem Ladegerät erst zu beenden oder kann man den Netzstecker ohne weiteres einfach entfernen?

Das Ladegerät lädt natürlich nur, wenn der Outlander angeschlossen ist. Eingesteckt braucht es einen Ruhestrom, wie ein ausgeschalteter Fernseher o.ä..  Wir haben uns angewöhnt, einfach nur den Ladestecker abzuziehen wenn wir los fahren. Ansonsten ist der Outlander „eingestöpselt“. Das macht auch Sinn, weil Standheizung und Standklima dann direkt über den Erhaltungsstrom gespeist werden.

Wallbox – Nur für die Schnellladung?

In einem früheren Artikel haben wir uns für die Anschaffung einer Wallbox ausgesprochen. Diese Systeme gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Leser Roland Müller fragt sich ob diese Schnellladung nicht schädlich für den Akku ist?

Während man den Outlander PHEV per ChaDemo-Schnelllader binnen 30 Minuten zu 80% laden kann, empfiehlt sich für Zuhause eine einfachere und billigere Wallbox mit 3.7 kW Ladeleistung. Solche Boxen sind für jede Haus-Installation verfügbar. Diese Ladeboxen sind AC-Lader und  „pumpen“ deutlich weniger Leistung in die Akkus, als die „DC-Schnellladesäulen“ die man teilweise öffentlich anfahren kann. Dort ist die „Schnellladung“ dann binnen 30 Minuten möglich, aber ja, das geht durchaus auf Kosten der Lebenszeit der Akkus.

Während die 3.7 kW-Wallboxen zum Teil unter 1.000 € erhältlich sind, kostet eine solche DC-Ladestation (mit ChaDeMo-Stecker) gut uns gerne 18.000 € – wer also nicht plant unter die Energieversorger zu gehen, der kann das gleich wieder vergessen.

Der größte Vorteil einer solchen Wallbox liegt im Komfort. Bei einer Box mit montierten Kabel kann man das zum Outlander gehörende Kabel im Kofferraum belassen, dann hat man es zur Hand wenn man unterwegs ist, und natürlich sieht es besser aus, als wenn man die Kabel quer durch die Garage legt.

Der „Betriebsschalter“ des Outlanders, muss dieser auf „off“ gestellt sein?

Das ist auch so eine Formulierung aus dem Handbuch. Damit will uns der Hersteller nichts anderes sagen, als das der Outlander PHEV „ausgeschaltet“ sein muss, damit er geladen werden kann. Also nichts anderes als der Zustand, in dem man sein Auto eh parkt. Der Outlander PHEV hat eine „Keyless-Go“ Bedienung, der Autoschlüssel bleibt in der Jackentasche und man drückt nur den Startknopf. Wie bei anderen Keyless-Go Fahrzeugen auch, drückt man die Taste auch, nachdem man geparkt hat, das Fahrzeug verlassen will und es ausschaltet.

Dauertest mitsubishi outlander 06 plug-in hybrid

„Verfügbarkeit der Powerbox?“

Mit das spannendste Thema überhaupt und viele Leser fragen nach dieser „Box“. In der eMail fragt Leser Roland Müller wegen der Möglichkeit der „Spannungs-Versorgung“ und dem „jonglieren“ mit seiner Hausstrom-Anlage.

Wir haben eine erste Variante der „Power-Box“ für den Outlander PHEV testen können und verstehen die Nachfragen nach der „Bi-Direktionalen Powerbox“.

Wir haben leider, anders als Leser Roland Müller, derzeit keine Solarstrom-Anlage mit 5 kW Pufferspeicher und können dazu auch keine Aussagen treffen. Hier sollte man mal einen Experten seines Vertrauens befragen, in wie fern man die am Markt befindlichen Wallboxen sinnvoll mit dem „Strom-Puffer“ der eigenen Solaranlage koppeln kann.  Ich empfehle aber an dieser Stelle mal ein sehr interessantes Projekt:

DIY Stromspeicher Workshop 25kWh

 

Ich hoffe „wir“ konnten mit diesen Ausführungen ein wenig Klarheit verschaffen und freuen uns auf weitere eMails …

 

 

 

 

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