Die CUP-Klassen in der VLN im Überblick

Die CUP-Klassen in der VLN im Überblick

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring besticht durch einen einzigartigen Mix aus Fahrzeugmarken, -Kategorien und -Modellen. Nichtsdestotrotz erfreuen sich auch jene Klassen großer Beliebtheit, in denen die Kontrahenten mit identischen Fahrzeugen gegeneinander antreten: die Cup-Klassen. Von ihnen sind die Zuschauer am Nürburgring mittlerweile ebenso fasziniert wie von den High-Speed-Klassen SP9 (GT3), SP-X und SP-Pro. 2016 wird mit der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing eine neue Cup-Klasse erwartet. Um die 20 Teams haben sich in dieser bereits angemeldet – das Cup-interne Kräftemessen der Porsche Cayman verspricht eine echte Attraktion auf der Nordschleife zu werden. Eine perfekte Ergänzung zu den drei weiteren Cups, dem BMW 235i Racing Cup, dem Opel Astra OPC Cup und dem TMG GT86-Cup, die auch in der neuen Saison wieder für Spannung bis zum letzten VLN-Rennen sorgen dürften.

Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing
„Ich bin froh, dass es nun endlich losgeht. Wir sind sehr gut aufgestellt und hoffen auf eine optimale Saison“, sagt der Cayman GT4 Trophy-Verantwortliche Thomas Raquet. Die Voraussetzungen sind vielversprechend: Über 15 der 385 PS starken Fahrzeuge werden zum Saisonauftakt erwartet. Nahezu alle Fahrzeuge wurden bereits an die Teams ausgeliefert. Mit circa 200 eingebauten Rennteilen wurde das Serienmodell in einen Cayman GT4 Clubsport umgewandelt – ein gelungener Mix aus Serien- und Rennfahrzeug. Raquet: „Wir sind sehr gespannt. In der Trophy treffen viele Fahrer aufeinander, die zuvor in den unterschiedlichsten VLN-Klassen unterwegs waren. Das Teilnehmerfeld hat es in sich und verspricht packende Rennen.“

Durch die hohe Meldezahl erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass der VLN-Meister des Jahres 2016 aus der Cayman-Trophy kommen könnte. Schließlich kassieren Fahrer und Mannschaft umso mehr Punkte in der Gesamtwertung, je mehr Konkurrenten sie in ihrer Klasse hinter sich lassen. Wer folglich die Trophy dominiert, könnte sich gleichzeitig zum Topfavoriten für den VLN-Titel machen.

BMW 235i Racing Cup
Diese Voraussetzungen gelten auch im BMW 235i Racing Cup, der seit seinem Debüt im Jahr 2014 eine feste Größe in der VLN darstellt. Stets wartete der Cup mit hohen Teilnehmerzahlen auf, im vergangenen Jahr waren bei allen VLN-Läufen durchschnittlich 17 Autos am Start. Und auch 2016 scheint der BMW-Cup die am besten besetzte Klasse zu werden. „Wir rechnen mit mehr als 20 Autos in der Startaufstellung“, bestätigt Jens Marquardt, der BMW-Motorsport-Direktor. „Sie werden den VLN-Fans wieder erstklassiges Racing bieten.“

Den Teilnehmern stehen in der kommenden Saison Upgrade-Teile für den 333 PS-starken Kompaktsportler aus München zur Verfügung: Ein Heckflügel und eine modifizierte Radaufhängung sollen für eine „ruhigere“ Hinterachse sorgen. Die Bremsanlage wurde so überarbeitet, dass die laufenden Kosten gesenkt werden. Im BMW 235i Racing Cup messen sich im erhöhten Maße junge Talente mit erfahrenen Nordschleifen-Hasen. So lieferten sich in der vergangenen Saison Michele Di Martino und Moritz Oberheim – der als 18-Jähriger seine erste VLN-Saison bestritt – einen erbitterten Schlagabtausch mit den Nürburgring-Veteranen Mario Merten und Ralf Schall. Am Ende holten die Junioren den Cup-Titel.

TMG GT86-Cup
Hochklassigen Wettbewerb liefert auch der TMG GT86-Cup, der in seine vierte VLN-Saison geht. Das belegt unter anderem die Tatsache, dass die letztjährigen Cup-Sieger Arne Hoffmeister und Fabian Wrabetz lange die VLN-Wertung anführten, sich nach dem Finale aber mit dem dritten Meisterschaftsrang zufrieden geben mussten.

Auch der TMG GT86 wird in dieser Saison einer Frischzellenkur unterzogen. Das umfangreiche Paket umfasst unter anderem ein neues Bodykit, bestehend aus Frontsplitter, Seitenschweller und Heckflügel, sowie ein neues Lufteinlasssystem, mit dem der Motor dann 210 anstatt 200 PS leistet. Daneben wurde das Getriebe verbessert und Bremse und Kupplung wurden verstärkt. Gewichtsoptimierte Türen und eine neue Batterie sorgen für eine Gewichtsersparnis. „Zum vierten VLN-Lauf werden wir entsprechende Pakete an unsere Kunden ausliefern“, sagt der Cup-Verantwortliche Nico Ehlert. „Diese Upgrades werden die Wettbewerbsdichte erhöhen und das Leistungsniveau steigern.“ Einem spannenden Kräftemessen der Toyota-Cup-Piloten steht somit auch im Jahr 2016 nichts im Wege. Ehlert: „Die vierte Saison in Folge zeigt, dass wir uns im Umfeld der VLN sehr wohl fühlen, und wir hoffen, dass ein weiteres spannendes Jahr vor uns liegt.“

Opel Astra OPC-Cup
Auch der Opel Astra OPC Cup geht 2016 in seine vierte Saison. Seit seinem Debüt 2013 hat sich der Markenpokal zu einem echten Highlight in der VLN entwickelt. Die Rennen verliefen stets eng und spannend, der Champion wurde jeweils erst beim Saisonfinale gekürt. Daher entschlossen sich die Verantwortlichen bei Opel Motorsport, den Cup für eine weitere Saison auszuschreiben. Die 320 PS starken Opel GTC OPC gehen in unveränderter technischer Spezifikation an den Start. „Wir entsprechen damit den Wünschen unserer Teams, die ihr Rennfahrzeug weiterhin auf dem Nürburgring einsetzen wollen. Und wir wissen auch, wie beliebt der Cup bei den vielen Fans rund um die Nordschleife ist“, betont Opel-Motorsport-Direktor Jörg Schrott. „Die Nordschleife hat für Opel Motorsport stets einen besonderen Stellenwert gehabt. Daher strebt Opel eine mittel- und langfristige Präsenz auf der schönsten und schwierigsten Rennstrecke der Welt an.“

Mit dem Porsche Carrera Cup gibt es noch eine fünfte Cup-Klasse in der VLN. Sie verfügt jedoch über keine eigene Cup-Wertung, sondern dient als „Auffangbecken“ für all jene Teams und Fahrer, die ihre Porsche Carrera Cup-Modelle aus den unterschiedlichen Rennserien, wie aus zum Beispiel aus dem Porsche Supercup oder den nationalen Carrera-Cups, auch auf der Nordschleife einsetzen möchten.

In der kommenden Woche liefern wir unter anderem Informationen zur neuen Doppelt-Gelb-Regelung.