Mitsubishi Outlander PHEV – Allradantrieb nur bei geladener Batterie?

Mitsubishi Outlander PHEV – Allradantrieb nur bei geladener Batterie?

mein-auto-blog testet den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Alltag.

In einem Mitsubishi-Forum wurde die Behauptung aufgestellt, sobald die Batterie des Outlander PHEV leer sei, sei dieser nur noch ein Frontantriebs-SUV. Die Erklärung war zum teil logisch: 

Der Antriebsstrang vorne / hinten ist nicht verbunden – sprich keine Kardanwelle vorhanden. Sollten also die Batterien komplett leer sein, ist dieser Outlander nur ein 2WD mit Frontantrieb.

Mich wundert es, das ein Freundlicher das nicht beantworten kann, denn die Händler wurden darüber per Pressemitteilung informiert bzw. konnten das im Infomaterial nachlesen. Zitat aus: link

Die Erklärung mag erst einmal logisch erscheinen, ist aber dennoch falsch. Um das genauer zu erklären, noch einmal der Antriebsstrang des Mitsubishi Outlander PHEV im Detail:

Antriebsstrang Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid

Nutzung des Outlander PHEV Allradantrieb? Immer möglich!

Was sich die klugen Köpfe bei Mitsubishi in Japan überlegt haben, ist nicht viel weniger als der logischste und konsequenteste Plug-In Hybrid Antriebsstrang, der derzeit für ein Allradantriebs-Fahrzeug verkauft wird. Mitsubishi setzt konsequent auf die effizienten Elektromotoren des Outlanders. An der Vorderachse stehen 82 PS und 137 Nm zur Verfügung und an der Hinterachse noch einmal 82 PS, aber 195 Nm. Alleine bei dieser „Kraftverteilung“ wird klar, die Idee des Allradantriebes ist bei Mitsubishi keine „pro forma“ Lösung.

Die Energie beziehen die beiden E-Motoren aus einem 12 kWh leistenden Batteriepack, dessen Einbaulage tief und zentral im Boden des Mitsubishi Outlanders verankert wurde. 12 kWh sind die Energiemenge mit der die E-Motoren aus dem Pack versorgt werden können. Auf der anderen Seite stehen jedoch „nur“ 60 Kilowatt“ die das Batterie-Paket als Leistung an die Motoren schicken kann. Die beiden E-Motoren leisten jedoch alleine 60 kW. Bei maximaler Beschleunigung schaltet sich daher der 121 PS starke Benzinmotor hinzu. Er kann – so lange der PHEV nicht schneller als 65 km/h unterwegs ist, seine Leistung über einen direkt neben dem Benzinmotor platzierten Generator direkt in Strom wandeln lassen. Dieser Generator kann maximal 70 kW elektrische Leistung produzieren. Rein rechnerisch stehen damit 130 kW elektrische Leistung zur Verfügung – das würde – ebenso rein rechnerisch – beide E-Motoren versorgen. Doch das sind Papierwerte. Die 70 kW-Maximalleistung des Generators (zu vergleichen mit einem Fahrrad-Dynamo) sind nur „Hilfsmittel“.

Sinnvoller ist es immer, die Benziner-Leistung nicht in Strom zu wandeln, sondern direkt in Vortrieb. Daher schaltet sich der Benzinmotor ab 65 km/h direkt auf die Vorderachse zu. Diese Gangstufe entspricht in etwa einem fünften Gang. Da aber auch dann nicht die gesamte „Kraft“ des Benziners benötigt wird – arbeitet der Strom-Generator immer wieder mit und lädt die Batterie.

Leere Batterie?

Die Steuerung des Akkus ist deutlich komplexer als man sich das erst einmal vorstellt. Es ist nicht wie bei einem Spielzeug-Auto: Batterie aufladen, fahren, leer, wieder aufladen. Der PHEV speist immer wieder Strom aus der Rekuperation und über den 70 kW-Generator in die Akkus. Und das ist auch notwendig. Denn da der Benzinmotor erst ab 65 km/h direkt den Antrieb übernehmen kann, braucht es immer eine „Restladung“ in den Batterien. Anfahren geschieht beim PHEV-Outlander IMMER elektrisch. Und dabei variiert der PHEV immer die Leistung der E-Motoren.

Auch wenn der PHEV nicht über eine starre mechanische Verbindung von Vorder- und Hinterachse verfügt, logisch geschaltet beziehen beide E-Motoren Strom aus der Batterie. Und per Lock-Taste lässt sich die paritätische Verteilung der Antriebsleistung festlegen.

In unserem Dauertest konnten wir die „Theorie“ bereits in der Praxis ausprobieren. Sowohl auf Schnee, als auch in den Bergen, auf Schotter, hat der PHEV bewiesen, auch wenn der Akku theoretisch „leer“ ist (Restkilometer-Anzeige im Display auf „0“) – werden beide Achsen des Mitsubishi Outlander PHEV angetrieben.

Dauertest Outlander PHEV 11 Plug-in Hybrid Fahrbericht Test

 

Mehr zum „seriellen  und parallelen“ Hybrid-Antrieb des Mitsubishi Outlander PHEV! (klick)

 

 

Haben Sie Fragen? Anmerkungen oder Wünsche zu unserem Dauertest-Fahrzeug? Schreiben Sie uns! 

 

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Ein Kommentar

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