Ein Auto für Gutmenschen? Der Mitsubishi Outlander PHEV

Ein Auto für Gutmenschen? Der Mitsubishi Outlander PHEV

Der Jahreswechsel ist der Zeitpunkt, an dem bei uns die Strom-Rechnung eintrudelt. In diesem Jahr sind wir umgezogen, im neuen Haus gibt es noch keine eigene PV-Anlage auf dem Dach. Dumm. Denn als PHEV-Fahrer lädt man natürlich die Batterien des Mitsubishi Outlander PHEV auch und vor allem zuhause auf. An dieser Stelle machen wir keine Werbung für unseren Strom-Versorger, wichtig ist nur: Wir kaufen Öko-Strom ein. Zu 100%. Auf der Rechnung bestätigt uns der Strom-Betreiber dann auch die Umweltauswirkungen unseres Strom-Tarifes: 0.00 Gramm CO2 in 2015. Kernkraft mag CO2-frei sein, aber habe ich 100 % Vertrauen in die Technik? Nein. Als Schüler haben wir „Die Wolke“ von Gudrun Pausenwang gelesen. Darin ging es um einen atomaren Unfall im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld. Das Ergebnis? Nicht erst nach Fukushima und Tschernobyl? Eine ganz persönliche Angst vor der Kernkraft. Die Technik mag genial sein, aber so lange Menschen damit arbeiten, gibt es keine 100% Sicherheit. Und Grafenrheinfeld? Nur eine Stunde mit dem PKW von uns entfernt. Wenn mir der Strombetreiber nun schwarz auf weiß bescheinigt: „Radioaktiver Abfall: 0.000g pro gezogener kWh, dann – ja dann finde ich das gut.

Wird man zum „Gutmenschen“, nur weil man einen PHEV fährt und Öko-Strom einkauft?

Die Gedanken zum Mitsubishi Outlander PHEV – Der Dauertester führt zum Unwort des Jahres.

Heute diskutiert man alles auf Facebook. Und so habe ich auch einen Beitrag über meine Stromrechnung online gestellt. 32.09 cent je kWh kostet mich der Luxus der „Öko-Energie“ und ich weiß – es gibt dutzendfach Kritik am EEG – und viele kluge Köpfe handeln deswegen anders. Der Strom ist ein massiver Kostenfaktor im alltäglichen Leben vieler. Der Wunsch „nicht zuviel zu bezahlen“ lässt uns sofort nach Preisvergleichen und günstigen Angeboten schielen. Und so liess der erste Kommentar nicht lange auf sich warten. Ich sei ja ein Gutmensch, wenn ich gerne zuviel bezahle.

Ein Gutmensch, weil der Outlander PHEV mit Öko-Strom gefüttert wird?

Der Begriff Gutmensch hat es 2015 zum Unwort des Jahres geschafft. Allerdings im Zusammenhang mit einer gänzlich anderen Debatte. Gutmensch, eine Begrifflichkeit, die nicht positiv gemeint ist. Doch ich stehe dafür ein. Wenn man den Erfolg des PHEV in der individuellen Mobilität unterstützen will, dann darf bei der Erzeugung des Stroms kein CO2 anfallen. Atomaren Müll zu produzieren, die Sorgen an die Nachkommen zu vererben? Das kann ebenso wenig eine Alternative sein.

Und die „Abzocke“ durch die EEG-Umlage?

Für die Berechnung der Unterhaltskosten des Mitsubishi Outlander PHEV setzen wir demnach 32.09 cent je kWh an. Für uns bedeutet das im Augenblick bei einem Verbrauch von rund 260 kWh Strom per Monat 83,43 € an Stromkosten. CO2-frei! Zusätzlich kommen aktuell 3.68 Liter je 100 km Benzin hinzu.

Die aktuelle Abrechnung für den Monat Januar wird ein wenig komplizierter. Wir hatten es ja geschrieben, der ursprüngliche Test-Outlander hat eine „Kalt-„Verformung über sich ergehen lassen müssen. Der Ersatz-Outlander startete mit einem neuen Kilometer-Stand, wir werden nach dem ersten vollen Monat die Verbrauchsdaten daher erneut neu starten.

Aber zurück zum Thema:

Der Mitsubishi Outlander PHEV macht mich nicht zum Gutmenschen. Aber ich glaube, wenn man die Vorteile des PHEV-Konzeptes nutzen will, dann muss man die Idee zu Ende denken. CO2-freie Energie ist dabei nur eine Größe. Mit der EEG und der tarifierten CO2-Freiheit im Strom-Tarif wird der Wunsch zur nachhaltigen Mobilität nicht einfacher – aber neben der Möglichkeit, den Strom selbst zu produzieren, bleibt diese Variante der einzig gangbare Weg.

