Fahrzeugklassen – Die Erklärung

Fahrzeugklassen – Die Erklärung

Kleinstwagen

Im Fahrzeugsegment unterscheidet man die einzelnen Automodelle nach einzelnen Klassen. Die erste und kleinste Klasse wird dabei nach dem Kraftfahrzeugbundesamt Kleinstwagen, von der Europäischen Kommision Segment A, genannt.

Was zeichnet die Kleinstwagen aus?

Zum einem haben diese Kleinstwagen, die übrigens eine hohe Beliebtheit aufweisen, im Neufahrzeugsektor einen erschwinglichen Neupreis. Im Gegenzug besitzen sie nur eine geringe Ausstattung. Ebenfalls eine Einschränkung gibt es im Bereich des Platzangebotes, denn ein Kleinstwagen ist um vieles schmaler und kleiner als ein Fahrzeug der Mittelklasse.

Die meisten Kleinstwagen besitzen 4 Sitzplätze, wodurch das Kofferraumvolumen sehr eingeschränkt ist. Die Motorleistung der Kleinstwagen hat sich in den vergangenen Jahren stark gebessert, ist jedoch noch immer recht gering. Nach heutigen Preissegmenten kostet ein Kleinstwagen zwischen 9.000 und 14.000 Euro.

Die Kooperation mit Partnern im Kleinstwagensektor

Um den geringen Anschaffungspreis aufrecht halten zu können, dem Kunden aber trotzdem ausreichend Komfort zu bieten, schließen sich viele Hersteller bei der Entwicklung der Kleinstwagen zusammen. Das dazugehörige Konzept nennt man Badge-Engineering oder auch Plattform-Strategie.

Fahrzeuge, die mit der Badge-Engineering Strategie hergestellt und entwickelt wurden, haben häufig ein sogenanntes „Zwillings“ Fahrzeug, welches lediglich etwas an der Karosserie verändert wurde.

Beispiele hierfür sind:

  • Aston Martin Cygnet und Toyota iQ
  • Seat Arosa und VW Lupo
  • Suzuki Alto, Maruti A-Star, Mazda Carol und Nissan Pixo

Fahrzeuge, die mit der Plattform-Strategie entwickelt wurden, besitzen die gleiche maschinelle Grundform und einen anderen Karosserietyp.

Beispiele hierfür sind:

 

Kleinwagen

Als Kleinwagen bezeichnet man alle die Fahrzeuge, die sich zwischen den Kleinstwagen und der Kompaktklasse befinden. Im Fahrzeugsegment der europäischen Kommission bildet diese Klasse das B-Segment. Beliebt sind diese Fahrzeuge, ähnlich wie die Kleinstwagen, wegen ihrem erschwinglichen Neupreis, der sich zurzeit zwischen bei 12.000-18.000 Euro bewegt. Trotz dieses geringen Preises handelt es sich um Fahrzeuge, die einen relativ hohen Komfort bieten.

Was zeichnet die Kleinwagen aus?

Der geringe Neupreis schlägt sich auf die Ausstattung und das Platzangebot nieder. Die meisten Kleinwagen sind so konstruiert, dass vier Personen genügend Platz besitzen und trotzdem ein ausreichendes Kofferraumvolumen zur Verfügung steht. Wenige Vertreter bieten auch fünf Personen Platz (beispielsweise Suzuki Swift).

Die Kleinwagen gibt es als Drei- oder als Fünftürer. Die Motorleistung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Die Bauform der Fahrzeuge ist praktisch angelehnt und wurde in den vielen Jahren der Entwicklung mehrfach geändert.

Die Marktsituation der Kleinwagen

Kleinwagen bieten einige Aspekte, die für die Anschaffung sprechen. Ein Aspekt bezieht sich auf die Parkplatzsuche in Ballungsräumen. Der Kraftstoffverbrauch und die Insassensicherheit sind bei einem solchen Fahrzeug recht akzeptabel.

