Reifengrößen – so findet man sich zurecht

Reifengrößen – so findet man sich zurecht

Wer vor einem Reifenkauf steht, hat nicht nur das Problem den richtigen Reifen mit dem richtigen Verbrauch und dem richtigen Fahrverhalten bei Nässe zu finden, sondern es kommen auch noch zahlreiche Kennzahlen am Reifen hinzu. Natürlich kann man bei Premium-Reifen wie den Goodyear Ultra Grip 8 auf besondere Reserven bauen – aber man sollte wissen, was die „Zahlen“ auf den Reifen bedeuten!

Wer einen neuen Reifensatz benötigt, brauchst die richtige Größe des Reifens. Bei vielen Fahrzeugen kommen mehrere Reifensorten und Größen infrage. Um hier den Überblick zu behalten, sollten Autofahrer sich die Kennzahlen am Reifen genau ansehen.

Die richtigen Reifen finden – es gibt zwei Möglichkeiten

Wer einen neuen Reifensatz benötigt hat bei der Auswahl zwei Möglichkeiten. Sie haben die Möglichkeit sich an dem alten Reifensatz zu orientieren, also einfach denselben Reifensatz noch einmal zu kaufen oder Sie haben die Möglichkeit einen Reifensatz eines anderen Herstellers zu nutzen. Im letzten Fall sollten Sie daran denken sich an dem CoC zu halten.

Wer nun einen Reifen sucht, hat die Variante sich nach den Angaben in einem Reifenkatalog zu richten und dazu die Zulassung zur Hilfe zu nehmen. Jedoch sollte man hier dran denken, dass in den neuen Zulassungen, welche vor rund 10 Jahren im Jahr 2005 eingeführt wurden, nur eine empfohlene Reifengröße vorhanden ist und keine gebundene.

Das heißt Fahrzeughalter müssen sich nicht zwingend an diese Angaben halten, sondern sie können auch andere Reifengrößen für das Fahrzeug verwenden. Jedoch sollte hier eine Absprache mit dem Autohaus oder einer Fachwerkstatt geführt werden, denn nicht jeder Reifen passt auf jedes Fahrzeug.

Wer sich also für eine andere Reifengröße als die vorgegebene entscheidet, muss vorher den Reifenkatalog des Herstellers zu Rate ziehen, um so festzustellen welche Reifengrößen für das Fahrzeug noch  geeignet sind.

Die einzelnen Kennzahlen im Überblick und was sie bedeuten

Wer sich seine Zulassungsbescheinigung etwas genauer ansieht, wird unter den Punkten 15.1 und 15.2 die Reifenkennzahlen vorfinden. Um zu erklären was diese Zahlen bedeuten, führen wir an dieser Stelle ein Beispiel an.

Finden Sie in Ihrer Zulassung beispielsweise die Kennzeichnung 155/75 R13 81T vor, dann können Sie daraus folgende Merkmale ableiten. Die Kennzahl 155 steht für die Reifenbreite des unbelasteten Reifens. Die Zahl 75, ist eine Prozentzahl, die ein Verhältnis zwischen Breite und Höhe des Reifens angibt.

Das R in der Formel steht für die Bauweise des Reifens, in diesem Fall heißt das R radial. Reifen können auch in einer diagonalen Bauweise erscheinen, in dem Fall würde in der Kennzeichnung ein D stehen. In unserem Beispiel hat der Reifen zusätzlich eine Felgengröße von 13 Zoll. Die 81 in der Gleichung gibt den Tragfähigkeitsindex an. Dieser gibt wiederum die Tragkraft, die je Reifen aufgebracht werden kann. Der Buchstabe dahinter informiert wiederum über die Geschwindigkeit, die maximal für diesen Reifen zulässig ist. In diesem Fall 190 km/h. Die einzelnen Klassen haben wir Ihnen in der Tabelle aufgelistet, wobei diese erst bei 130 km/h startet, da Reifen unter dieser Klasse wenig sinnvoll sind:

M 130 km/h
N 140 km/h
P 150 km/h
Q 160 km/h
R 170 km/h
S 180 km/h
T 190 km/h
H 210 km/h
V 240 km/h
W 270 km/h
Y 300 km/h
ZR >240 km/h

Zusätzliche Zeichen für Winterreifen

Benötigt man neue Winterreifen, muss man auf zusätzliche Kennzeichnungen achten. Der Winterreifen benötigt ein Schneeflockensymbol auf dem Reifen. Zusätzlich gibt es zu dem Schneeflockensymbol noch ein M+S Symbol, dieses steht für Matsch und Schnee. Hier ist zu beachten, dass dieses Zeichen keine geschützte Marke ist, wodurch das M+S Zeichen nicht für wintertaugliche Reifen stehen muss.

Um eine andere Reifengröße zu finden, sollten Sie mit den oben genannten Zeichen in den Herstellerkatalog schauen.  Bei Fragen können Sie sich sicherlich auch an Ihr vertrautes Autohaus wenden.