Reifentipp: Der Radwechsel im Detail

Reifentipp: Der Radwechsel im Detail

Wer sich die 37,50 € für den Radwechsel in der Werkstatt sparen will, der tauscht seine Winterräder und Sommerräder selbst. Und wer in diesem Jahr zum ersten Mal selbst nach Wagenheber und Drehmoment-Schlüssel greift, der sollte noch ein Mal kurz die „Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Radwechsel“ durchlesen! 

Der Radwechsel Schritt für Schritt:

  • Bitte immer einen ebenen und festen Untergrund, außerhalb des Straßenverkehrs, aufsuchen. Nicht auf Wiesen oder sandigen Flächen mit dem Reifenwechsel beginnen!
  • Handbremse anziehen und ersten Gang einlegen, bzw. Automatik-Wählhebel in Stellung „P“ bringen
  • Kurzer Blick in die Bedienungsanleitung, wo der Wagenheber im Auto untergebracht ist, wie er zu bedienen und an welchen Aufnahmepunkten unterm Auto er anzusetzen ist. Weitere Hinweise gibt es dort auch zu „Spezialitäten“, wenn das Auto z.B. mit einem „Notrad“ ausgerüstet ist
  • Die Sommerräder bereit legen. Am besten: Das jeweilige Rad bereits dort ablegen, wo es später montiert wird: Hinten links, hinten rechts, usw.
  • Radkappe (soweit vorhanden) mit dem spitzen Ende des Radmutternschlüssels abhebeln
  • Radmuttern zunächst nur etwa eine halbe Umdrehung lösen. Hier kann ein altes Rohr als Verlängerung für die Hebelkraft ganz dienlich sein.
  • Wagenheber ansetzen (Aufkleber mit Sicherheitshinweisen beachten!)
  • Fahrzeug anheben, bis Montagehöhe für das Reserverad erreicht ist
  • Radmuttern ganz abschrauben
  • Winter-/ Sommerräder beschriften mit VL, VR, HL, HR – damit man im Oktober wieder weiß, wo welcher Reifen hingehört.
  • Die neuen Räder an die Radnabe aufsetzen und alle Radmuttern handfest anschrauben
  • Fahrzeug ablassen
  • Radmuttern über Kreuz anziehen, sprich: Immer die gegenüberliegende Radmutter als nächstes. Nicht „reih-um“.
  • Wagenheber, Werkzeug verstauen
  • An nächster Tankstelle Luftdruck prüfen und Radmuttern nochmals nachziehen,
    bei nächster Gelegenheit Radmuttern in Werkstatt auf korrektes Anzugs-Drehmoment hin überprüfen lassen – oder selbst einen Drehmoment-Schlüssel anschaffen. Eine Auswahl gibt es in meiner eBay-Kollektion!
  • Beim Wechsel von Stahl- auf Alu-Felgen und umgekehrt müssen häufig andere Radschrauben bzw. Radmuttern verwendet werden! Diese am besten beim Bordwerkzeug oder im Handschuhfach aufbewahren! Das gleiche gilt für „Felgenschlösser“ zur Diebstahlsicherung!

 

2185_DE_New_eBay_inspiriert_buttonWer sich selbst als „Hobby-Schrauber“ sieht und neben dem Radwechsel auch andere Arbeiten am eigenen Auto selbst erledigt, der sollte sich meine eBay-Kollektion zum Thema „Auto-Schrauber und ihre Wünsche“ anschauen. Eventuell findet man dort noch die richtigen Ideen für die eigene „Schrauber-Garage“.  

Aktuelle Suchanfragen::

4 Kommentare

  1. Jenny
    26. Oktober 2016 zu 14:01 Antworten

    Super Anleitung!
    Der nächste alljährliche Reifenwechsel steht kurz bevor. Mir hat diese Schritt für Schritt Beschreibung wirklich gut geholfen und kann ich jedem nur empfehlen, wenn er sich nicht ganz sicher ist in welcher Reihenfolge bzw. generell wie es funktioniert.

    Vielen dank, kann ich nur weiter empfehlen. LG Jenny

  2. Peter Kremms
    17. Juli 2016 zu 18:48 Antworten

    Ich frage mich echt, wer für einen Reifenwechsel Geld ausgibt. Das ist eine Arbeit wofür man kein Fachmann sein muss. Zu beachten ist nur wo man das Auto am Unterboden ansetzt, damit nichts kaputt geht. Der Boden sollte grade sein und Auto gegen das Wegrollen gesichert sein. Ich persönlich wechsle noch „oldschool“ mit dem Radkreuz. Ist innerhalb weniger Minuten erledigt und man spart bares Geld. Ein ordentlicher Wagenheber hält ja einige Jahre. Hatte bislang keinerlei Probleme.

    Gruß, Peter

  3. Daniel
    21. Juni 2016 zu 12:44 Antworten

    Sehr coole Liste. Habe mich etwas mit dem Thema beschäftigt und im Internet recherchiert und dabei ist mir dein Artikel (bzw ganzer Blog) aufgefallen. Ist zwar schon älter aber daran ändert sich ja nicht viel :)
    Lg

  4. Sommerreifenspezial 2015 – Runter mit den Winterreifen! › Mein Auto Blog
    6. April 2015 zu 10:11 Antworten

    […] Auch Drehmomentschlüssel und Luftpumpe sind empfehlenswert. Besonders Alufelgen, aber auch Radschrauben und Bolzen kleben durch Oxidation regelrecht fest, während bei Winterrädern die Korrosion durch Streusalz zusätzlich gefördert wird. Die Radbolzen oder Schrauben am Vortag mit Rostlöser einzusprühen, bewirkt wahre Wunder. Beim Wechsel werden gebrauchte Räder auf derselben Seite von vorne nach hinten (und umgekehrt) gewechselt, aber niemals diagonal. Nähere Informationen zum Ablauf beim Reifenwechsel werden auch in diesem Artikel beschrieben. […]