PHEV im Dauertest | Leserfragen

PHEV im Dauertest | Leserfragen

Von Woche zu Woche bin ich immer wieder beeindruckt, wie viel Interesse unser Dauertest mit dem Outlander bei „Ihnen“ da draußen, bei den Lesern weckt. Dass Mitsubishi mit dem ersten Plug-In Hybrid SUV einen Trend angestoßen hat, dürfte mittlerweile klar sein. Die sehr guten Verkaufszahlen des Outlander PHEV zeigen zudem, der Trend ist nicht nur ein „theoretischer“.

Leserfragen zum Mitsubishi Outlander PHEV

Auch in dieser Woche gab es neue Fragen von Ihnen, wobei sich ein Themenschwerpunkt ganz klar herausstellt:

Was brauche „ich“ mit meinem PHEV an Sprit auf 100 Kilometer?

Wir haben das Thema Verbrauch bereits mehrfach angeschnitten, denn gerade bei einem Plug-In Hybrid ist dieses Thema viel komplexer zu beantworten als beim klassischen Benziner oder Verbrenner.

Herbert Wagner aus Österreich fragt zum Beispiel:

Kann es an der Software liegen, wenn mein vor drei Monaten gekaufter PHEV deutlich mehr braucht als der Testwagen, den ich vor über einem Jahr gefahren bin?

Ich denke nicht. Herbert Wagner erzählt uns in seiner eMail von einem Benzinverbrauch von mehr als 10 Litern. Er schreibt aber auch, dass dieser Wert zustande kommt, wenn er Tempo 65+ fährt und den „Laden“ Knopf drückt.  Der Testwagen damals brauchte wohl deutlich weniger – hatte jedoch bereits 10.000 km und mehr auf der Uhr, sein PHEV ist erst 1.400 km „alt“.

Nun – eines muss klar sein: Die im Bordcomputer enthaltene „Verbrauchsanzeige“ misst ab Fahrbeginn und rechnet anhand der aktuellen Betriebswerte den Verbrauch auf 100 km um. Den „Charge“ Knopf im Alltag zu nutzen, ist nur sinnvoll, wenn man vor Ort später elektrisch fahren will. Den PHEV per Benzinmotor zu laden, macht jedoch überhaupt keinen Sinn, wenn man von Steckdose zu Steckdose unterwegs sein kann.

Per Benziner laden, nur selten sinnvoll!

Um den Akku des PHEV per Benzinmotor zu laden, werden rund 3 Liter Benzin notwendig. Mit diesen 3 Litern lassen sich dann rund 40 Kilometer rein elektrisch fahren. Das alleine zeigt – hier wird ein „hoch gerechneter“ Verbrauch von 7.5 Litern Benzin auf 100 km erzeugt. Hinzu kommt der Verbrauch des Outlanders während der Fahrt. Je nach Last steigt der Verbrauch erheblich.

Antwort an Hrn. Wagner:

Lieber Hr. Wagner, nutzen Sie jede Steckdose und ignorieren Sie den „Charge-Button“ ihres Outlander PHEV. Dann wird der „angezeigte“ und der reale Verbrauch des Outlanders wieder sinken. Die Ladung der Batterie sollte im Alltag extern erfolgen – erst wenn man den Outlander als „mobile“ Powerbox nutzt, kann es sinnvoll oder notwendig sein, die Batterie per Benzinmotor zu laden. Benzin zu verbrennen, um dann die Batterie zu laden, ist hingegen völlig ohne Sinn.

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Der Mitsubishi Outlander auf der Automotive Allstars Messe #allauto – Zusammen mit der „Power-Box“ versorgt der Outlander im Bild gerade einen Kühlschrank mit Strom!

Wie schafft man einen Verbrauch von 2 Litern auf 100 Kilometer?

Der Mitsubishi Outlander PHEV – eine Frage der Fahrkultur.

Leser Wallaschek hat uns gefragt, wie wir unseren Verbrauch von „weniger als 2 Litern auf 100 km“ erreicht haben und wünscht sich eine bessere Erklärung zu den Fahrstrecken.

Antwort:

Sehr geehrter Hr. Wallaschek,

um den Verbrauch so extrem zu drücken, müssen Sie nicht viel tun. Nutzen Sie einfach nur die Batterien des Outlanders. Das wiederum bedeutet, dass der PHEV kein Auto für die Langstrecke ist. Wer täglich 400 km auf der Autobahn abrockt, der wählt sinnvollerweise -noch- den Dieselmotor als Antriebsquelle.

Für unseren „Niedrig-Rekordwert“ haben wir den Outlander PHEV als primäres Familienauto genutzt. D.h.: Einkaufen fahren, Post, Bäcker, Metzger, Kindergarten ect – alles Strecken, die hier innerhalb von 15 Kilometern abgearbeitet werden. Am Wochenende ging es dann auch mal zum weiter entfernten Möbelhaus oder zur Omi. Ansonsten fuhr der PHEV viel mit der Hilfe der zuhause geladenen Batterien.

Also: Primär Strecken von bis zu 30 Kilometern, zwei Mal eine Strecke von 160 Kilometern und einmal eine Strecke von 300 Kilometern.

Was verbraucht der PHEV bei Tempomat 140 km/h und Langstrecke (400 km).

Genau das habe ich so nicht ausprobiert, aber ich kann Ihnen sagen, ich war vor zwei Tagen in Köln auf dem Automotive-Allstars Event. Die Anfahrt betrug für mich 280 km. Gefahren bin ich am Morgen über die Sauerlandlinie, A45 hin und am gleichen Abend über die A45 zurück.

Während die Hinfahrt noch mit einem vollen Akku losging, war die Rückfahrt ohne geladene Akkus zu bewältigen. Auf der Hinfahrt habe ich mich noch teilweise zurückgehalten und Tempomat 130 genutzt. Die Heimfahrt jedoch kannte nur einen Betriebsmodus: Wo es ging und wo es erlaubt war, habe ich die V-Max des PHEV von 170 km/h genutzt. Und das war doch einiges an Strecke.

Am Abend standen 9.7 Liter im Display. Während der Hatz auch teilweise 11.2 Liter.

Die Antwort auf Ihre Frage ist recht einfach:

Je mehr Vollgas, je länger die Strecke, desto weniger PHEV! Desto mehr Diesel.

 

Ich kann allen Interessenten nur empfehlen: Testen Sie den Mitsubishi Outlander PHEV in Ihrem ganz persönlichen Umfeld, fahren Sie in Absprache mit dem Mitsubishi Händler mal Ihren ganz eigenen, ganz persönlichen „Stiefel“. 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar

  1. IAA 2015: Der neue Mitsubishi Outlander › Mein Auto Blog
    18. September 2015 zu 17:39 Antworten

    […] 100 Veränderungen? Wir freuen uns darauf, die Details im Dauertest herauszufinden!  […]