Aktuelle Modelle in diesem Fahrzeugsegment sind:

Die Anschaffung eines Kleinwagens kann durchaus vorteilhaft sein. Annehmbare Preise, eine hohe Sicherheit und eine geringe Größe machen diese Fahrzeuge mit zu den beliebtesten Fahrzeugen am Markt. Die Anzahl der Neuzulassungen ist dabei in den vergangenen Jahren essenziell angestiegen.

 

Die Kompaktklasse

Fahrzeuge in der Kompaktklasse sind zwischen der Kleinwagensparte und der unteren Mittelklasse angesiedelt. Die Kompaktklasse ist bei vielen Fahrzeugkennern auch als untere Mittelklasse bekannt. Im Fahrzeugbereich der Europäischen Kommission bezeichnet man die Kompaktklasse als C-Segment.

Die letzten Statistiken haben gezeigt, dass die meisten Neuzulassungen in diesem Fahrzeugsegment auf die gewerbliche Nutzung zurückzuführen sind, obwohl der Neupreis eines Kompaktfahrzeuges bei 17.000 bis 24.000 Euro noch erschwinglich erscheint. Hierbei zählen der Toyota Corolla und der Ford Focus zu den am meisten verkauften Fahrzeugen.

Die Merkmale der Kompaktklasse

Die Kompaktklasse zeichnet sich durch das markante Heck aus. Dieses wird von den Herstellern als Schrägheck angelegt. Zusätzliches Merkmal der Kompaktklasse ist die Beladung des Innenraums durch die Heckklappe hindurch und eine höhere Motorleistung im Verhältnis zum Gewicht des Fahrzeuges.

Fahrzeuge dieser Segmentbereiche sind durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gekennzeichnet, bieten eine gute Motorleistung und gewährleisten ausreichend Platz im Innen- und Kofferraum.

Die Fahrzeuglänge hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert und beträgt heute zwischen 4,15 und 4,50 Meter. Die Fahrzeuge werden im Regelfall bis zu 30.000 Euro gehandelt.

 

Die Abgrenzung zur Mittelklasse

Laut Kraftfahrzeugbundesamt sind Fahrzeuge mit einem Stufenheck nicht unbedingt der Mittelklasse zuzuordnen, auch wenn sie fälschlicherweise immer wieder als solche bezeichnet werden. Fahrzeuge mit Stufenheck können auch der Kompaktklasse zugeordnet werden, ausschlaggebend sind Länge und Leistung des Fahrzeuges.

Beliebte Modelle der Kompaktklasse sind:

 

Die Mittelklasse

Die Mittelklassefahrzeuge sind zwischen den Kompaktklassefahrzeugen und den Fahrzeugen in der oberen Mittelklasse angesiedelt. Im Segment der Europäischen Kommission nennt man diese Klasse auch D-Segment. Sie werden hauptsächlich von Unternehmen gekauft. Der Anteil an Privatpersonen, die sich einen Mittelklassewagen zulegt, ist eher gering.

Die Preise der Mittelklassefahrzeuge decken ein breites Spektrum ab und pendeln sich zwischen 20.000 Euro und 40.000 Euro ein. Von der Mittelklasse spalten sich geschichtlich gesehen die Kompaktklasse, oft auch als untere Mittelklasse bezeichnet, und die obere Mittelklasse ab.

Die Merkmale der Mittelklasse

Die meisten Mittelklassefahrzeuge werden als Fünftürer Limousine mit einem Stufenheck angeboten. Es gibt jedoch auch Hersteller, die diese Fahrzeuge als Kombi Variante anbieten. Als Basis Motorisierung dient auch heute noch häufig der Vierzylindermotor. Es gibt jedoch gegen Aufpreis auch andere Motorstärken, die PS Zahlen liegen im Durchschnitt zwischen 102 und 122 und sind eher für lange Strecken ausgelegt.

