Pirelli P Zero – Emotional Drive

Pirelli P Zero – Emotional Drive

Schon mal mit den falschen Schuhen in den Bergen wandern gewesen? Nein? Ich auch nicht. Liegt bei mir aber daran, dass ich nicht zum wandern in die Berge gehe. Doch, für die Exkursion zum Thema: „Wie wichtig ist eigentlich ein Autoreifen„, will ich gerne bei diesem Beispiel bleiben.

Wer in die Berge zum wandern geht, der tut das üblicherweise weder in Badeschlappen, noch in High-Heels. Auch Turnschuhe sind dafür wenig geeignet. Man braucht (ich kenne das vom hören & sagen) besonders bequeme, feste Schuhe, die einem einen guten Halt geben und den Fuß stützen und auch schützen.  Wieder anders sieht es aus, wenn man im Schnee wandert. Dann braucht man vor allem hohe und gut gefütterte, sehr warme Schuhe. Am Strand, da braucht man dann wieder nur ein paar dünne Bade-Latschen.

Denkt man ein wenig darüber nach, dann wird einem schnell bewusst – wie wichtig die Wahl der richtigen Schuhe in den unterschiedlichen Situationen ist – und ganz ähnlich ist das mit den Reifen auf unseren Autos.

Es gibt 2 Reifenarten, da ist es uns bereits geläufig wofür und warum man diese braucht: Winter- und Sommerreifen.

Aber es gibt noch mehr „Spezialisten“ auf dem Reifensektor. Zum Beispiel Sportreifen.

Pirelli P Zero

Wer mit seinem Auto  bevorzugt die schnelle Kurvenhatz im Trockenen anstrebt, der ist auf der Suche nach einem „sportlichen Reifen,“ der besondere Leistungen in diesem Bereich abliefert.  Und wer mit einem über 1.5 Tonnen schweren Blechkasten Geschwindigkeiten von 200+ km/h fährt – auch der braucht einen Reifen, der diese Ansprüche aushält und nicht das Gefühl vermittelt, man sei mit den High-Heels in die Berge zum Wandern gegangen.

Die Geschichte des Pirelli P Zero beginnt um 1987, als Ferrari für den Supersportwagen F40 auf der Suche nach besonders sportlichen Hochleistungsreifen war. Und so fragte Ferrari bei Pirelli an und dort fing man an zu tüfteln und heraus kam: der erste Pirelli P Zero.  Seitdem sind 25 Jahre vergangen und aus der P Zero Familie kam 2000 der „Rosso“ für Porsche heraus, der Zero Corsa zwischen 2003 und 2007 und jetzt zuletzt wieder der „P Zero“ für Porsche, McLaren und Lamborghini.

Weil auch sportliche Premium-Reifen für unterschiedliche Ansprüche gefertigt werden, ist die P Zero Familie mittlerweile eine recht große: Neben dem P Zero Nero gibt es den Silver, den Rosso, den „System“ und den „Corsa System“. Jeder Reifentyp ein Spezialist für sich und die geforderten Ansprüche.

Das wissen auch die Hersteller und so liefert McLaren seinen neuen Supersportwagen MP4-12 zum Beispiel in Serie mit Pirelli Sportreifen der P Zero Serie aus. Aber auch Porsche vertraut bei den 20″ bereiften Versionen des Carrera S 991 auf Pirelli Sportreifen.

Unfassbare 53 Millionen P Zero wurden bislang verkauft – das ist eine Zahl, die für sich selbst spricht. 

P Zero Sportreifen – Schwarze Magie?

In Valencia, auf dem Circuit Ricardo Tormo, bekam ich die Möglichkeit, den aktuellen P-Zero selbst zu fahren. Nicht auf irgendwelchen Autos – nein auf 2 Supersportwagen der Marke McLaren und Lamborghini. Meinen Fahrbericht – nein besser – meine kurze emotionale Selbstfindung im Boden-Boden Marschflugkörper aus Sant’Agata findet man hinter diesem Link.

Um den Pirelli P Zero bewerten zu können, waren die Fahrzeuge zu Atemberaubend.

Ernsthaft – wer zum ersten Mal in einem 700 PS Supersportwagen aus 258 km/h auf eine Kurve zubremst und dabei versucht, den Profi-Rennfahrer im Voraus-Fahrzeug nicht zu weit enteilen zu lassen, der versucht inständig, die innere Balance zu bewahren und nicht in Hektik zu verfallen. Da war meine Aufnahmefähigkeit für die Qualität der Reifen eher „mau“.

Ich erinnere mich aber gut daran, dass auf dem Porsche Carrera S, den ich auf dem Sachsenring fuhr – Pirelli P Zero montiert waren. Leider habe ich mich dort nicht auf die Reifen konzentriert – aber ich erinnere mich, wie geil ich das gesamte Package aus Porsche und Pirelli reifen fand.

Geiler wäre es, könnte man erfahren, was wirklich hinter den Leistungen von Premium-Reifen steht .. im Blindtest mit anderen Reifenmodellen .. gerne im Schnee, im Nassen und natürlich auf trockener Piste. Mal sehen was die Zukunft noch bringt.

 

 

4 Kommentare

  1. Porsche Driving Experience: Die driftende Rennsauna › Mein Auto Blog
    16. Februar 2015 zu 07:27 Antworten

    […] und diese auf ein fahrdynamisches Meisterwerk, wie den turbo Elfer zu schrauben. Doch ein Satz klebriger UHP Reifen wäre noch viel widersinniger an diesem Ort, wo sich das gelobte Gehege der ungehemmten, aber […]