Gibt es einen Öko-SUV?

Gibt es einen Öko-SUV?

Welchen Vorteil bietet ein Plug-In Hybrid?

Es gibt zwei wichtige Ziele für die Zukunft der individuellen Mobilität. Zum einen müssen wir den CO2-Ausstoß minimieren. Stichwort Treibhausgas und Klimawandel. Nun ist das kein Öko-Blog und ich habe wirklich keine Lust, die Eisbären zum Thema im Blog zu machen, klar ist aber: Weniger CO2 ist einfach besser! Und auf der anderen Seite stehen die eigenen persönlichen Kosten für die individuelle Mobiliät.

Der Benzin-Hybrid SUV kann die richtige Alternative sein. Als Plug-In verbindet er zudem die Vorteile des elektrischen Betriebs mit den normalen Reichweiten eines konventionellen Automobils.

Mitsubishi war der erste Hersteller, der einen SUV mit der Technik eines Plug-In Hybriden ausgerüstet hat. Damit trifft Energieeffizienz auf genau die Form von Automobil, die derzeit in der Gunst der Neuwagenkäufer besonders hoch steht. Von Verzicht keine Spur!

Plug-In Hybrid SUV

Bis zu diesem ersten Plug-In Hybrid SUV war der Markt der praktischen Crossover bei uns in Deutschland vor allem von Dieselversionen dominiert. Hier trafen die Effizienz des Dieselmotors und die Kraft eines Dieselmotors auf die praktische Hülle des „Offroad-Kombis“.

Energie-Effizienz

Wo immer man die Thermodynamik vermeiden kann, sollte man die Thermodynamik vermeiden. Ein Grundsatz aus der Physik für viele Studenten. Vergleich man den Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren mit Elektromotoren, so kommen von 100 % der „zugeführten“ Energie eines Benziners oder Dieselmotors rund 18 bis 30 % als „Leistung“ am Rad an. Ein Elektromotor erreicht jedoch einen Wirkungsgrad von rund 90%.

Zudem können „Elektrofahrzeuge“ Energie durch Rekuperation zurückgewinnen, was den Wirkungsgrad weiter erhöht!

Wirkungsgrad vs. Batterie-Reichweite und Lade-Infrastruktur

Der Einwand der mangelnden Lade-Infrastruktur ist vollkommen richtig, wir selbst haben unsere Erfahrungen zur Infrastruktur und deren aktuelle Probleme bereits veröffentlicht. Sich im Alltag rein auf den Elektroantrieb zu verlassen, verursacht also – bei aller Liebe zur höchst maximalen Effizienz – Probleme.

Wer also den Vorteil eines SUV nutzen möchte, auch ohne dicken Geldbeutel und mit Rücksicht auf den ständigen Verbrauch, zudem maximale Effizienz sucht und dennoch im Alltag keine Einschränkungen erleiden will – der sollte sich mit dem Thema „Plug-In Hybrid“ auseinander setzen. Vor allem dann, wenn man das SUV nicht als Langstrecken-Auto nutzt, sondern für den Alltag.

Fahrbericht 77 mitsubishi outlander phev

Vorteile des Plug-In Hybrid-Konzeptes

Die Idee des Hybriden ist die Verbindung von zwei Energiequellen und damit einhergehend jeweils die Wahl einer maximal effizienten Antriebsform. Zudem kann erst ein Elektromotor von bestimmter Größe auch wirklich Energie aus der Bewegung zurückgewinnen. Eigentlich verpulvert man als Autofahrer tagtäglich eine Menge Energie. Völlig unnütz. Was der Motor zuvor an Kraft entwickelte, bremst man an der nächsten Kreuzung wieder zusammen. Aus der Energie, gewonnen aus Benzin oder Diesel, wird Wärme – sonst nichts. Wer nach einer Vollbremsung mal an die Bremsscheiben seines Autos gefasst hat, der weiß, wovon ich rede. Die ganze Kraft wird also sinnlos in den Verschleiß der Bremsanlage gepackt.

Anders beim Hybrid. Hier arbeitet der Elektromotor in der Schub- und Bremsphase als Dynamo. Ähnlich dem Dynamo am Fahrrad nutzt dieser die Bewegungsenergie und wandelt sie in elektrischen Strom um. Und bei einem großen und schweren Auto kommt da einiges an Energie zusammen.

Im Falles des Outlander Plug-In Hybrids haben die Techniker bei Mitsubishi zudem eine clevere Möglichkeit gefunden, diese als “Rekuperation” bekannte Form der Nutzung von Bewegungsenergie zu beeinflussen. Denn nicht immer möchte man die volle “Verzögerung” durch den E-Motor nutzen. Nicht immer ist es ökologisch sinnvoll, die Bewegungsenergie sofort in Strom zu wandeln. Auf Landstraßen und Autobahnen kann es ökologisch sinnvoller sein, wenn der Hybrid die Bewegungsenergie nicht zurückgewinnt, sondern frei rollen kann. Diesen Vorgang nennt man segeln.