Bei vielen Herstellern endet die Produktpalette bei der Mittelklasse. Grund dafür sind steigende Benzinpreise und das steigende Desinteresse der Kunden an zu großen Fahrzeugen. Die Mittelklassefahrzeuge zeichnen sich zusätzlich durch viel Platz im Innenraum und einen gewissen Luxus aus.

Beliebte Fahrzeuge in Deutschland sind:

 

Die obere Mittelklasse

Die obere Mittelklasse ist laut Kraftfahrzeugbundesamt die zweithöchste Fahrzeugklasse. Sie liegt zwischen der Mittelklasse und der Oberklasse. Im europäischen Segment ist die obere Mittelklasse im E-Segment angesiedelt. Erstmalig tauchte die Bezeichnung obere Mittelklasse in den 1980er Jahren auf und sollte dazu dienen Fahrzeuge, die höherwertiger waren als die reine Mittelklasse, zu klassifizieren.

Der Verkauf dieser Fahrzeuge ist laut neuesten Statistiken im Bereich der Unternehmen am stärksten. Privatpersonen fühlen sich nur noch wenig von der Klasse angezogen, es sei denn, die obere Mittelklasse soll als Familienfahrzeug dienen.

Das zeichnet die obere Mittelklasse aus

Die obere Mittelklasse hebt sich von der Mittelklasse und der Oberklasse ab, denn sie besitzt mehr Komfort als die Mittelklasse, aber immer noch nicht ausreichend, um in die Oberklasse eingeteilt zu werden.

Die Neupreise der oberen Mittelklasse liegen zwischen 30.000 Euro und 95.000 Euro. Die obere Mittelklasse wird fast immer als Fünftürer verkauft. Zudem besitzen die Fahrzeuge häufig ein Stufenheck, sie sind aber auch als Kombi erhältlich. Der Innenraum und der Kofferraum sind im Regelfall großzügig geschnitten und bieten Platz für die komplette Familie.

Zu den beliebtesten Fahrzeugen der oberen Mittelklasse in Deutschland gehören:

 

Die Oberklasse

Die Oberklasse ist unter der Bezeichnung des Kraftfahrzeugbundesamtes die höchste Fahrzeugklasse und wird in der Europäischen Kommission als Luxusklasse oder F-Segment bezeichnet. In der Oberklasse werden nur bestimmte Fahrzeuge geführt, die höchsten Ansprüchen genügen müssen.

Die preisliche Einteilung liegt bei 80.000 Euro bis weit über 1000.000 Euro.  Die Neuzulassungen im Bereich der Oberklasse gehen laut Statistiken zurück. Hier gibt es jedoch zu den anderen Fahrzeugklassen einen Unterschied, denn Unternehmen sind in diesem Segment nicht so stark vertreten.

Die Merkmale der Oberklasse

Die meisten Oberklassen werden auch heute noch mit einem Heckantrieb ausgestattet. Das ist die erste Eigenschaft, an der man ein Oberklassefahrzeug erkennen kann. Des Weiteren ist der Innenraum sehr groß und luxuriös eingerichtet. Dabei  besitzen diese Fahrzeuge die neusten Sicherheitsmerkmale. Zusätzlich ist die Klasse durch leistungsstarke Motoren gekennzeichnet und Innovationen werden in den Automobilkonzernen zuerst bei diesen Fahrzeugen eingeführt.

Der Marktabsatz der Oberklassefahrzeuge gestaltet sich als zunehmend schwieriger und immer mehr Händler und auch Hersteller verzichten ganz auf dieses Segment.

 

Die Marksituation der Oberklasse

Oberklassefahrzeuge sind dafür bekannt, einen hohen Neupreis zu besitzen. Durch die leistungsstarken verbauten Motoren und den hohen Anschaffungspreis werden diese Fahrzeuge für den Großteil der Bevölkerung uninteressanter, da für den Verbraucher die Anschaffungs- und Spritkosten sehr hoch sind.

Zu den beliebtesten Fahrzeugen dieser Klasse gehören:

 

 

Aktuelle Suchanfragen::

Kommentarfunktion geschlossen.