Die E-Prämie der Bundesregierung – Die Hintergründe

Die E-Prämie der Bundesregierung – Die Hintergründe

Seit heute um 11 Uhr ist es raus: Die Bundesregierung bezuschusst den Kauf von E-Fahrzeugen – sowohl Plug-In-Hybride wie auch voll elektrische Fahrzeuge. Dafür trafen sich die Minister mit Vertretern von Volkswagen, Mercedes und BMW und entschieden die Details. Etwa eine Milliarde Euro steht bereit, um den Verkauf von E-Fahrzeugen bis 2020 auf ein Prozent der Zulassungen zu treiben. Getragen werden die Kosten paritätisch von der Automobil-Industrie und vom Bund.

Schon im Mai soll es losgehen und die Zuschüsse für die entsprechenden Automobile sollen verteilt werden. So werden Plug-In-Hybride wie etwa der Mitsubishi Outlander PHEV mit 3.000 Euro bezuschusst. Der Kauf von voll elektrischen Fahrzeugen wie beispielsweise dem BMW i3, wird sogar mit 4.000 Euro belohnt. Das erinnert ein wenig an die Abwrackprämie von 2009, als die Bundesregierung die Verschrottung von alten PKW mit 2.500 Euro belohnte, wenn man dafür einen Neuwagen kaufte.

Der Nissan Leaf wird fünf Jahre alt

Die E-Prämie soll also die Verbreitung von Elektrofahrzeugen vorantreiben. Getragen wird sie vom Bund wie auch von den Automobil-Herstellern selbst. Aufgeteilt werden die Kosten paritätisch, also jeweils zu 50 Prozent. Nissan belohnt den Kauf eines Leaf sogar mit 1.000 Euro extra, sodass man für einen brandneuen E-Kompakten nur noch 18.350 Euro ausgeben muss. Damit fällt der Japaner locker in die Vorgabe der Bundesregierung: Bezuschusst werden Fahrzeuge bis zu einem Basispreis von 60.000 Euro. Dementsprechend fallen Luxus-Limousinen oder große Plug-In-Hybrid-SUV aus dem Raster. Außerdem ist die Prämie natürlich nicht unerschöpflich. So steht die Summe bis maximal 2020 zur Verfügung. Sollte sie bereits früher ausgeschöpft sein, gibt es keinen Nachschlag. Bei einem Boom sollte man also schnell entscheiden, ob man für die Elektromobilität bereit ist.

Die Infrastruktur sollte es hingegen sein, schließlich sollen gut 300 Millionen Euro in den Ausbau des Stromnetzes fließen, um sicherzustellen, dass man mit seinem Stromer auch längere Strecken zurücklegen kann. Die übrig bleibenden 600 Millionen Euro fließen in die Prämie selbst. Plug-In-Hybride, die bezuschusst werden, sind etwa der Mitsubishi Outlander PHEV oder der Toyota Prius Plug-In. Voll elektrische Fahrzeuge, die mit 4.000 Euro bezuschusst werden, sind beispielsweise der Kia Soul EV, der Nissan Leaf – wie oben bereits genannt – oder eben der BMW i3. Vielleicht bewirkt dieses Instrument tatsächlich, dass wir als Fußgänger demnächst unsere Augen noch stärker offen halten sollten. Nur für den Fall, dass ein Stromer lautlos angesaust kommt.

5 Kommentare

  1. Jörg
    28. April 2016 zu 09:41 Antworten

    Wichtig zu erwähnen wäre, dass aktuell nur deutsche Hersteller dem zugestimmt haben und im Moment auch nur die Prämiert werden. Ich hoffe, dass dort in Zukunft auch noch die anderen Hersteller mitmachen.

    • Bjoern
      Bjoern
      28. April 2016 zu 10:49 Antworten

      Mittlerweile haben sich auch Nissan und Renault eingereiht. Es fehlen noch Mitsubishi und KIA ..

      • Jörg
        28. April 2016 zu 11:19 Antworten

        Aha, hast du denn einen Link dazu?
        Mir fehlen noch Citroen und Peugeot. Für mich wären der C-Zero oder iOn interessant.

        • Bjoern
          Bjoern
          28. April 2016 zu 11:33 Antworten

          http://www.newsroom.nissan-europe.com/de/de-de/Media/Media.aspx?mediaid=144920

          …und was wäre mit dem Mitsubishi EV, sprich dem i-MiEV?

          • Jörg
            28. April 2016 zu 11:38

            Danke. Aber die Batteriemiete ist für mich ein no-go, da dürfte das Auto min 10.000€ weniger kosten.
            EV ist ja das gleiche wie bei Citroen und Peugeot, aber dort stimmen Preis/Leistung für mich nicht mehr.
            Für 10km und noch paar unwichtige Extras über 4000€ mehr zahlen sehe ich nicht ein.