Erster Test: Škoda Superb Combi

Erster Test: Škoda Superb Combi

Tegernsee – Erster Test

Es sind erst zwei Monate vergangen, da hatten wir hier an gleicher Stelle die neue große Škoda Limousine vorgestellt. Das erste Fazit? Eindeutig. In diesem Segment, in der Klasse, gibt es kaum einen, der die wichtigsten Talente eines Autos besser unter eine formschöne Hülle bekommt als der Škoda Superb. Nun sind wir den Combi gefahren, die Erwartungshaltung war klar!

Papas Lieblingskombi

Erste Testfahrt im neuen Škoda Superb

Stehen nicht auf der Ausstattungsliste. Leider.

Stehen nicht auf der Ausstattungsliste. Leider.

Der steckt die anderen in die Tasche

Laderaum, Variabilität, nützliche Extras und ein wenig Spaß beim Auto fahren, so riesig sind unsere Ansprüche ja gar nicht. Und dennoch, irgendwo patzt dann jedes Auto. Der neue Superb will in seiner Combi-Version alle Ansprüche erfüllen.

Er fängt beim Thema Laderaum an. Mit fast 2.000 Litern (1.950) bei umgeklappter Rücksitzbank kommt echtes Transport-Feeling auf. Wer die Rücksitzbank besetzt, der behält noch immer einen Kofferraum von über 660 Litern. Das reicht locker, um mit der Familie in den Urlaub zu fahren. Überhaupt, die Familie.

Bei Škoda spielen mittlerweile die Details eine große Rolle, man konzentriert sich nicht nur auf die Verarbeitung, auch die praktische Seite wird herausgeputzt. Der iPad-Halter in Reihe zwei ist so ein Detail. Für 39 € beim Škoda-Händler bestellt, fixiert er das Tablet entweder in der Mittelkonsole der Rücksitzbank oder an den Kopfstützen der Vordersitze. Es sind eben die Kleinigkeiten, die ein Auto nicht nur gut, sondern sympathisch werden lassen.

Zwei Regenschirme? Check. Jeweils einer in den Türen links und rechts. Eine kleine Taschenlampe mit Akku im Kofferraum? Praktisch. Richtig praktisch: Die kleine Taschenlampe hat sogar einen Magneten, mit dem man sie am Fahrzeugblech anheften kann. Wer mal einen Radwechsel in der Dunkelheit vor sich hatte, der weiß, wie sinnvoll diese Idee ist.

Unendliche Weiten, in die ein Konkurrent bislang … usw .. 

8+5 ergibt Platz

8 Zentimeter mehr Radstand, dazu 5 Zentimeter mehr Breite. Aber nur wenige Millimeter in der Gesamtlänge. Der Škoda Superb Combi ist mit seinen Talenten gewachsen, mag man meinen. Die Gleichteile-Strategie im Mutterkonzern beschert dem Tschechen die gleiche Basis, die auch den VW Golf so solide wirken lässt. MQB nennt sich der Baukasten und die Tschechen holen das Maximum heraus.

Und so lassen sich in Reihe zwei bequem die Beine übereinander schlagen, selbst wenn in Reihe eins bereits ein Sitzriese Platz genommen hat.

Pack weg!

Fahrbericht08 skoda superb combi

Reisefreudig

Der Superb ist die solide Kombination, die man sich für die Langstrecke wünscht. Bequeme Sitze, eine perfekte Sitzposition hinter dem Lenkrad und eine gute Geräuschdämmung lassen den Kombi zum idealen Autobahn-Kollegen werden. Unter der Haube pochen bis zu 280 PS aus einem Benziner-Turbo. Der stand für den Ausflug rund um den Tegernsee leider nicht zur Verfügung, doch auch die 220 PS Version kann begeistern. Sparsam und Spaß bekommt der 2.0 Liter TSI unter eine Haube. Mit 350 Nm und dem Sechsgang-DSG lässt es sich hervorragend niedertourig dahin gleiten, bis zu dem Augenblick, in dem einen der Hafer sticht. Zackig knallt das DSG zwei Stufen runter, der TSI raunt sich die Drehzahlleiter hoch und zieht den Tschechen effektvoll über die Autobahn.