Am Ende will ich sagen können: Ich habe es wenigstens versucht. Der Mitsubishi Outlander PHEV ist daher auch weiterhin die sinnvollste Antwort, wenn die Frage lautet: Was ist der praxis- und familiengerechte SUV, mit dem man CO2-Emissionen maximal reduzieren kann? 

Ganz ohne Gutmensch-Attitüde!

 

Haben Sie Fragen zum Mitsubishi Outlander PHEV? Oder fahren Sie selbst einen solchen Plug-In Hybriden? Schreiben Sie uns! Kontakt zur Redaktion

In der kommenden Woche beantworten wir wieder offene Leser-Fragen zum Mitsubishi Outlander PHEV.

 

 

 

 

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4 Kommentare

  1. David
    11. März 2016 zu 14:00 Antworten

    Ich fahre meinen Outlander PHEV jetzt seit rund zwei Wochen und habe mich dafür entschieden, weil ich Spaß an neuer Technik habe und mal ein ganz anderes Fahrgefühl probieren wollte. Gutmenschentum oder Ökogefühle haben mich nicht dazu bewegt. Die positiven Aspekte sind meiner Ansicht nach sogar eher recht egoistisch:

    So kann ich zum Shoppen in der Innenstadt jetzt noch dichter als jeder Behindertenplatz an der Elektrosäule direkt vor dem Eingang parken und das dazu noch quasi zum Nulltarif. Nur der Strom kostet ein paar Cent mehr als zuhause. Ich hoffe jetzt mit meinem E-Kennzeichen sogar noch auf meinen Freifahrschein für die Busspuren.

    Fantastisch ist zudem die Ruhe im Auto. Gerade wer gerne Musik hört, wird fasziniert sein davon. Und als ich neulich im Up! meiner Frau gefahren bin, war ich vom lauten Motor schlicht geschockt. Dabei hatte ich dieses Auto zuvor im Vergleich zu meinem Ex-Land-Rover eigentlich immer als angenehm leise empfunden. So schnell kann man sich an dei Stille im PHEV gewöhnen. Und das ist schon geil! Ich bin auch überrascht, wie beispielsweise mein Auto mit den Diesel-Autos nebenan an der Ampel zu vibrieren anfängt. im Outlander ist es wirklich so ruhig, dass man sogar sowas merkt.

    Außerdem zieht das Auto für einen echt großen Brocken erstaunlich gut, und das vorallem wenn er einmal rollt. Zum Thema „so viel wie möglich elektrisch fahren“ kann ich also sagen, dass es eher diese Dinge sind, die mich dazu bewegen. Mit Gutmenschentum hat das PHEV-Fahren also überhaupt nichts zu tun. Jedenfalls nicht für mich.

    Und wer sich tatsächlich als Gutmensch aus ökologischen Gründen für ein EV entscheidet, der sollte drüber nachdenken, dass es der Umwelt nicht egal ist, wie Batterien hergestellt werden und dass nur mit der eigenen Solaranlage wirklich keine Emissionen beim Strom gibt. Denn ansonsten verursachen Elektroautos eben nur 0 Gramm „lokale“ Emissionen. Das in den Ökostrom hineinge“greenwashte“ Braunkohlekraftwerk muss ja auch irgendwo dampfen.

  2. News: Mitsubishi Space Star – Geräumig trifft günstig › Mein Auto Blog
    1. Februar 2016 zu 15:07 Antworten

    […] Jazz), griechischer Mythologie (VW Phaeton) oder an Übersinnlichem (Rolls-Royce Ghost/Phantom). Mitsubishi hat sich für den wohlklingenden Namen Space Star entschieden. Und das erstaunlicherweise für […]

  3. Harry
    24. Januar 2016 zu 16:54 Antworten

    Zum Thema Öko-Strom: Beim Anbieter WEMIO beziehe ich derzeit 100% (TÜV zertifiziert) Öko-Strom zum Preis von 0,22 Eur/kWh…
    0,10 Eur/ kWh Unterschied finde ich auch eine ganze Menge für das gleiche Produkt.

    Wir sind dort seit Jahren Kunde und WEMIO ist tatsächlich (für mich) der preiswerteste Anbieter – und das nicht nur im Öko-Strom Bereich.

    • Bjoern
      Bjoern
      25. Januar 2016 zu 08:56 Antworten

      Werde ich mir mal anschauen, danke.