IAA 2015: Das Mercedes-Benz Konzept-Fahrzeug | Galerie

IAA 2015: Das Mercedes-Benz Konzept-Fahrzeug | Galerie

Ein wenig Jaguar F-Type, ein wenig C-Kadett Coupé, ein wenig Windkanal-Rekordfahrzeug C111. Wie auch immer, Formen können nicht immer wieder neu erfunden werden, nur neu interpretiert. Mercedes-Benz macht das bei seinem diesjährigen Konzeptfahrzeug für die IAA 2015.

Mercedes-Benz „Concept IAA“ – Das „Intelligent Aerodynamic Automobile“*

*hust

Fast hätte ich den Pressetext schlicht kopiert und hier eingefügt, bis ich über die „sinnliche Klarheit“ gestolpert bin. Nein. Diese Floskel kommt nicht mehr in den Text, in keinen Text, nicht auf mein-auto-blog. Also, ratzfatz die Fakten zum „Concept IAA“ zusammengefasst:

Mit einem cW-Wert von 0.19 soll das Concept IAA ein „Aerodynamik-Weltrekordler“ sein, in wie fern man mit einem Konzeptfahrzeug einen Weltrekord beanspruchen kann, müsste man gegebenenfalls mal eruieren.  Auf jeden Fall gibt das „Concept IAA“ den Ausblick auf ein viertüriges Coupé, das wäre in der Mercedes-Sprache ein CLS, der Zukunft. Und? Können wir, wenn wir die Augen zukneifen einen CLS der übernächsten Generation im Concept-Fahrzeug sehen? Nope. Ich nicht. 

Ab 80 km/h will sich dieses Konzeptfahrzeug nach Transformer-Methode verwandeln. Das Heck wird per Flaps um rund 39 Zentimeter verlängert, die Frontflaps fahren nach außen und aktive Felgen verändern die Tiefe ihrer „Schüsselung“ – also der Abstand zwischen Nabe und Felgenhorn wird auf Null gefahren. An der Front verändert sich die Form und Position der Nase und will so die Anströmung des Unterbodens verbessern.

Mercedes-Benz hat dieses Konzept aus 300 durchgerechneten Varianten ausgewählt und brauchte dafür 1 Millionen CPU-Stunden.

Und dann folgt der Knaller! Die Umkehr der Daimlerischen Bedienphilosophie! 

Mercedes spricht beim Concept IAA von einer „Touchbasierten Bedienphilosophie“ und einer ergonomisch perfekten Funktionalität. Keine Knöpfe, dafür ein großes Touchdisplay. Der Armaturenträger erinnert noch sehr an den Teilespender aus der S-Klasse, das Touchfeld passt optisch jedoch genial zu dem weiterhin extrem großen Display.

Plug-In Hybrid Antrieb mit 279 PS

Für das rund 5 Meter lange Konzeptfahrzeug (5.43m) mit den ausgefahrenen Finnen ab Tempo 80, schwebt Mercedes-Benz ein Plug-In Hybrid-Antrieb vor. 279 PS Gesamtleistung aus einem nicht näher genannten Duo aus Benzinmotor und E-Motor. Wobei man mit 250 km/h Top-Speed sehr realistisch ist, mit nur 66 km elektrischer Reichweite jedoch eine geradezu lächerliche E-Reichweite für die Zukunft avisiert. Nach NEFZ sollen 28 Gramm CO2 je KM emittiert werden. Wenn es soweit ist, ist der NEFZ jedoch Geschichte. Aber so sind Konzeptfahrzeuge eben.

Was ist Wahrheit, was Fiktion?

Das Design kann durchaus erste Ideen der zukünftigen Modelle visualisieren, üblicherweise ist das bei Mercedes durchaus so. Die Technik des Plug-In Hybrid ist Standard und dürfte in der Zukunft eher die Regel denn die Ausnahme sein. Die avisierte Elektrische Reichweite mag man sich in Stuttgart indes noch einmal überdenken, denn mit 66 km liegt man kaum über dem, was heute bereits möglich ist. Und so nah in der Zukunft scheint dieses Konzept wohl noch nicht verankert sein.

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