News: Renault Motorsport baut auf zwei Säulen

News: Renault Motorsport baut auf zwei Säulen

Jüngst wurde das neue Motorsportprogramm von Renault im konzerneigenen Entwicklungszentrum Technocentre in Guyancourt bei Paris vorgestellt. Der Hersteller zeigt das neue Fundament der sportlichen Bemühungen, das auf zwei Säulen basiert. Zum einen wird die Abteilug in Renault Sport Racing inklusive des neu gegründeten Renault Sport Formel 1 Teams und zum anderen in Renault Sport Cars aufgeteilt. Ziele und Ausrichtungen gaben die Franzosen zudem bekannt.Die Renault Sport Racing Sparte beschränkt sich aber nicht nur auf die Formel 1, sondern unterstützt auch andere Rennformate. Dazu zählen die Renault e.dams Equipe in der Elektrorennserie Formel E, die Formel Renault 2.0, die Renault Sport R.S.01 Trophy sowie weitere Renn- und Rallyeprogramme für Kundenteams. Privat kann man auf das Renault Sport Cars Fahrzeugprogramm für die öffentlichen Straßen zurückgreifen. Zusammen, beide Bereiche sitzen weiterhin unter dem Dach von Renault, möchte man den Technologietransfer und Synergie-Effekte nutzen und die Errungenschaften in den Straßenverkehr einfließen lassen. Dennoch wird das Geschehen von zwei Standorten aus gesteuert: Zum einen aus Enstone in Großbritannien und zum anderen aus Viry-Châtillon, südlich von Paris.

Die Cars-Sparte von Renault Motorsport befasst sich beim mit der Entwicklung und Vermarktung des Renault Sport Modellportfolios und soll dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad der Marke zu steigern. Renault ist bereits heute weltweit mit den beiden kompakten Sportwagen Renault Mégane R.S. und Clio R.S. bekannt für echte Rennsemmeln. Künftig soll die Präsenz aber internationaler werden und sich nicht nur auf Europa beschränken. Dafür möchte man das Markenimage und Produktportfolio weiter ausbauen.

Betrachtet man das Gesamtkonstrukt der neuen Struktur, kristallisieren sich zwei Ziele heraus: Das Renault Sport Formel 1 Team soll einerseits das Image der Marke Renault Sport auf dem Parkett der Formel 1 fördern. Andererseits sollen durch die Rennserien, wie etwa die Formel E oder Rennaktivitäten wie den Clio Cup, weitere Aspekte der Renault Modellpalette gestärkt werden. Der elektrische Rennzweig wird geleitet vom vierfachen Formel 1-Weltmeister Alain Prost und Jean-Paul Driot, dem Präsidenten des Rennstalls dams (Driot-Arnoux Motorsport). Komplett in Eigenregie wurde hier ein Antriebsstrang, bestehend aus Elektromotor und Getriebe, entwickelt, womit ein ganz besonderes Ziel verfolgt wird: der Gewinn der Fahrer- als auch der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Das erste Produkt der Zusammenarbeit der beiden Zweige soll Ende Mai beim Grand Prix von Monaco enthüllt werden. Hier soll sich zeigen, dass die Synergien nicht nur aus technischer und kommerzieller Sicht funktionieren, sondern auch für den Normalfahrer zugänglich sind. Carlos Ghosn, Präsident und Chief Executive Officer von Renault, sagte dazu:

“Wir sind der Ansicht, dass Motorsport Enthusiasten und Alltagsfahrer gleichermaßen begeistert“

Bei die Rennaktivitäten steht natürlich das neue Renault Sport Formula One Team rund um den neu entwickelten F1-Boliden im Vordergrund. Der besteht aus dem im britischen Enstone entwickelten und gefertigten R.S.16 Chassis und der Renault R.E.16 Power Unit. Infiniti, eine Marke der Renault-Nissan Allianz, unterstützt Renault in der Formel 1 mit einem Technologieprogramm zur Entwicklung eines neuen ERS (Energy Recovery System). Dieses System speist Energie aus der Rückgewinnung von Bewegungs- und Wärmeenergie in die Antriebseinheit ein. Natürlich wird es auch neue Sponsoren geben. Dazu zählen Bell & Ross, ein Luxusuhren-Hersteller, sowie Devialet, die High-End-Soundanlagen produzieren. Zudem verlängert das Renault Werksteam die Zusammenarbeit mit den Softwareproduzenten Microsoft und EMC sowie mit Gravity Motorsports. Pilotiert wird der Boldie vom Dänen Kevin Magnussen und dem Briten Jolyon Palmer.

Nicht minder wichtig sind die anderen Motorsport-Sparten. Im Rallyesport werden die Franzosen mit dem Clio R3T aktiv sein, während der Clio Cup auf Rundstreckenrennen setzt. Zudem wird es die Renault Sport R.S.01 Trophy und auch weiterhin die Formel Renault 2.0 Monoposto-Serie geben. Letztere gilt als Talentschmiede. Daran knüpft auch die Renault Sport Academy an, die gerade gegründet wurde. Sie soll dazu dienen, junge Talente zu entdecken, die später in die Königsklasse gebracht werden können. Wer also glaubt, der nächste Schumi zu sein, sollte sich schnellstmöglich mit den Franzosen von Renault Motorsport zusammensetzten.

3 Kommentare

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