Mechthild fixed it! Jetzt der BMW 328i (E36)

Mechthild fixed it! Jetzt der BMW 328i (E36)

Der Sommer kommt. Und weil das Corsa-fahren auf Dauer dann doch ein bisschen langweilig ist, hat sich Mechthild ein neues Projekt zum Schrauben gesucht.

Neu: „Mechthild fixed it“

BMW 328i (E36) – Auferstanden aus Ruinen

War es im letzten Jahr „der billigste Corsa Deutschlands“, so ist es dieses Jahr „der billigste 328i Deutschlands“. Die Rechnung war einfach, der Corsa hat damals 250 Euro gekostet und im Verkauf brachte er glatt 1000 Euro. Kein schlechter Deal, wenn man bedenkt, dass er ein gutes halbes Jahr und 6000 Kilometer brav und ohne Mängel seinen Dienst verrichtet hat.

BMW E36 – 328i touring | Mechthild schraubt!

Für 1.000 Euro sollte sich nun doch ein gescheiter 200 PS-BMW kaufen lassen, oder? Die Auswahl war überraschend groß – wenn auch (wenig überraschend) extrem viel Schrott zum Verkauf stand. Meine Aufmerksamkeit fiel dann auf einen 328i touring, der auf den Fotos wunderbar aussah, vor allem aber durch seine Ausstattung gewann: Klima, Schiebedach, Sportsitze, Sitzheizung, großer Bordcomputer, HiFi-System und 16-Zoll Doppelspeichen-Alus.

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Ein entscheidender Fehler bahnte sich allerdings an. Es war ein exakt gleich ausgestatteter 328i hat mich damals in meiner Jugend dazu angestiftet bekloppt zu werden. Das Problem: niemals ein Auto kaufen, wenn man ideell vorbelastet ist. Denn ein Auto wird genau dann teuer, wenn man daran hängt.

Mein Plan: ich schaue ihn an, kaufe ihn aber sicher nicht, weil er mit 1500 Euro sowieso 50% über Budget lag.

Schnell stellte sich allerdings heraus, dass das Auto  – anders als in der Anzeige angegeben – nicht sehr nah, sondern eher sehr fern stand. Also schnell einen Kollegen angerufen und zur Besichtigung geschickt. Ergebnis: Auto auf der ersten Blick gut, aber auf Grund defekter Kupplung mit demontiertem Getriebe und Anlasser und damit nicht fahrbereit.

Was nun? Aus 350 km Entfernung ein Auto kaufen, dass man nicht nur nicht selbst gesehen hat, sondern das man auch nicht laufen hören konnte? Natürlich. Einen Preis angesagt und man wurde sich einig. Für 900 Euro wechselte der immobile 328i den Besitzer. Gratis dazu gab es noch eine Kupplungsscheibe, zwei Airbags und eine Hand voll neuer Scheinwerfer. Der Kombi-Kofferraum machte sich also schon auf der ersten (Hänger-)Fahrt bezahlt.

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Aus der Ferne wurde dann schnell noch die Montage der Kupplung beauftragt, weil eine Hänger- und Zugfahrzeugleihe zur Abholung der Neuanschaffung sicher genauso teuer gewesen wäre, wie der Kupplungswechsel-Arbeitslohn. Dachte ich. Denn es stellte sich heraus, dass die mitgelieferte Kupplung nicht für einen 28er bestimmt war. Der Mechaniker stellte das allerdings erst nach der Montage beim Versuch der Probefahrt fest. Ergebnis: neue Kupplungsscheibe bestellt, alles wieder ausbauen und die passenden Teile montieren.

Arbeitslohn übersteigt Kaufpreis

Das zu dieser Zeit der Arbeitslohn bereits den Kaufpreis des Autos überstieg – ich wusste es ja: nie ein Auto kaufen, dass man unbedingt haben möchte. Denn dann – und nur dann – passieren solche Fehler. Immerhin dankte mir der Reihensechser die horrenden Ausgaben und belohnte mich durch einen feinen Lauf. Seine 177.000 Kilometer sind recht spurlos an ihm vorüber gegangen.

Fahrverhalten: Uuaahh

Vom Rest konnte man das nicht unbedingt sagen. Zwar war das Fahrverhalten okay, aber nicht so, wie man es von einem E36 erwarten würde. Die Bremse war weich, die Elektrik hatte stellenweise sehr eigene Angewohnheiten und das Fahrwerk schien gerade an der Hinterachse sehr schwammig.

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Schnelle Hilfe? Mr. Rasch!

Bei Mister Rasch deshalb schnell die üblichen Verdächtigen bestellt: einmal einen großen Inspektionskit mit sämtlichen Filtern, Kerzen, Riemen und Wasserpumpe (die Gute mit den Blechflügeln, nicht den billigen Plastikmüll!). Dazu dann noch einen Bremsensatz bestehend aus Scheiben, Klötzen, Schläuchen und einem Satteldichtsatz. Zu guter Letzt die Fahrwerksbuchsen. Vorne komplett mit neuem Querlenker, Traggelenken und Lagerbock, hinten braucht es beim E36 meist nur die Schwingenlager, deshalb dort nur die „kleine“ Option. Durch einen glücklichen Zufall kam ich noch günstig an ein nagelneues, druckstufenverstellbares Gewindefahrwerk, was ebenfalls montiert werden wird.

Es liegt also noch ein bisschen Arbeit vor uns, aber wenn die 193 PS in Kombi-Verpackung dann das erste Mal tief und schnell ums Eck gehen, dann wird die Freude am Fahren überwiegen.

Deshalb bis dahin: dranbleiben!

mr rasch autoteile

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Ein Kommentar

  1. Wir schrauben: Deutschlands billigster 328i › Mein Auto Blog
    18. März 2016 zu 14:27 Antworten

    […] Aller Anfang ist schwer. Zumindest sieht die beschützende Werkstätte das so und hat uns direkt durchfallen lassen im ersten Anlauf. Keine Plakette zugeteilt, stattdessen 12 erhebliche Mängel gefunden an „Deutschlands billigstem 328i“. […]