Kein vRS Superb

Den mit 280 PS stärksten Superb konnten wir noch nicht fahren, aber wir glauben es gerne, der macht schon richtig Spaß. Denn bereits der „kleine“ 220 PS’ler passt wunderbar in den Superb. Doch wie immer dürfte es ruhig noch ein wenig mehr sein. Das wissen wir, das wünschen wir uns auch. Aber: Škoda wird wohl „nur“ eine „Sport-Ausstattung“ des Superb auflegen, kein RS-Modell. Da hat wohl irgendjemand in der Zentrale in Mlada Boleslav schlecht geschlafen, als die Frage diskutiert wurde: Superb vRS ja, oder nein? Herauskam also wohl ein „Nein“. Schlechte Nachrichten für alle Familien-Papas mit „Linke-Spur-Syndrom“ und Außendienstler im User-Chooser-Segment, die gerne die Langstrecke auch mal gegen die Rennstrecke tauschen würden. Kein Superb RS

Zumal der Superb mit dem neuen DCC-Fahrwerk einige Talente besitzt, um den Spagat zwischen Alltag und Fitness-Studio zu überbrücken. Das DCC schaltet auf Knopfdruck die Dämpfer härter oder weicher und damit wird der Superb sportlicher oder bleibt komfortabel. Wobei uns auch beim Combi, ähnlich wie bei der Limousine, die Unterschiede etwas zu grob sind. Eine feinere Abstufung wäre schön. Oder eine Sport 1 und Sport 2-Einstellung.

Wobei dies nun Gemecker auf höchster Ebene ist.

So fährt sich der Škoda Superb

Einfach mal den Artikel zur Škoda Superb Limousine aufrufen. Der Combi fährt sich genauso und damit einfach gut. Oder Sie probieren es ab dem 26.September selbst aus, dann kommen die Combi Superb zu den Škoda Händlern.

Fahrbericht28foto habby skoda superb combi

Fazit

Er war einmal ein Underdog

Der kam aus Tschechien und war auf Gedeih und Verderb der guten Laune aus Wolfsburg ausgeliefert. Doch damit ist es vorbei. Der Octavia war bereits eine Ansage, der Fabia und der Yeti sind noch immer Dauerbrenner im Portfolio und auch der Superb, gerade als Combi, wird den anhaltenden Aufwärtstrend der „Importeurs-Marke“ stärken. Keine Frage.

Mit dem extrem guten Design ist der neue Superb ganz klar eine Alternative zum arg nüchternen Passat, aber auch für den Audi A4 Avant dürfte es eng werden. Der Superb bietet die gleichen Techniken, bei einem besseren Design und einer ganzen Welt mehr Platz! Damit wäre dann auch die Erwartungshaltung an den Combi – nach der Fahrt mit der Limousine – mehr als erfüllt!

Ach so: Den neuen Superb Combi gibt es ab 25.590 € , der gefahrene 220 PS TSI kostet in der Style-Ausstattung 37.750 €.

Linktipp: Fahrberichte der Kollegen erscheinen in Kürze und werden dann verlinkt! 

 

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2 Kommentare

  1. News: Skoda Superb – Basisausstattung und Spitzenmotorisierung › Mein Auto Blog
    25. Juli 2015 zu 13:48 Antworten

    […] Wochen nach Marktstart des neuen Superb komplettiert Skoda nun die Ausstattungs- und Antriebspalette des tschechischen Flaggschiffs. Ab sofort ist das […]

  2. Neuer Skoda Superb Combi Testbericht | Autogefühl
    21. Juli 2015 zu 18:04 Antworten

    […] Weitere Stimmen zum neuen Skoda Superb Combi gibt es bei autophorie, der-autotester und mein-auto-blog. […]