News: Honda Project 2&4 – Zwitterwesen auf vier Rädern

News: Honda Project 2&4 – Zwitterwesen auf vier Rädern

Gattungsgrenzen aufheben und verwischen, Ungewöhnliches mit Bekanntem mischen sowie dem Spieltrieb freien Lauf lassen: Honda rief seine spielfreudigen Designer zu einem internen Wettbewerb auf. Die einzige Vorgabe lautete, den ursprünglich für die MotoGP-Rennserie entwickelten RC213V-Motorradmotor mit vier Rädern zu kombinieren. Unter 80 teilnehmenden Honda-Kreativen setzte sich die japanische Motorrad-Dependance mit ihren Ideen durch. Das Ergebnis hört auf den etwas sperrigen Namen Project 2&4 powered by RC213V und lässt sich während der IAA auf dem Honda-Stand betrachten.

Der Fahrer nimmt  auf eine fast schwebend wirkende Sitzkonstruktion Platz - ohne Dach oder sonstigem Schutz

Der Fahrer nimmt auf eine fast schwebend wirkende Sitzkonstruktion Platz – ohne Dach oder sonstigem Schutz

Sperrig ist das Gefährt, das unter der Leitung von Martin Petersson designt wurde, nicht. Das nur drei Meter lange sowie knapp ein Meter hohe Zwitterwesen erinnert ein wenig an den Honda-Formel-1-Wagen von 1965, den RA272. Damit zitiert Honda seine erfolgreiche Motorsportgeschichte. Der Fahrer nimmt allerdings neben dem Mittelmotor auf eine fast schwebend wirkende Sitzkonstruktion Platz – ohne Dach oder sonstigem Schutz. Manövriert wird mit einem Autolenkrad. Die Messestudie zeigt das Modell mit nur einem Sitz. Martin Petersson, Designer der Studie, plant aber auch eine zweisitzige Variante, bei der Fahrer und Beifahrer durch den Mittelmotor getrennt sind.

Manövriert wird mit einem Autolenkrad

Manövriert wird mit einem Autolenkrad

Für den Vortrieb sorgt der leicht modifizierte V4-Viertakter mit 158 kW/215 PS bei motorradtypischen hohen Drehzahlen von 13.000 U/min. Das maximale Drehmoment von 118 Newtonmetern liegt bei 10.500 Umdrehungen an. Die Schaltarbeit übernimmt ein speziell angepasstes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Da der Zwitter aus Motorrad und Vierrad-Konstruktion nur 405 Kilogramm wiegt, dürften die Beschleunigungswerte keine Fragen aufkommen lassen. Allerdings ist die Studie nicht fahrbereit, doch die Designer sowie die Honda-Techniker sind gewillt, weiter daran zu arbeiten und ihren Spieltrieb auszuleben.

Autor: Elfriede Munsch/SP-X