Hyundai-Pressearbeit – Oder wie man es eben nicht macht

Hyundai-Pressearbeit – Oder wie man es eben nicht macht

Ein Totalschaden. Anders kann man diese Form der Presse-Arbeit nicht bezeichnen. Ernsthaft. Seit 5 Jahren blogge ich über Autos. Seit 5 Jahren arbeite ich mit verschiedenen Presse-Abteilungen zusammen. Mal besser, mal weniger gut. Aber so eine miese Aktion wie die jüngste Geschichte bei Hyundai, die habe ich noch nicht erlebt.

Wobei – ich muss es gleich einmal relativieren. Ich bin überhaupt nicht betroffen. Aber vermutlich wäre ich es gewesen. Was war passiert?

In knapp 2 Wochen startet am Nürburgring das 24h-Rennen 2015. Der Geschäftsführer von Hyundai ist ein begeisterter Motorsportler und wird selbst in das Lenkrad greifen. Zwei Hyundai werden am 24h-Rennen teilnehmen. Und weil das so gut passt, lädt man gleich einmal ein paar Journalisten zum Event ein.

Die Einladung zur Fahrveranstaltung 

Am 18. April wurde ich per eMail eingeladen. Die „sportlichen“ Hyundai-Modelle stehen zur Präsentation bereit. Darunter der i30 Turbo, das i20 Coupé und auch die aktuelle Modellgeneration des Velosters. Spannend. Und den i30 Turbo bin ich auch noch nicht gefahren – wäre also durchaus etwas gewesen. Zumal Hyundai die Übernachtung in der Nähe des Nürburgringes übernommen hätte und vor Ort eine Lounge anbot.

Allerdings berichte ich eigenständig vom 24h-Rennen und habe deswegen das Event abgesagt.

Schlechte Pressearbeit bei Hyundai

Meine Absage war aber genau richtig, denn – man mag es kaum glauben, aber Hyundai hat doch tatsächlich die Zusagen mehrer Kollegen mit einer „Absage“ beantwortet.

Einerseits freuen wir uns natürlich über das große Interesse. Auf der anderen Seite müssen wir dadurch auch einigen Spät-Anmeldern absagen, so wie in Ihrem Falle …

Spät-Anmelder? Ich habe die Aussage der Kollegen, dass man nicht „zu spät“, sondern weit vor Fristende zugesagt hatte.

 

Hyundai und die Blogger

Die Absagen scheinen allerdings nur die „bloggenden Kollegen“ zu betreffen, soweit mein aktueller Sachstand. Es scheint, als hätte man mit der großen Schöpfkelle die Einladungen ausgesprochen, sich dann über die Zusagen gewundert und was macht man? Man selektiert. Obwohl. Das ist erst einmal nur eine Vermutung.

Eventuell sind ja auch andere Kollegen betroffen?

Wobei ich hier keine Hoffnung auf eine Rückmeldung habe, zu groß der Buckel, den viele Kollegen vor den Presse-Abteilungen machen. Und alles nur, weil man Angst hat, aus dem Einladungs-Verteiler zu fliegen.

Wie diese Geschichte zeigt, muss man nicht einmal die Wahrheit besprechen oder gar ein böses Wort schreiben, manchmal reicht es einfach nur, die Einladung anzunehmen.

Unfassbar. 

 

 

 

 

 

Picture-Credits: Brady Holt http://commons.wikimedia.org/wiki/File:IIHS_Hyundai_Tucson_crash_test.jpg

2 Kommentare

  1. Am 4. Mai 2015 gefunden … | wABss
    5. Mai 2015 zu 03:00

    […] Hyundai-Pressearbeit ? Oder wie man es eben nicht macht, gefunden bei mein-auto-blog.de (1.3 Buzz-Faktor) […]

  2. Hyundai – Chrash an die Bloggerwand › Der Auto Blogger
    4. Mai 2015 zu 14:44

    […] Kollege Bjoern Habegger schreibt übrigens, mit diesem Artikel, ins gleiche Horn […]