Um zwischen maximaler Rekuperation, zum Beispiel in der Stadt beim Heranfahren an eine rote Ampel und null Rekuperation beim Segeln auf der Autobahn schnell umschalten zu können, hat der Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid zwei “Paddel” hinter dem Lenkrad.

Was aussieht wie Schalt-Paddel und bei „normalen Autos“ auch so genutzt wird, sind im Falle des Outlanders Plug-In Hybrid die Paddel zur Einstellung der Rekuperationsleistung. Links 5 mal getippt und der Outlander Plug-In Hybrid verzögert mit maximaler Rekuperationsleistung. Das reicht dann im Alltag durchaus aus, um das Bremspedal kaum noch zu beachten. Ein wenig vorausschauend bewegt, fährt man den Outlander Plug-In Hybrid im Prinzip nur noch mit dem “Gaspedal”. Mit dem rechten Paddel nimmt man die Rekuperationsleistung in 5 Stufen zurück, bis auf “0”. Das ist die “Segelfunktion”. Diese macht auf Autobahnen Sinn, wenn man nicht weiter beschleunigen will, keine Power mehr braucht, aber auch ein Bremsmanöver keinen Sinn macht. Theoretisch würde man in dieser Situation einfach irgendwann ausrollen.

Fahrbericht 60 mitsubishi outlander phev

Vorteile des Plug-In Konzeptes

Ein Plug-In Hybrid kann alles noch einmal besser als ein Hybrid. Plug-In Hybrid-Fahrzeuge zeichnen sich im allgemeinen durch stärkere Elektromotoren und größere Batterie-Kapazitäten aus. Der E-Motor ist dann nicht nur eine Unterstützung und die Batterie nicht nur ein Puffer, um die Bewegungsenergie zu speichern. Ein Plug-In Hybrid ist die clevere Brücke zwischen einem reinen Elektro-Auto und einem klassischen Benziner.

Im Falle des Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid spricht man von einem seriell- wie parallelen-Hybriden. (Die Erklärung dazu ist hier zu finden..)

Im Alltag lässt sich der Plug-In Hybrid oftmals rein elektrisch bewegen. Es gibt Fahrzeuge, die nur gute 30 Kilometer schaffen, andere, wie der Outlander Plug-In Hybrid, kommen über 50 Kilometer weit. Nutzt man den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid als Familien-SUV, dann ist der Alltag des SUV in der Tat zum größten Teil von der Kraft der beiden Elektromotoren bestimmt. Der SUV tankt an der Haussteckdose Öko-Strom, fährt damit die Woche über so gut wie immer CO2-neutral und erst,  wenn wir längere Strecken fahren, unterstützt der Benzinmotor.

Neben dem Faktor Umweltschutz (CO2-Emission laut NEFZ: 44g/km) ist es auch ein wirtschaftlicher Faktor. Mit der 12 kWh-Ladung der Batterie kommt man eigentlich immer 40 Kilometer weit (allerdings werden nie mehr als 10 kWh von der Ladung verbraucht, der Rest ist ein Puffer). So lautet die Kostenrechnung beim aktuellen Ökostrom-Preis von 27 ct/kWh = 6.75 € für 100 Kilometer. Da müsste ein 2 Tonnen SUV im klassischen Dieselbetrieb auf der Kurzstrecke auf weniger als 5 Liter je 100 Kilometer kommen. Und dann bleibt noch immer der Vorteil der CO2-Neutralität

Die PHEV-Vorteile im Alltagsbetrieb

Im Alltag ist es vor allem die Lautlosigkeit, mit der man sich schnell anfreundet. Der Outlander Plug-In Hybrid ist einfach eine stille Wucht. Nahezu lautlos stromert man von A nach B. Genießt den Platz, den Komfort und ist dennoch ökologisch korrekt unterwegs.

Und wenn die Batterie leer ist? Dann springt der Benzinmotor ein und der Outlander Plug-In Hybrid fährt als “serieller” oder “paralleler” Hybrid-SUV einfach weiter.

 

Ein Kommentar

  1. News: IAA 2015 – SUV und andere Highlights › Mein Auto Blog
    7. August 2015 zu 10:09 Antworten

    […] mit der IAA eine der weltweit wichtigsten Automessen ihre Pforten. Entsprechend des weltweiten SUV-Booms fahren die Hersteller wieder jede Menge Hochbeiner-Neuheiten nach Frankfurt. Langweilig wird […]