Die Akte: Volkswagen

Die Akte: Volkswagen

Wir haben auf mein-auto-blog lange nichts zur EPA-Affäre bei Volkswagen geschrieben. Das lag an mehreren Gründen. Zum einen ist mein-auto-blog kein News-Ticker. Wir haben Meinungen. Diese vertreten wir. Zum anderen ist unsere erste Aufgabe: Autos fahren. Autos „testen“ und dann haben wir eine Meinung. Über die schreiben wir dann. Oder wir drehen ein Video.  Bei der „Akte Volkswagen“ sollte man mit einer festen Meinung noch warten!

Volkswagen-Affäre – kein Schnellschuss!

Als dieser Skandal publik wurde fragte mich eine Kollegin, ob ich ihn im Blick hätte. Es war von Anfang an klar, hier explodiert gerade eine Bombe. Meine Antwort war: Ja, habe ich im Blick. Aber derzeit ist alles nur „News-Geticker“ und das vermischt man mit Vermutungen. Das macht keinen Sinn. Zudem mussten wir den neuen SUBARU Levorg fahren. Und den neuen Mitsubishi Outlander PHEV. Das ist unser „Job Nummer 1“. Derweil rannten sich die Redaktion quer durch das Netz die Köpfe an die Wand, tippten die Finger wund und es wird erst still wenn jeder alles einmal durchgekaut hat.

Jeder wollte das Thema: „Volkswagen-Skandal“ maximal für die eigene Reichweite nutzen. Verstehen wir ja … 

Neuigkeiten? Schwierig. Dabei sind die Fakten bis heute in drei Sätze zusammengefasst:

„Eine Bauart der Volkswagen TDI-Motoren erkennen Prüfstandsläufe und schalten in ein spezielles Kennfeld um, damit minimale Emissionen emittiert werden. Oder andersherum: Wird kein Prüfstandslauf erkannt, wird die Nachbehandlung der Emissionen vernachlässigt. Betroffen sind 11 Millionen Fahrzeuge mit diesem Aggregat. Das Thema ist bereits 2014 bekannt und wurde erst jetzt in den USA zum Skandal erklärt – bei Volkswagen war man unfähig den Skandal zu vermeiden!“

Das Internet spült nun eine fast erschreckende Anzahl an Experten hervor, die dies schon immer wussten. Aber anscheinend war niemand in der Lage, oder es wollte niemand, diesen Skandal mit Fakten belegen. Bei den beiden wichtigsten Automobil-Zeitschriften in Deutschland beeilt man sich mit Erklärungen, warum es ausgerechnet die „Experten“ nicht bemerkt haben wollen. 

Auf mein-auto-blog können wir uns nicht in den Wettkampf um den „News-Klick“ begeben. Wir werden, anders als Verlage, nicht von der Automobil-Industrie an der goldenen Subventionsnadel gehalten. Wir überlassen die „schnell flüchtigen“ News daher den Nachrichten-Webseiten. Wir werden jedoch, sobald dies möglich ist, eine Meinung, eine umfassende Betrachtung der Vorgänge vornehmen – stand -jetzt- ist dies jedoch zu früh.

 

Wer sich mit den Hintergründen beschäftigen will, dem legen wir eine erste Aufarbeitung vom Kollegen Mechtel an das Herzen [klick].

 

..mehr zum Thema, ab sofort im Live-Blog!